Unsere Basketball Löwen Braunschweig haben am Sonntagnachmittag beim Aufsteiger Phoenix Hagen nicht zurück in die Erfolgsspur gefunden. Ein gebrauchtes zweites Viertel (12:28) leitete die 73:88-Niederlage (37:48) ein, auch wenn das Team von Headcoach Ramón Díaz nochmal zurückkam. Bis zur 33. Minute war die Partie eng, ehe die Löwen hinten wie vorne den Zugriff verloren und auch das letzte Viertel deutlich verloren. Topscorer war DeJour Reaves mit 18 Punkten, für die Feuervögel traf Trenton Gibson (22) am besten.
Am Samstag geht es für die Löwen mit einem Heimspiel gegen die Fitness First Würzburg Baskets weiter. Tickets sind über den Online-Ticketshop sowie über die weiteren bekannten Verkaufsstellen in der Konzertkasse Schloss-Arkaden, über die Ticket-Hotline unter 040 319 747 69 52 und in der Löwen-Geschäftsstelle erhältlich.
Nachdem die Partie ausgeglichen startete, drehten die Löwen nach dem 10:10 auf. Hinten gelangen ihnen Stopps und dann ging es schnell nach vorne. Im Nu war das Díaz-Team angeführt von DeJour Reaves auf 18:10 weg und erhöhte den Vorsprung kurz danach mit einem Dreier von Sheldon Edwards auf zehn Punkte. Bis zum Ende des ersten Viertels kamen die Hagener zwar noch auf fünf Zähler heran, dennoch waren die Löwen statistisch zunächst das bessere Team. Sie trafen 56 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld, während Hagen bei 41 Prozent lag. Zudem hatten sie bereits sieben Assists verteilt und sechs Punkte aus zweiten Chancen erzielt.
Im zweiten Viertel kippte die Partie jedoch komplett. „Wir hatten ein fürchterliches zweites Viertel“, sagte ein enttäuschter Chip Flanigan über den viertelübergreifenden 0:17-Lauf seiner Mannschaft. Dabei agierten die Löwen fahrig. Sie verloren unnötig den Ball, trafen ihre Würfe nicht mehr und fanden keine Mittel, um Hagen zu stoppen. Die Folge waren fast sieben Minuten ohne Punkte, in denen Hagen auf 25:35 weggezogen war. Erst dann erzielte Zaba Bangala die ersten Löwen-Zähler dieses Viertels, ehe Gian Aydinoglu nachlegte und nach einem „And-One“ Emotionen herausschrie. Kurz danach waren die Löwen bis auf drei Zähler dran (34:37), mussten dann aber erneut abreißen lassen, weil sie offensiv nicht effektiv agierten.
Mit einem 37:48 aus Braunschweiger Sicht ging es in die Halbzeitpause. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Löwen bereits 14 Punkte nach Offensiv-Rebounds zugelassen. Diese Schwäche beim Rebound sollte sich im weiteren Spielverlauf noch deutlicher bemerkbar machen. Am Ende hatte Hagen 21 Rebounds mehr auf dem Konto und erzielte 28 Punkte aus zweiten Chancen. Die Löwen kamen in dieser Kategorie nach dem starken ersten Viertel insgesamt nur noch auf acht Punkte.

Dennoch keimte nach dem Start ins dritte Viertel Hoffnung auf. Da biss sich die Hagener Offensive in mehreren Situationen die Zähne an der Löwen-Verteidigung aus. Und am anderen Ende übernahm Gian Aydinoglu viel Verantwortung. Der Guard erzielte sieben Punkte in Folge zum 46:48 (24. Min.), ehe er sein viertes Foul kassierte und auf die Bank musste. Für ihn kam Reaves aufs Parkett, und der drehte ebenfalls auf. Er wirbelte an beiden Enden des Feldes und hielt die Löwen in Schlagdistanz. Schlussendlich gewann das Díaz-Team dieses Viertel mit 24:16 und der Headcoach sagte: „Das dritte Viertel hat nochmals gezeigt, dass meine Mannschaft trotz personeller Rückschläge einen tollen Charakter hat und daraus Stärke generieren kann.“
Die Löwen nahmen diesen Schwung mit in die letzten vier Minuten und erzielten durch Sheldon Edwards den Ausgleich (67:67). Dann folgte eine weitere fehlerintensive Phase beider Teams, aus der die Hagener schneller herausfanden. Das lag insbesondere an ihrer Dominanz beim Rebound. Nach dem 69:71 aus Braunschweiger Sicht (33. Min.) griffen sie sich nach zwei verfehlten Angriffen in Folge Abpraller am offensiven Brett und machten daraus Punkte zum Sieben-Punkte-Vorsprung. Ramón Díaz reagierte mit einer Auszeit in der inzwischen lautstarken Ischelandhalle.
„Es ist uns gelungen, die Halle ins Spiel zu bringen“, sagte Hagens Headcoach Chris Harris nach dem Sieg. Die Atmosphäre wie auch weitere erfolglose Angriffe zogen den Löwen schließlich den Stecker. Die erzielten in den letzten fünf Minuten nur noch vier Punkte und fanden defensiv keine Antworten mehr auf die Angriffe der Gastgeber. Das letzte Viertel ging mit 24:12 an den Aufsteiger, „der heute in den entscheidenden Momenten besser war“, räumte Díaz ein.
Am Rande der Bande: Die Löwen konnten weiterhin nicht aus dem Vollen schöpfen. Neben Eddy Edigin (Oberschenkel), und Benny Schröder (Sprunggelenk) musste auch Devin Askew (Fuß) weiterhin passen. Der Löwen-Topscorer hatte sich zunächst mit warmgemacht, dann aber signalisiert, dass es noch nicht für einen Einsatz reicht.
Die Trainerstimmen zum Spiel:
Ramón Díaz (Basketball Löwen Braunschweig): „Gratulation an Hagen, das über die Verteidigung unsere Offensive kontrolliert hat. Vor allem im zweiten Viertel lief das Tempo komplett zugunsten von Phoenix. Das dritte Viertel hat nochmals gezeigt, dass meine Mannschaft trotz personeller Rückschläge einen tollen Charakter hat und daraus Stärke generieren kann. Schlussendlich hat es in dieser Atmosphäre nicht für uns gereicht, da Hagen in den entscheidenden Momenten heute besser war.“
Chris Harris (Phoenix Hagen): „Braunschweig ist unheimlich gut vorbereitet nach Hagen gekommen, das haben wir an beiden Enden des Feldes zu spüren bekommen. Es ist uns gelungen, die Halle ins Spiel zu bringen, wodurch wir den Punch der Löwen im dritten Viertel besser wegstecken konnten. Am Ende waren es die kleinen Dinge wie Loose Balls oder Offensiv-Rebounds, die uns in der Schlussphase einen kleinen Vorteil verschafft haben.“
Basketball Löwen: Bangala 8, Reaves 18 (3 Assists), Aydinoglu 13 (4 Assists), Zylka 7, Eklou, Edwards 13, Laar n.e., Haase 3, Flanigan 7 (9 Rebounds, 3 Assists), Wahren n.e., Green 4.
Phoenix Hagen: Kunkel 7 (3 Assists), Kraushaar 4 (8 Assists), Polite 8, Bleck 4, Omuvwie 3, Polley 20 (6 Rebounds), Uhlemann 8, Schultze n.e., Krutwig 7 (13 Rebounds, 6 Assists), Garino 5 (7 Rebounds), Gibson 22 (8 Rebounds).