Im Saisonendspurt um den Klassenerhalt treten unsere Basketball Löwen Braunschweig am Freitagabend bei RASTA Vechta an (Tip-Off: 20:00 Uhr). Während die Löwen zuletzt zweimal in Folge gewonnen haben und im Aufwind sind, wartet mit Vechta ein Gegner in Topform: Die Gastgeber haben vier Spiele in Serie gewonnen und gehören aktuell zu den heißesten Teams der easyCredit BBL. Dyn überträgt live ab 19:45 Uhr – Johannes Hülstrung kommentiert die Partie.
Nach zuletzt drei Siegen aus vier Spielen lebt bei den Basketball Löwen Braunschweig die Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter. Bei noch vier ausstehenden Partien und einem Rückstand von zwei Siegen auf einen Nichtabstiegsplatz bleibt diese Mission jedoch eine große Herausforderung. Zumal die Löwen es nicht in eigener Hand haben und auf Schützenhilfe der direkten Konkurrenten angewiesen sind. Dennoch haben sie sich mit ihren Auftritten in den vergangenen Begegnungen – und insbesondere mit dem deutlichen 112:93-Erfolg über den SYNTAINICS MBC – ein Momentum erarbeitet.
Dabei überzeugte das Team von Ramón Díaz angeführt von Topscorer Bryant Crawford mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Fünf Spieler punkteten zweistellig, zudem standen 21 Assists zu Buche. Besonders auffällig war die Dreierquote von 62 Prozent – ein keineswegs alltäglicher Wert, der das gewachsene Selbstbewusstsein unterstreicht. „Die Jungs haben über die vergangenen Wochen offensiv immer besser harmoniert und können dann richtig gefährlich werden“, sagt Co-Trainer Ferried Naciri.

Tatsächlich erzielten die Löwen in den vergangenen drei Partien im Schnitt 96,7 Punkte und stellten damit ihr Offensivpotenzial eindrucksvoll unter Beweis. Bryant Crawford ragte mit durchschnittlich 21,3 Punkten und fünf Assists heraus. Doch auch insgesamt funktioniert das Angriffsspiel als Team deutlich besser, die Gefahr geht von mehreren Positionen aus: Neben Crawford zählen auch Kaza Kajami-Keane, David N’Guessan und Simi Shittu regelmäßig zu den zweistelligen Scorern. Beim Sieg in Jena führten zudem Ferdi Zylka und Joshua Obiesie die Offensive als Topscorer an.
Trotz der positiven Entwicklung im Angriff bleibt der Fokus des Trainerteams klar auf der Verteidigung. Und die wird im Duell mit RASTA Vechta besonders gefordert sein. Die Westniedersachsen haben acht ihrer letzten zehn Spiele gewonnen, sich auf einen Play-In-Platz vorgearbeitet und ihre Gegner zuletzt vor allem offensiv überrollt. So erzielten sie etwa beim Heimsieg am 11. April gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier 123 Punkte und kamen eine Woche zuvor beim Auswärtserfolg in Würzburg auf 103 Zähler.
Über die gesamte Saison hinweg erzielt Vechta durchschnittlich 89,2 Punkte pro Spiel und gehört damit zu den drei offensivstärksten Teams der Liga. Ligaweit führend ist die Mannschaft von Trainer Christian Held bei der Dreierquote: 37,7 Prozent der Distanzwürfe finden ihr Ziel. Insgesamt treffen sieben RASTA-Spieler ihre Dreier mit über 34 Prozent, darunter – inklusive des zuletzt verletzten Tibor Pleiß – vier Akteure sogar mit mehr als 40 Prozent.
Zu den gefährlichsten Schützen zählen Tevin Brown (15,8 Punkte pro Spiel), Tommy Kuhse (13,3) und Philipp Herkenhoff (8,1). Topscorer Alonzo Verge Jr. (18,2 Punkte; 6,5 Assists) sucht häufiger den Weg zum Korb, darf aber auch jenseits der Dreierlinie nicht stehengelassen werden. Trotz der Stärke von außen betont Naciri, dass Vechta viele Spiele in Korbnähe und an der Freiwurflinie entscheidet: „Sie haben Top-Guards, aber generell viele verschiedene Waffen.“ Beim jüngsten Erfolg in Hamburg war beispielsweise TJ Bamba mit 19 Punkten bester Scorer.
Am vergangenen Wochenende trafen die Löwen mit dem SYNTAINICS MBC ebenfalls auf eine offensivstarke Mannschaft und konnten sich durchsetzen. Dieses Selbstvertrauen gilt es nun mit nach Vechta zu nehmen. Das Hinspiel in dieser Saison entschieden Kapitän Chip Flanigan und Co. übrigens deutlich mit 98:77 für sich.