Spielergebnis

87:90 n.V.

Comeback dank defensiver Steigerung: Overtime-Sieg beim Díaz-Debüt

Comeback dank defensiver Steigerung: Overtime-Sieg beim Díaz-Debüt

14.02.
2026

Unsere Basketball Löwen Braunschweig haben mit einem kämpferischen Auftritt einen enorm wichtigen 90:87-Auswärtssieg (39:49; 79:79) nach Verlängerung bei den SKYLINERS in Frankfurt gefeiert – und damit gleich im ersten Spiel unter ihrem neuen Headcoach Ramón Díaz ein starkes sowie nötiges Zeichen im Kampf um den Klassenerhalt gesetzt. Ausschlaggebend dafür war die deutliche Verbesserung der Verteidigung in der zweiten Halbzeit, vor allem aber im letzten Viertel. In diesem Abschnitt ließen die Löwen nur zehn Punkte zu und sorgten so für die Wende nach bereits 13 Punkten Rückstand. Für die Löwen war es der erste Auswärtserfolg der laufenden Saison sowie das Ende der sieben Spiele andauernden Niederlagenserie, zu dem sechs Spieler mit zweistelligem Scoring beigetragen haben.

Am Mittwoch geht es mit der Heimspiel-Premiere von Ramón Díaz weiter: Die Löwen empfangen den Tabellenvierten Fitness First Würzburg Baskets in der Volkswagen Halle (Tip-Off: 18:30 Uhr). Tickets sind im Ticket-Onlineshop, in der Konzertkasse in den Schloss-Arkaden sowie über die Ticket-Hotline unter 040 319 747 69 52 erhältlich.


Die Löwen fanden zunächst gut in die Partie, suchten schnell den Abschluss und erspielten sich einen guten Rhythmus. Nach Punkten von Simi Shittu lagen sie mit 16:12 in Front. In der Folge fehlte jedoch defensiv die Aufmerksamkeit, was die Gastgeber unter anderem zu einem 6:0-Lauf nutzten. Zudem blieb die Wurfquote trotz guter Arbeit am offensiven Brett deutlich hinter der der Frankfurter zurück: Während die Löwen nur 35 Prozent ihrer Feldwürfe trafen, verwandelten die Hessen starke 64 Prozent. Vor allem in der Zone kam Frankfurt immer wieder zu einfachen Punkten.

Einsatz stimmt – Quote bleibt Problem

So lagen die Löwen nach dem ersten Viertel mit 21:26 zurück, ehe die Partie zunehmend zerfahren wurde – auf beiden Seiten häuften sich Ballverluste und Fehlwürfe. Der Einsatz der Löwen stimmte zwar, doch die Trefferquote – insbesondere aus der Nahdistanz – blieb ein Problem. Und wenn man die Würfe aus dem Feld nicht trifft, sollte man von der Freiwurflinie stabil sein. Da erarbeiteten sich die Löwen vor allem durch den kämpferischen David N’Guessan immer wieder Chancen auf „einfache“ Punkte, allerdings ließen sie dort zu viel liegen (10 von 18 bis zur Pause). Trotzdem waren die Löwen dran, bevor sie beim Stand von 34:39 ein unsportliches Foul kassierten. Frankfurt ließ daraufhin acht Punkte in Serie folgen und setzte sich erstmals zweistellig ab.

David N’Guessan machte einmal mehr ein starkes Spiel. Fotos: Josh Hoffmann

Mit 39:49 ging es in die Halbzeit – auch, weil die SKYLINERS bis dahin bereits 26 Punkte in der Zone erzielt hatten und unglaublich hochprozentig (83 Prozent) aus dem Zweierbereich trafen. Das Problem war offensichtlich: Ramón Díaz sprach nach dem Spiel von fehlender defensiver Intensität in der ersten Halbzeit. Doch nach dem Seitenwechsel zeigte sein Team eine Reaktion und verteidigte deutlich besser. Nur konnten die Löwen die daraus resultierende Frankfurter Schwächephase noch nicht konsequent nutzen. Aber das Díaz-Team arbeitete sich langsam zurück, forcierte Ballverluste und steigerte die eigene Trefferquote. Ein Dreier von Kaza Kajami‑Keane brachte die Löwen zwischenzeitlich auf fünf Punkte heran (52:57, 26. Minute). Dennoch profitierten die Gastgeber – vor allem durch ihren Topscorer William Christmas – immer wieder von defensiven Unaufmerksamkeiten.

Die Defensive bringt die Wende

Die Löwen entschieden das dritte Viertel zwar mit 22:20 für sich, lagen vor dem Schlussabschnitt aber weiterhin mit 61:69 hinten. Zu Beginn des letzten Viertels gerieten sie sogar mit 13 Punkten ins Hintertreffen (63:76, 33. Min.). Nach einer Auszeit von Ramón Díaz griff aber endlich die Verteidigung und wurde zum Schlüssel der Aufholjagd: In den folgenden sieben Minuten gestatteten die Löwen den SKYLINERS nur drei Punkte und kämpften sich mit einer Teamleistung zurück. Neben N’Guessan und Luka Ščuka übernahm nun auch Grant Sherfield Verantwortung. Der traf schließlich neun Sekunden vor Schluss den Korb zum 79:79-Ausgleich, Frankfurt vergab den letzten Angriff – Verlängerung!

Mit dem Momentum auf ihrer Seite traten die Löwen in der Overtime selbstbewusst auf: Sherfield traf zweimal in Folge, N’Guessan legte nach, die Löwen setzten sich auf 88:81 ab. Die mussten zwar noch das fünfte Foul von Ščuka verkraften, behielten aber die Nerven als die SKYLINERS auf 88:87 herangekommen waren. Jeweils ein verwandelter Freiwurf von Sherfield und Shittu besiegelte schließlich den umjubelten und hart erkämpften Auswärtssieg. Der Erfolg, bei dem die Löwen neben Barra Njie und Josh Hawley sowie auf Benny Schröder (Knie) und Joshie Obiesie (Sprunggelenk) verzichten mussten, war auch einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu verdanken: Sechs Löwen punkteten zweistellig, das Team verteilte 21 Assists und N’Guessan glänzte mit einem Double-Double (16 Punkte/10 Rebounds).

Die Trainerstimmen zum Spiel:

Ramón Díaz (Basketball Löwen Braunschweig): „Zunächst einmal ist das ein unglaublich wichtiger Sieg für uns, allen ist die Situation bekannt. Als ich gestern angekommen bin, war die Mentalität der Mannschaft nicht die beste. Deshalb ist ein solcher Sieg – besonders nach Verlängerung und nach der Aufholjagd in der zweiten Halbzeit – zum Auftakt natürlich enorm wertvoll. Aus basketballerischer Sicht hat die Mannschaft gezeigt, dass sie gut verteidigen kann. Vor allem in den letzten 15 Minuten, aber insgesamt in der gesamten zweiten Halbzeit, haben wir defensiv sehr gut gearbeitet. Das ist der Weg, den wir gehen müssen. Wenn dieses Team so verteidigt, werden wir konkurrenzfähig sein und in jedem einzelnen Spiel kämpfen können. Wenn wir allerdings so auftreten wie in der ersten Halbzeit, ohne defensive Intensität, wird es sehr schwierig. Ich denke, die Mannschaft hat genau verstanden, was wir brauchen. Jetzt geht es darum, weiter hart zu arbeiten. Am kommenden Mittwoch steht bereits das nächste Spiel an. Deshalb müssen wir morgen regenerieren und dann sehr gut trainieren, um uns optimal vorzubereiten und diesen Weg fortzusetzen.“

Klaus Perwas (SKYLINERS): „Erst einmal Glückwunsch an Braunschweig und an Ramón. Wir haben es leider nicht geschafft, den Vorsprung, den wir uns herausgespielt hatten, weiter auszubauen und das Spiel am Ende konsequent zu Ende zu bringen. Dadurch mussten wir erneut in die Overtime. Ich glaube, das Spiel am Mittwoch hat noch etwas nachgewirkt – sowohl mental als auch physisch. Das hat man heute in den entscheidenden Momenten gesehen, in denen wir nicht mehr in der Lage waren, noch einen draufzusetzen. Am Ende ist es ein Basketballspiel, das wir verloren haben. Die Jungs haben gekämpft, Einsatz und Moral gezeigt. Für Unterhaltung sind wir immer gut, aber natürlich hatten wir uns diese Woche anders vorgestellt. Das müssen wir akzeptieren und annehmen – und dann schauen, dass wir gestärkt aus so einer Situation hervorgehen. Und ich bin überzeugt, dass wir das tun werden.“

Basketball Löwen: Worthy 7, N’Guessan 16 (10 Rebounds), Scuka 11 (5 Rebounds), Zylka 13 (5 Rebounds), Tomic, Ewelt, Holloway, Hartwich n.e., Kajami-Keane 14 (5 Assists), Sherfield 14 (6 Assists), Flanigan 4 (3 Assists), Shittu 11 (7 Rebounds, 4 Ballgewinne).

SKYLINERS: Johnson 11 (6 Assists), Swope 13 (5 Assists), Zeeb, Alleyne 3, Christmas 22, LeDee 14 (13 Rebounds), Caisin 2, Pape 7 (5 Rebounds), Knauf 3 (6 Rebounds), Hawkins 12.


Den Löwen-Sieg verpasst? Dyn zeigt ihn hier in der Wiederholung! 

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