Spielergebnis

72:59

Löwen unterliegen in Ulm

Löwen unterliegen in Ulm

11.01.
2026

Unsere Basketball Löwen Braunschweig haben auch die dritte Partie in Folge gegen ein easyCredit BBL-Top Team verloren. Nach den Niederlagen bei ALBA BERLIN und gegen den Tabellenführer FC Bayern München war die Mannschaft von Headcoach Kostas Papazoglou am Samstagabend mit 59:72 (35:28) bei Vizemeister ratiopharm ulm unterlegen. Dabei zeigten die Löwen vor allem defensiv eine gute erste Halbzeit, verloren dann aber gegen physischer werdende Ulmer offensiv wie defensiv zunehmend den Zugriff: Die Trefferquote der Löwen sank, Ballverluste folgten in Serie und die Ulmer Schnellangriffe konnten im Gegenzug zu selten gestoppt werden. So verloren die Löwen um ihre Topscorer Luka Ščuka und David N’Guessan (je 11 Punkte) die zweite Halbzeit deutlich mit 24:44.  

Am 18. Januar geht es mit dem wichtigen Heimspiel gegen Science City Jena weiter (Tip-Off: 15:00 Uhr). Tickets für diese Begegnung sind im Ticket-Onlineshop, in der Konzertkasse in den Schloss-Arkaden sowie über die Ticket-Hotline unter 040 319 747 69 52 erhältlich.


Die Löwen kamen gut in die Partie, weil ihre Verteidigung von Beginn an griff. Sie machten viel Druck über das ganze Feld und brachten die Ulmer Offensive dadurch massiv ins Stocken. Bei der Papazoglou-Mannschaft lief im Angriff zwar auch nicht alles gut, aber sie traf (noch) besser als die Hausherren. Mit dem dritten getroffenen Dreier im ersten Viertel sorgte Grant Sherfield für das verdiente 18:9 (7. Min.), an dem auch David N’Guessan seinen Anteil hatte. Der Löwen-Center war anfangs nur schwer von den Ulmern zu stoppen und nutzte seine Geschwindigkeit immer wieder erfolgreich aus.

Löwen-Verteidigung steht

Das änderte sich mit zunehmender Spieldauer, weil die ebenso wie die Löwen dezimierten Gastgeber ihre defensive Qualität und Physis sukzessive mehr aufs Parkett brachten und die Fehler der Löwen mehr bestraften. Das gelang den Ulmern hauptsächlich im Umschaltspiel und auf diese Weise kamen sie heran (21:18, 13. Min.). Aber das Papazoglou-Team fand in der fehlerbehafteten Partie noch die richtigen Antworten und konnte seinen Vorsprung zweimal wieder ausbauen. Das gelang zuerst nach einem Alley-Oop-Dunk von Benny Schröder zum 28:20 und dann nach mehreren guten offensiven wie auch defensiven Sequenzen zum 35:26. Überhaupt hielten die Löwen, bei denen Ferdi Zylka nach einem Infekt in der vergangenen Woche noch wenig Spielzeit erhielt, die Ulmer in der ersten Hälfte bei 28 Punkten, was für ihre gute Verteidigung sprach.

Aber die Entwicklung des Spiels deutete schon an, dass die Löwen offensiv mehr und mehr ins Straucheln gerieten. Sie hatten im zweiten Viertel nur 15 Punkte erzielt und die Trefferquote ging stetig runter. Das wurde nach der Halbzeitpause (35:28) nicht besser und erschwerend kam auch noch eine Serie an unnötigen Ballverlusten hinzu. Das konnten die Ulmer durch eigene Fehler zunächst nicht konsequent nutzen, aber sie blieben dran und hatten sich mittlerweile auch die Hoheit bei den Rebounds erarbeitet. Trotzdem sah es nach einem Worthy-Dreier inklusive Foul zum 42:35 (23. Min.) noch gut für die Löwen aus. Aber fünf Minuten später war zuerst der Ausgleich und dann die Ulmer Führung da. Der Vizemeister hatte im dritten Viertel 20 Punkte erzielt, während die Löwen sich mehr in Einzelaktion verstrickten, nur auf zwölf Punkte gekommen waren und sechsmal den Ball verloren hatten.

Ulm übernimmt die Kontrolle

Dieser Verlauf setzte sich nach einem viertelübergreifenden 0:9-Lauf (47:55) fort. Die Ulmer profitierten weiterhin von den Braunschweiger Ballverlusten, „aber ich hatte auch das Gefühl, dass die Energie zugunsten von Ulm schwappte“, sagte Kostas Papazoglou. Seinem Team ging wie gegen Berlin und München die Kraft aus und das verlor beim Stand von 50:60 zudem Barra Njie durch sein fünftes Foul (35. Min) sowie kurz darauf auch Grant Sherfield. Der hatte ein technisches und wenig später noch ein fragliches unsportliches Foul kassiert und war damit disqualifiziert. Die Partie war spätestens eine Minute darauf entschieden, als Ulms Justin Simon einen Dreier zum 55:66 aus Löwensicht getroffen hatte (38. Min.).

Die Trainerstimmen zum Spiel:

Kostas Papazoglou (Basketball Löwen Braunschweig): „Glückwunsch an Ulm zum Sieg. Wir hatten eine sehr gute erste Hälfte, in der wir defensiv viel Druck auf Ulm ausgeübt haben. Wir wollten ihre Punkte niedrig halten und das haben wir getan: Ulm erzielte in der ersten Halbzeit nur 28 Punkte. Unsere Offensive war nicht überragend, aber wir hatten einen gewissen Spielfluss. Im dritten und vierten Viertel begannen wir jedoch zunehmend, unnötige Ballverluste zu produzieren. Das ermöglichte Ulm schnell umzuschalten. Sie haben 14 Punkte durch Fastbreaks erzielt, während wir 21 Ballverluste hatten – die meisten davon in der zweiten Halbzeit. Aber ich hatte auch das Gefühl, dass die Energie zugunsten von Ulm schwappte, während uns zunehmend die Puste ausging.“

Ty Harrelson (ratiopharm ulm): „In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme ins Spiel zu finden. Gegen Ende konnten wir dann einige Fastbreaks erzielen. Der Fokus lag vor allem auf der Verteidigung und durch gutes Rebounding konnten wir dann überzeugen. Glückwunsch an meine Mannschaft und ein großes Dankeschön an die Fans, die mit ihrer lautstarken Unterstützung für eine besondere Stimmung gesorgt haben.“

Basketball Löwen: Worthy 6, N’Guessan 11 (6 Rebounds), Schröder 4 (5 Rebounds), Ščuka 11 (11 Rebounds), Zylka, Tomic 2, Obiesie 7, Njie 3 (4 Assists), Hartwich, Laar n.e., Sherfield 10 (3 Assists), Flanigan 5.

ratiopharm ulm: Cwik, Ledlum 16 (17 Rebounds), Diakite 10, Jensen 9, Kunzewitsch n.e., Osborne 1, Smith 17 (5 Rebounds, 4 Ballgewinne), Simon 14 (7 Rebounds), Garavaglia 3, Milicic 2.


Dyn zeigt das Spiel in der Wiederholung. 

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