Nach fast einem Monat ohne Heimspiel kehren die Basketball Löwen Braunschweig am Sonntag endlich vor ihre eigenen Fans zurück. Das Team von Headcoach Ramón Díaz empfängt die Überraschungsmannschaft VET-CONCEPT Gladiators Trier in der Volkswagen Halle (Tip-Off: 18:00 Uhr – live bei Dyn), die aktuell auf dem achten Tabellenplatz steht. Dies ist die zweite Begegnung an diesem – von der Volkswagen Bank präsentierten – Doppelspieltag: Bereits um 14:45 Uhr trifft das LionPride in der 2. DBBL Nord auf den Hürther BC. Beide Begegnungen haben den Kampf um den Klassenerhalt im Fokus – dementsprechend werden intensive und emotionale Spiele erwartet.
Tickets können über den Löwen-Onlineshop, in der Konzertkasse Schloss-Arkaden und über die Löwen-Tickethotline 040 319 747 69 52 erworben werden. Jede Eintrittskarte gilt automatisch für beide Spiele und ist zu den üblichen Löwen-Heimspielpreisen erhältlich. ACHTUNG: Schüler:innen und Studierende zahlen für ein Ticket in den Kategorien 4 bis 6 nur 5 Euro.
Nachdem die Löwen gestern die Verpflichtung von Bryant Crawford bekannt gegeben haben, ist aktuell noch fraglich, ob der europaerfahrene Spielmacher bereits gegen Trier auflaufen wird. Bis 16:30 Uhr lag noch keine Freigabe seines bisherigen Clubs vor; spätestens bis 19:00 Uhr am heutigen Freitag müsste Crawford jedoch auf dem Mannschaftsmeldebogen für die Partie am Sonntag stehen. Doch unabhängig vom Eintreffen der Spielberechtigung wäre keineswegs sicher, dass der Neuzugang nach lediglich zwei Trainingseinheiten bereits am Sonntag auf dem easyCredit BBL-Parkett stehen würde.
Ähnlich offen gestaltet sich die Situation bei Simi Shittu und Philipp Hartwich. Beide Center befinden sich auf dem Wege der Besserung, ob sie am Sonntag eingesetzt werden, entscheidet sich jedoch kurzfristig. Natürlich würde Ramón Díaz eine Rückkehr beider Spieler in den Kader gerne sehen. Zumal die Löwen in den vergangenen Spielen ohne die Präsenz von Topscorer und Top-Rebounder Shittu vor allem beim defensiven Rebound deutlich geschwächt waren. „Aber er muss wirklich fit sein und sich gut fühlen. Sonst gehen wir ein zu hohes Risiko ein“, so der Spanier.

Der steht mit seinem Team am Sonntag vor einer von vielen kommenden wichtigen Partien und hatte das Spiel gegen Trier direkt nach der Niederlage in München als „ein Finale“ bezeichnet, das man gewinnen müsse. Damit wolle er keinen Druck ausüben, wie der Löwen-Headcoach sagt und erläutert: „Alle kennen die Situation, und die Realität ist nun mal die Realität. Aber die Spieler müssen begreifen, dass es nicht reicht, nur unsere Spielweise zu ändern, sondern dass wir gewinnen müssen. Und ich bin überzeugt davon, dass sich mit einem Sieg am Sonntag vieles ändern kann.“ Es benötige dieses Klicken, das durch einen Erfolg freigesetzt werden könnte und allen im Team einen Aufschwung geben könnte. Denn am Talent und den Fähigkeiten mangelt es der Mannschaft laut Díaz grundsätzlich nicht. „Es ist wichtig, dass wir uns auf uns selbst konzentrieren. Aber die Mannschaft ist auf dem richtigen Weg, wenngleich wir noch einige Dinge wie vor allem unsere Verteidigung anpassen und verbessern müssen.“
Und genau das wird gegen den starken Aufsteiger gefragt sein. Die Gäste von der Mosel haben den Aufstiegsschwung mit in die BBL-Saison genommen und sind mit sehr großem Selbstvertrauen gestartet. Es folgte Sieg über Sieg und über mehrere Wochen eine Spitzenposition in der Tabelle. Daran hatte die Offensive des Teams von Jacques Schneider einen enormen Anteil, die zu den besten der Liga gehört (90,6 PpS). Die Gladiators spielen mit sehr hohem Tempo, haben starke Werfer und die haben über weite Phasen der Saison auch sehr schwierige Würfe getroffen. Das gilt vor allem für den Liga-Topscorer Jordan Roland (18,8 PpS), der 8,6 Dreier pro Spiel nimmt und davon knapp 40 Prozent versenkt. Aber auch der im Januar verpflichtete Steven Ashworth (12,1 PpS, 7,2 ApS) kann dem Spiel seinen Stempel aufdrücken, was ebenfalls für den letzten Neuzugang Georg King gilt (14,5 PpS, 9,0 RpS).
Allerdings sind die defensiv anfälligen Gladiators in den vergangenen Wochen ein bisschen ins Straucheln kommen. Von den vergangenen zehn Spielen haben sie nur vier gewonnen und die letzten drei Partien allesamt verloren. So auch am vergangenen Wochenende gegen die MLP Academics Heidelberg, als sie nur zwei Dreier trafen und 24-mal den Ball verloren. „Davon dürfen wir uns aber nicht beeinflussen lassen. Wir müssen uns auf unseren Gameplan konzentrieren und ihn gut umsetzen. Und ich glaube, dass die ersten Minuten unserer Verteidigung dafür entscheidend sein werden“, so Díaz abschließend.
Zum Vorbericht der Partie Eintracht Braunschweig LionPride – Hürther BC