Spielergebnis

116:107

Löwen begeistern mit siegreichem Offensiv-Spektakel zum Saisonauftakt!  

Löwen begeistern mit siegreichem Offensiv-Spektakel zum Saisonauftakt!  

19.09.
2026

Was für ein Start in die neue easyCredit BBL-Saison 2026/27! Die Basketball Löwen Braunschweig haben am Samstagabend die favorisierten VET-CONCEPT Gladiators Trier in einem temporeichen Highscore-Spiel mit 116:107 (66:61) bezwungen. Dabei überzeugten die Löwen nicht nur offensiv, sondern zeigten auch in schwierigen Phasen große Resilienz, blieben als Team zusammen und spielten über weite Strecken mit hoher Energie. Am Ende punkteten sieben Löwen zweistellig. Topscorer war der überragende Devin Askew mit 25 Punkten.


Die 3.074 Zuschauenden erlebten von Beginn an eine rasante Partie mit zwei Mannschaften, die offensiv schnell ihren Rhythmus fanden. Die Würfe fielen bei guten Trefferquoten, insbesondere von der Dreierlinie waren beide Teams heiß. Dabei kamen die Löwen immer wieder durch gute Ballbewegung zu guten Würfen – wie beim Dreier von Askew zum 9:7. Besonders erfreulich: Die Löwen verteilten die Verantwortung in der Offensive auf mehrere Schultern. Alle Spieler waren früh in die Partie eingebunden und bekamen ihre Möglichkeiten. Einziger Wermutstropfen waren die zahlreichen Fouls und die Tatsache, dass die Löwen Jordan Roland, Triers „Besten Offensivspieler 2026“, zunächst nicht in den Griff bekamen. Ansonsten entwickelte sich eine unterhaltsame und offensiv geprägte Partie, in der beide Mannschaften konsequent den Abschluss suchten.

Löwen können Roland zunächst kaum stoppen

Nach zehn Minuten führten die Löwen mit 38:34, nachdem Sheldon Edwards bereits seinen dritten Dreier verwandelt hatte. Auf Trierer Seite hielt zunächst vor allem Roland dagegen: Zu Beginn des zweiten Viertels traf er drei Dreier aus allen Lagen und hatte nach 14 Minuten bereits 20 Punkte auf seinem Konto. Mit seinem Treffer zum 45:44 brachte er die Gäste dann in Führung. Das Team von Ramón Díaz ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Der jüngste Neuzugang De’Jour Reaves versenkte seinen ersten Wurf im Löwen-Trikot, anschließend sorgten eine verbesserte Defensive und Felipe Haase dafür, dass sich die Gastgeber auf 56:49 absetzen konnten. Haase traf an diesem Abend nicht nur gute Entscheidungen, sondern war auch bei seinen Würfen makellos: Er blieb aus dem Feld bei einer Trefferquote von 100 Prozent.

Dennoch gelang es den Löwen zunächst nicht, sich weiter abzusetzen, weil sie zum Ende des zweiten Viertels mehrfach den Ball verloren und diverse zweite Chancen zuließen. Trier wusste das zu bestrafen, weshalb es mit einer 66:61-Führung der Löwen in die Halbzeitpause ging.

Gute Aktionen wurden von reichlich Emotionen begleitet.

„Zu Beginn haben beide Mannschaften offensiv sehr gut gespielt. Für mich war deshalb die Botschaft in der Halbzeitpause klar: Wenn wir so weitermachen, werden wir dieses Spiel nicht gewinnen“, sagte Díaz nach der Partie. Der Löwen-Coach nahm zur zweiten Hälfte einige taktische Veränderungen vor. Bis diese Wirkung zeigten und die Löwen insbesondere Roland besser kontrollieren konnten, mussten sie allerdings zunächst eine schwierige Phase überstehen. Vier Ballverluste in Folge brachten die Gastgeber aus dem Rhythmus. Begleitet von einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen gerieten die Löwen mit 69:74 ins Hintertreffen.

Löwen kämpfen sich durch schwere Phase

Doch die Mannschaft steckte nicht auf und fand über eine deutlich aggressivere Verteidigung zurück ins Spiel. Benny Schröder blockte einen Wurf, kurz darauf zog Tajh Green ein Offensiv-Foul. Beide Aktionen sorgten für zusätzliche Energie – und die Löwen machten daraus direkt Punkte. Die Halle wurde immer lauter, und innerhalb kürzester Zeit hatte das Diaz-Team die Partie wieder gedreht: 78:74. Nun lief auch der Offensivmotor wieder rund. Askew zog erfolgreich zum Korb, Schröder vollendete per Dunk und Reaves versenkte anschließend zwei Dreier in Folge. 89:80 – die Halle stand Kopf.

Bis zum Ende des dritten Viertels hatten sich die Löwen angefeuert vom Publikum eine 98:87-Führung erspielt. In den letzten zehn Minuten legten Kapitän Chip Flanigan und Co. zunächst weiter nach. Die Offensive lief wie aus einem Guss und der Vorsprung wuchs zwischenzeitlich auf 17 Punkte an (112:95, 36. Minute). Aber die Partie wurde noch einmal spannend. Die Gladiators erhöhten den defensiven Druck, wodurch die Löwen ihren Rhythmus verloren. Hinzukommend kam es zu mehreren Spielunterbrechungen, weil die Schiedsrichter mehrfach das „Instant Replay“ bedienten. Trier nutzte die Phase und startete einen 12:0-Lauf zum 112:107 – bei noch 52 Sekunden auf der Uhr.

Doch genau in diesem Moment übernahm Devin Askew Verantwortung. Der Löwen-Topscorer zog ein Foul und verwandelte beide Freiwürfe sicher. Anschließend vergaben die Gäste zwei Dreier, ehe Zaba Bangala mit einem Dunk für die endgültige Entscheidung sorgte. 116:107 – der Sieg war perfekt.

Am Rande der Bande: Gian Aydinoglu (Schulter), Eddy Edigin Jr. (Oberschenkel) und Romario Holloway (Knie) mussten verletzt zuschauen.

Die Trainerstimmen zum Spiel:

Ramón Díaz (Basketball Löwen Braunschweig): „Ich habe in der Saisonvorbereitung schon oft gesagt, dass diese Mannschaft anders ist. Die Jungs wollen arbeiten. Vielleicht haben wir in der Vorbereitung nicht immer so gespielt, wie wir es uns gewünscht haben. Aber man erkennt eine Mannschaft daran, wie sie jeden Tag arbeitet und gerade in schwierigen Momenten zusammensteht und kämpft. Genau das hat diese Mannschaft heute gezeigt. Sie ist zusammengeblieben, hat füreinander gekämpft – und ich genieße es sehr, mit diesen Jungs zu arbeiten. Sie waren heute einfach fantastisch.

Zu Beginn haben beide Mannschaften offensiv sehr gut gespielt. Für mich war deshalb die Botschaft in der Halbzeitpause klar: Wenn wir so weitermachen, werden wir dieses Spiel nicht gewinnen. Wir mussten Veränderungen vornehmen. Ferdi hat zum Beispiel in der zweiten Halbzeit gegen Roland defensiv sehr solide gespielt. Auch taktisch haben wir umgestellt und in einigen Situationen geswitcht, um sie dazu zu zwingen, mehr mit ihren großen Spielern zu spielen. Das sah manchmal so aus, als könnten sie uns dafür bestrafen. Gleichzeitig haben wir damit aber das Spiel ihrer Guards eingeschränkt und ihr Tempo herausgenommen. Und am Ende hat uns diese Anpassung geholfen, das Spiel zu gewinnen.“

Jacques Schneider (VET-CONCEPT Gladiators Trier): „Glückwunsch an Braunschweig, die heute über 40 Minuten die bessere Mannschaft waren. Wir haben offensiv sicherlich das abgerufen, was wir können und wo wir grundsätzlich stehen wollen. Wir haben es aber von Anfang an nicht verstanden, das Tempo bei Braunschweig rauszunehmen und die individuell starken Spieler oder Werfer besser herauszufordern. Dadurch ist es ein ,Open Court Game‘ geworden und wir hatten auswärts hinten raus nicht mehr die Körner, die wir gebraucht hätten. Wir müssen im nächsten Spiel am Anfang wacher und präsenter sein – insbesondere defensiv, wie man an den Punkten sieht. Wir werden mit dieser neuen Mannschaft daraus lernen und im nächsten Spiel besser sein.“

Basketball Löwen: Bangala 12 (3 Assists, 2 Steals), Schröder 4 (5 Rebounds), Reaves 11 (5 Rebounds, 6 Assists), Askew 25 (5 Rebounds, 4 Assists), Zylka 12, Edwards 19 (3 Steals), Eklou n.e., Laar n.e., Haase 18 (3 Assists), Flanigan 4 (6 Rebounds), Wahren n.e., Green 11.

VET-CONCEPT Gladiators Trier: Crowley 15, Guillozet 1, Simon 6 (7 Rebounds, 8 Assists, 4 Steals), Hollersbacher 7, Linßen 6 (5 Rebounds), Roland 26 (5 Assists), Rapieque, Krimmer 11, Zirbes 5 (7 Rebounds), Onu 15 (2 blocked Shots, Brooks 15 (7 Assists).

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