Spielergebnis

87:93

Löwen gewinnen auch in Vechta

Löwen gewinnen auch in Vechta

05.10.
2026

Nach zwei Heimsiegen in Folge haben die Basketball Löwen Braunschweig nun auch auswärts gewonnen: Sie holten sich am Montagabend einen 93:87-Sieg bei RASTA Vechta. Mit dem dritten BBL-Sieg im dritten Spiel erwischen die Löwen den besten Saisonstart seit 24 Jahren (Quelle: easyCredit BBL). Ausschlaggebend für den Erfolg war dabei vor allem die Effizienz: Das Team von Headcoach Ramón Díaz traf 51 Prozent seiner Würfe aus dem Feld. Vechta nahm 15 Würfe mehr, traf aus dem Feld aber nur einmal häufiger als die Löwen. Bei denen konnten zudem alle zehn eingesetzten Spieler punkten – erneut eine starke Teamleistung, bei der Sheldon Edwards mit 16 Punkten zum Topscorer avancierte.

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Die Löwen fanden wie schon zuletzt schnell ihren offensiven Rhythmus und lagen nach drei Minuten mit 8:2 vorne. Ihren Anteil daran hatte auch die Verteidigung, denn die Hausherren mussten in dieser Phase häufig schwierige Abschlüsse nehmen. Gleichzeitig zeigte RASTA von Beginn an eine seiner großen Stärken: die Offensiv-Rebounds. Allein im ersten Viertel schnappten sich Tibor Pleiß und Co. neun Abpraller am offensiven Brett und gestalteten die Partie darüber wieder eng (13:12). An den Löwen kamen sie dennoch nicht vorbei, weil das Díaz-Team offensiv effizienter agierte und in engen Phasen immer wieder die passende Antwort fand. So auch zum Ende des ersten Viertels: Nach einem Dreier von Ferdi Zylka, einem Steal von Devin Askew und einem Dunk von Tajh Green zogen die Löwen auf sieben Punkte davon.

Vechta dominiert beim Offensiv-Rebound

Dieses Bild wiederholte sich im weiteren Spielverlauf noch einige Male. Die Löwen bauten ihre Führung zunächst auf 31:23 aus, bekamen die Offensiv-Rebounds der Gastgeber aber weiterhin nicht unter Kontrolle. Vechta nutzte seine zweiten Chancen zwar nicht besonders gut, war nach mehreren Braunschweiger Fehlern aber schnell wieder auf drei Punkte dran (34:31). Headcoach Ramón Díaz nahm eine Auszeit und dürfte insbesondere mit der Transition-Defense seines Teams in dieser Phase nicht zufrieden gewesen sein. Nach der Partie sagte er dazu: „Wir haben nicht mit der Identität gespielt, die wir auf dem Parkett zeigen wollen. Wir wollen eine Mannschaft sein, die mit einer Ganzfeldpresse spielt und versucht, den Gegner aus dem Konzept zu bringen.“ Das gelang in dieser Phase seltener.

Ramón Díaz war nicht immer mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden. Fotos: Christian Becker

Trotzdem präsentierten sich die jungen Löwen – inzwischen auch wieder mit dem nach auskurierter Verletzung zurückgekehrten Gian Aydinoglu – widerstandsfähig und fanden immer wieder Lösungen, um mit einer 43:35-Führung in die Halbzeit zu gehen. Nach der Pause entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch, in dem Vechta erneut herankam. Bis auf zwei Punkte schmolz der Vorsprung zusammen (54:52), weil die Trefferquote der Löwen etwas nachließ und Lloyd Pandi auf der anderen Seite immer mehr aufdrehte.

Doch wichtig in dieser Phase: Die Löwen bekamen die Offensiv-Rebounds von Vechta besser in den Griff – und wurden selbst am offensiven Brett stärker. Allein im dritten Viertel erzielten sie zwölf Punkte aus zweiten Chancen. Zwar hatte RASTA nach 30 Minuten bereits 20 Offensiv-Rebounds gesammelt, daraus aber lediglich elf Punkte gemacht. Die Löwen nutzten ihre Möglichkeiten wesentlich effektiver. So auch Sheldon Edwards, der nach einem Offensiv-Rebound von Chip Flanigan einen Dreier zum 59:52 versenkte und kurz darauf zum 63:54 nachlegte.

Löwen waren effektiver

Im Schlussviertel zogen die Löwen dann auf 15 Punkte davon (75:60). Sie agierten auf beiden Seiten des Feldes geschlossen und hatten sich diese Führung verdient. Doch Vechta gab sich nicht geschlagen und verkürzte, angeführt von Tibor Pleiß, noch einmal auf 80:75 aus Löwensicht. Genau in dieser Phase traf Ferdi Zylka einen ganz weiten und enorm wichtigen Dreier, ehe Dae-Dae Reaves zwei weitere Punkte zur Zehn-Punkte-Führung nachlegte (85:75, 38. Minute). RASTA kämpfte bis zum Schluss und traf noch zwei Dreier. Die Löwen blieben im Gegenzug aber „cool“ von der Freiwurflinie und machten damit den dritten BBL-Sieg im dritten Spiel perfekt.

Am Rande der Bande: Nachdem der zuletzt verletzte Gian Aydinoglu gegen Vechta aufs Parkett zurückkehrte, mussten die Löwen noch auf Eddy Edigin (Oberschenkel) und Romario Holloway (Knie) verzichten.

Die Trainerstimmen zum Spiel:

Ramón Díaz (Basketball Löwen Braunschweig): „Wir sind gut in die Saison gestartet und haben heute gewonnen, aber wir haben nicht gut gespielt. Wir haben nicht mit der Identität gespielt, die wir auf dem Parkett zeigen wollen. Wir wollen eine Mannschaft sein, die mit einer Ganzfeldpresse spielt und versucht, den Gegner aus dem Konzept zu bringen. Vor einem Monat galten wir laut Meinung vieler als die schlechteste Mannschaft der Liga und jetzt sind wir auch nicht die Beste. Wir haben hart gearbeitet, aber jetzt ist es an der Zeit, den Schalter umzulegen und so zu spielen, dass wir weitere Spiele gewinnen können. Ich freue mich über den Sieg und die aktuelle Tabellensituation, aber das reicht noch nicht.

Sicherlich sind wir gut drauf und haben heute in wichtigen Phasen schwierige Würfe getroffen. Bei Vechta war es genau umgekehrt: Sie hatten in der ersten Halbzeit freie Würfe, die sie nicht verwandelt haben. Aber es war natürlich superwichtig, dass wir die Antworten parat hatten, als Vechta zwei- oder dreimal herankam.“

Christian Held (RASTA Vechta): „Glückwunsch an Braunschweig! Bevor ich aufs Spiel eingehe, möchte ich noch sagen, dass ich es sehr wichtig finde, dass unser Klub und die Fans mit dem PINKTOBER gemeinsam auf eine ganz wichtige Sache aufmerksam gemacht haben. Das war eine gute Aktion! Zum Spiel: Die Effektivität hat den Unterschied gemacht. Wir hatten deutlich mehr Würfe, aber am Ende gewinnt die Mannschaft, die mehr Punkte macht. Wir haben es nicht geschafft, unsere Würfe zu treffen. Man merkt, dass wir uns unser Selbstvertrauen neu erarbeiten müssen. Nichtsdestotrotz, so blöd das klingen mag, denke ich, dass wir – zwar kleinteilig – hier und da einen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben. Wir haben deutlich mehr offene Würfe kreiert als in den Spielen zuvor. Aber wir müssen die dann eben auch treffen. Daran müssen wir arbeiten und uns so aus diesem Loch herausarbeiten.“

Basketball Löwen: Bangala 7 (8 Rebounds), Schröder 7 (6 Rebounds), Reaves 10, Aydinoglu 2, Askew 12 (5 Assists), Zylka 11 (5 Assists), Edwards 16, Laar n.e., Haase 6, Flanigan 7 (3 Assists), Green 15.

RASTA Vechta: Trice 10, Pandi 19 (6 Rebounds), Franklin 15, Hemschemeier 1, Edler-Davis 10 (5 Rebounds, 5 Assists), Lewis 2, Herkenhoff 5, Trettin 2, Pleiß 16 (10 Rebounds), Thiemann 2 (7 Rebounds), Weidemann 5 (5 Assists), Lanmüller.


Hier geht’s zur Wiederholung der Partie bei Dyn.

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