Dass Luka Ščuka sein drittes Vertragsjahr bei unseren Basketball Löwen Braunschweig nicht erfüllen würde, stand bereits seit dem Sommer fest. Ursprünglich wollte der slowenische Forward ans College in die NCAA wechseln und stand dort auch unmittelbar vor dem Abschluss eines Vertrags. Dazu ist es jedoch nicht gekommen. Stattdessen hat Ščuka nun einen neuen Club in der spanischen ACB gefunden und schließt sich Kids&Us Manresa an. Mit dem Wechsel sind jetzt auch die vertraglichen Voraussetzungen für seinen vorzeitigen Abschied von den Löwen erfüllt: Dieser war an eine festgeschriebene Ablösesumme gekoppelt, die nun im Zuge seines neuen Engagements gezahlt wird. Über deren Höhe wurde Vertraulichkeit vereinbart.
Der vielseitige Forward schloss sich den Löwen im Sommer 2024 an und zeigte auf Anhieb, was für ein Talent in ihm steckt. Das war gleich in seinem ersten BBL-Spiel auswärts in Bamberg zu sehen. Luka Ščuka legte damals 26 Punkte sowie zehn Rebounds auf – und war damit der Garant für den ersten Sieg in der Saison 2024/25. Über die gesamte Spielzeit gesehen fehlte es dem damals 22-Jährigen ein wenig an Konstanz, wie er im Nachgang der Saison selbst sagte. Dennoch überzeugte er mit seinem Gesamtpaket von Athletik über den Wurf bis zum Rebound und war mit durchschnittlich 10,3 Punkten und 5,5 Rebounds ein wichtiger Faktor für die Erfolgssaison 2024/25, welche die Löwen nach dem Ende der Hauptrunde als Dritter abschlossen und in die Playoffs einzogen.
In seiner zweiten Saison im Löwentrikot hatte der slowenische Nationalspieler immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und fand deshalb schwerer in seinen Rhythmus. Dennoch kam der drittbeste Löwen-Rebounder in seinen 20 BBL-Einsätzen auf 9,2 Punkte und sechs gefangene Abpraller im Schnitt. Seine Saisonbestleistung zeigte Luka Ščuka Anfang des Jahres gegen den FC Bayern München als er mit 18 Punkten, sieben Rebounds, drei Assists und drei Steals ein komplettes Spiel ablieferte.
Wie es für den Forward nach der vergangenen Saison weitergehen würde, war lange offen. Denn das zunächst angestrebte Engagement in der NCAA hatte sich im September zerschlagen und bis zuletzt hatte der Slowene keinen neuen Club gefunden. „Luka hatte uns bereits im Sommer mitgeteilt, dass er nicht zu uns zurückkehren wird. Da sein vorzeitiger Ausstieg aus dem noch laufenden Vertrag allerdings an eine vertraglich vereinbarte Ablösesumme gekoppelt war, konnten wir seinen Abgang bislang noch nicht endgültig abschließen. Mit seinem Wechsel zu Manresa und der damit verbundenen Transfervereinbarung ist nun auch auf vertraglicher Seite Klarheit geschaffen. Wir freuen uns deshalb, dass dieser Vorgang jetzt abgeschlossen ist“, erklärt Nils Mittmann.
Und der Löwen-Geschäftsführer fährt fort: „Wir wünschen Luka, dass er in der starken spanischen ACB die Rolle bekommt, die er benötigt, um sein Potenzial zu zeigen und sich weiterzuentwickeln und dabei verletzungsfrei bleibt. Dafür drücken wir ihm fest die Daumen und danken ihm für die vergangenen zwei Jahre, in denen er unser Trikot getragen und tolle Leistungen gezeigt hat.“