Erste BBL-Auswärtsaufgabe für ungeschlagene Löwen

Erste BBL-Auswärtsaufgabe für ungeschlagene Löwen

03.10.
2026

Nach dem super Start in die neue Spielzeit wollen die Basketball Löwen Braunschweig am Montag in  ihrem ersten Auswärtsspiel der easyCredit BBL-Saison 2026/27 beim Basketball Champions League-Teilnehmer RASTA Vechta den vierten Pflichtspielsieg in Folge einfahren. Die Partie beginnt um 20:00 Uhr und wird live bei Dyn übertragen.


Der Start in die neue easyCredit BBL-Saison ist den Basketball Löwen Braunschweig mit drei Siegen aus drei Pflichtspielen (inkl. Pokalspiel) gelungen. „Vor der Saison hätte keiner gedacht, dass wir diese beiden guten Teams (Anm.: Trier und Rostock) besiegen“, sagte Ferdinand Zylka nach dem Erfolg gegen die ROSTOCK SEAWOLVES im Interview bei Dyn. Er selbst sei nach der herausfordernden Preseason überrascht, dass die Mannschaft so schnell „den Switch“ geschafft habe. Insbesondere offensiv klickte es bei den Löwen sehr gut. Die Mannschaft überzeugte mit einer geschlossenen Teamleistung und starken Trefferquoten. Aktuell führen die Löwen die Liga mit einer Feldwurfquote von 53,1 Prozent sowie einer Dreierquote von 48,1 Prozent an. Mit durchschnittlich 99,5 erzielten Punkten sind sie in dieser Kategorie zudem das drittbeste Team in der easyCredit BBL.

Löwen überzeugten mit starken Trefferquoten

Dennoch mahnte Zylka zur Zurückhaltung: „Wir haben trotzdem noch nichts geschafft und müssen uns weiter verbessern – auch, weil wir viel zu verbessern haben.“ Eine Steigerung war gegen Rostock im Vergleich zu den vorherigen Partie allerdings bereits zu erkennen: die Verteidigung. In der Vorbereitung hatten sich die Löwen defensiv anfällig gezeigt, und auch gegen Trier kassierten sie 107 Punkte. Gegen die routinierten SEAWOLVES waren es nun 82 gegnerische Punkte. „Allerdings muss man auch den unterschiedlichen Spielstil der beiden Teams berücksichtigen“, sagt Co-Trainer Oriol Comas und erklärt: „Trier spielt in einem sehr hohen Tempo, hat deshalb viel mehr Abschlüsse und punktet entsprechend mehr.“ Dennoch sah auch der Katalane defensiv eine Steigerung seiner Mannschaft, die unter der Woche gut und fokussiert trainiert hat und am Montag in Vechta den nächsten Sieg einfahren will.

Tibor Pleiß gilt es beim Rebound zu kontrollieren. Foto: Harry Langer

Dort treffen die Löwen auf die Mannschaft von Headcoach Christian Held, die Ende September das Qualifikationsturnier für die Basketball Champions League (BCL) gewonnen und sich im Finale mit 92:83 gegen Dziki Warschau durchgesetzt hat. Nachdem RASTA bereits in der Vorbereitung auf die Verletzten um Forward Lamin Sabally und Point Guard D’Mitrik Trice verzichten musste, verletzten sich im Verlauf des Qualifikationsturniers auch noch die Spielmacher Tommy Kuhse und der nachverpflichtete Kihei Clark. Alle drei PGs fehlten Vechta damit auch zum Saisonstart, der für den letztjährigen Playoff-Viertelfinalisten mit drei Niederlagen begann. Die letzte davon kassierte RASTA am Donnerstagabend bei Science City Jena, wo sich die Vechtaer mit 71:79 geschlagen geben mussten. „Es ist gerade eine extrem schwere Phase. Nichtsdestotrotz bin ich stolz darauf, wie die Mannschaft gefightet und sich nie aufgegeben hat“, sagte Christian Held nach der Partie.

Ob Vechta am Montag wieder auf einen oder mehrere der zuletzt verletzten Spieler zurückgreifen kann, ist aktuell nicht klar. Aber die Löwen legen den Fokus ohnehin mehr auf sich selbst und in diesem Zuge warnt Oriol Comas davor, den Gegner aufgrund der personellen Situation zu unterschätzen: „Für uns ist es das Gefährlichste zu glauben, dass Vechta ohne Point Guard schlecht spielen wird. Wir haben großen Respekt vor ihnen, weil sie sich an ihre aktuelle Situation sehr gut anpassen, sie zu den Teams mit sehr hohem Spieltempo gehören und außerdem über gefährliche Spieler verfügen.“

Vechta: Top beim Offensiv-Rebound

Dazu zählen neben dem bisherigen Topscorer Justin Edler-Davis (13,7 PpS), der in der vergangenen Saison auch bei den Veolia Towers Hamburg spielte, u.a. der aus Griechenland gekommene Matt Lewis (11,0 PpS) sowie der 36-jährige und Euroleague-erfahrene Tibor Pleiß. Der überzeugt nach drei Spielen mit einem Double-Double aus 10,3 Punkten und 10,3 Rebounds und ist damit drittbester Rebounder der BBL. Auch als Mannschaft ist Vechta bei der Arbeit am Brett stark – insbesondere beim Offensiv-Rebound. Durchschnittlich 16,3 Abpraller am offensiven Brett bedeuten ligaweit den zweitbesten Wert.

Die Löwen kommen hingegen auf 10,5 Offensiv-Rebounds und insgesamt 36 Rebounds pro Spiel. Damit gehören sie in dieser Kategorie zu den schwächeren Teams der Liga. Nicht zuletzt deshalb sagt Oriol Comas mit Blick auf die Partie am Montag und die kommenden Aufgaben: „Die Rebounds und die Verteidigung sind die Bereiche, in denen wir uns weiter steigern müssen.“

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner