Nach Ulm-Sieg: Mit Rückenwind nach Bonn

Nach Ulm-Sieg: Mit Rückenwind nach Bonn

10.04.
2026

Nach dem eindrucksvollen und sehr wichtigen Sieg der Basketball Löwen Braunschweig am Ostersamstag gegen ratiopharm ulm startet die Mannschaft von Headcoach Ramón Díaz morgen in eine Auswärtstour mit zwei Spielen in fremden Hallen. Zunächst treten die Löwen am Sonntag beim Tabellenvierten Telekom Baskets Bonn an (Tip-Off: 15:00 Uhr, live bei Dyn), ehe zwei Tage später das Gastspiel bei Science City Jena folgt (14.04.2026, Tip-Off: 18:30 Uhr). „Unser Fokus liegt zu 100 Prozent auf Bonn – wir gehen von Spiel zu Spiel“, betont Díaz mit Blick auf den Auswärts-Doppelspieltag.


Nach zuvor sechs Niederlagen in Serie war der 77:67-Erfolg gegen Ulm ein dringend benötigtes Lebenszeichen im Abstiegskampf – und zugleich ein Mutmacher für die kommenden Aufgaben. Dafür gibt es mehrere Gründe: Erstens haben die Löwen es geschafft, einem Top-Team mit ihrer guten Verteidigung den Zahn zu ziehen. Die Ulmer kamen in der zweiten Halbzeit nur auf 27 Punkte, was dies verdeutlicht. Zweitens ist es der Díaz-Mannschaft gelungen, über ein komplettes Spiel ein gutes spielerisches Level zu halten. Und drittens entschieden die Löwen auch das Rebound-Duell für sich. Diese drei Punkte „Verteidigung, Konstanz und Rebounding“ waren in den vergangenen Wochen und Monaten Sorgenkinder der Löwen, die sie gegen Ulm im Griff hatten. „Wir haben 40 Minuten lang solide gespielt, was Verteidigung, Körperlichkeit und Intensität angeht“, blickt Ramón Díaz auf den Sieg zurück und sagt weiter: „Wir haben gezeigt, dass wir auf diesem Niveau spielen können.“

Bonn forciert die meisten Ballverluste
Jeff Garrett hat sich in den vergangenen Wochen in starker Form präsentiert. Foto: Harry Langer

Der Spanier erhofft sich, dass die Art und Weise des Erfolges seinem Team einen Push gibt. Im Training habe er sofort eine andere Energie und Motivation gespürt. „Ein Sieg kann vieles verändern, vor allem in Sachen Mentalität. Die Jungs haben gesehen, dass sie nicht nur mithalten, sondern auch gegen ein Top-Team gewinnen können. Und wir brauchen diesen Glauben an uns für die kommenden Spiele, die alle wie Endspiele für uns sind.“ Mit entsprechendem Fokus gehen die Löwen in die Partie bei den Telekom Baskets. Laut Díaz werden dabei der gleiche Einsatz, Willen und vor allem auch die gleiche defensive Intensität nötig sein wie gegen Ulm. „An erster Stelle steht die Verteidigung“, macht der Löwen-Headcoach klar, auch um der Identität entsprechend aus der Defense heraus schnell nach vorne zu spielen. Denn im Halbfeld dürfte es gegen die Bonner, gegen die die Löwen in der Hinrunde mit 89:80 gewonnen haben, eher schwierig werden. Ihre Verteidigung gehört zu den besten der Liga und lässt nur 79,5 gegnerische Punkte im Schnitt zu. Hinzukommend ist der Tabellenvierte auch bei den Ballgewinnen (8,1 SpS) unter den Top 4-Teams und zwingt den Gegner zu 16 Turnovers pro Spiel – das ist Ligabestwert.

Löwen sind beim Rebound gefordert

Am offensiven Ende haben die Telekom Baskets fünf Spieler in ihren Reihen, die zweistellig punkten. Dazu gehören Topscorer Alijah Comithier (13,4 PpS), Forward Jeff Garrett (13,3 PpS), der nachverpflichtete Jalen Finch (12,3 PpS), sowie der aktuell verletzte Tylan Birts (12,3 PpS) und Point Guard Grayson Murphy (11,1 PpS), der zudem starke 6,6 Assists im Schnitt verteilt. Während die Bonner gut aus dem Zweierbereich treffen (55,7 Prozent), ist ihre Dreierquote mit knapp 27 Prozent die schwächste in der BBL. Dafür greift sich die Mannschaft von Headcoach Marko Stankovic mit den physischen Big Men um Mike Kessens und Garrett starke 14,8 Offensiv-Rebounds pro Spiel und erarbeitet sich folglich viele zweite Chancen.

Entsprechend wird es für die Löwen erneut entscheidend sein, beim Rebounding dagegenzuhalten – ähnlich wie zuletzt gegen Ulm. Dort überzeugten vor allem David N’Guessan, Simi Shittu, Josh Hawley und Benny Schröder, die zusammen 33 Rebounds einsammelten, davon 25 am defensiven Brett. „Wir haben die Fähigkeiten dazu, müssen aber konsequenter ausboxen und unsere körperliche Präsenz noch besser nutzen“, fordert Díaz für das Spiel gegen die Baskets, die zuletzt auswärts in Chemnitz und deutlich zu Hause gegen Heidelberg gewonnen haben.

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