Löwen sind in Rostock bei den SEAWOLVES gefordert

Löwen sind in Rostock bei den SEAWOLVES gefordert

31.03.
2026

Zwischen der vergangenen Heimspiel-Niederlage gegen ALBA BERLIN und der nächsten Partie vor den eigenen Fans am Samstag gegen den amtierenden Vizemeister ratiopharm ulm (Tip-Off: 18:30 Uhr – Tickets) geht es für unsere Basketball Löwen Braunschweig heute in den hohen Norden. Dort trifft die Mannschaft von Headcoach Ramón Díaz morgen Abend (Tip-Off: 18:30 Uhr) auf die ROSTOCK SEAWOLVES. Dyn überträgt die Begegnung live ab 18:15 Uhr, Heiko Schaffartzik ist Kommentator.


Die deutliche Niederlage gegen ALBA BERLIN ist zwei Tage her. Als Tabellenletzter gegen den Tabellenzweiten zu verlieren, ist keine Schande. Doch das Wie schmerzte. Die Löwen hatten sich zwei Wochen lang intensiv auf diese Begegnung vorbereitet und auch das vorangegangene spielfreie Wochenende genutzt, um an ihren Defiziten zu arbeiten. Das zeigte sich über weite Strecken der ersten Halbzeit, in der die Löwen rund 18 Minuten auf Augenhöhe agierten. Dann folgte ein 0:10-Lauf – und ein Rückfall in Muster, die sich in dieser Saison häufiger gezeigt haben. Die Mannschaft verlor den Anschluss und ihre Energie. Hinzu kam eine nachlassende defensive Stabilität, was 33 Punkte im Schlussviertel unterstreichen. Gerade in einer Phase, in der jeder Sieg im Kampf um den Klassenerhalt zählt, ist das schwer zu verdauen. „Wir haben vor dem Spiel hart gearbeitet und gesehen, wie sich die Jungs verbessert haben. Aber besser zu werden bedeutet nicht, dass wir das Ziel erreicht haben“, sagt Assistant Coach Keith Thomas.

Rostock hat zuletzt dreimal in Folge verloren
Joshua Obiesie war im Hinspiel Topscorer mit 20 Punkten. Foto: Christian Schlüter

Und dem ist bewusst, dass die Ausgangslage anspruchsvoll bleibt: Neun Spiele stehen noch an, die Taktung ist eng – und als 18. der easyCredit BBL beträgt der Rückstand auf den rettenden 16. Platz fünf Siege. Umso klarer ist die Aufgabe. „Wir Coaches dürfen uns nicht zu lange mit guten Ansätzen zufriedengeben. Gut ist offensichtlich nicht gut genug. Wir müssen noch klarer und konsequenter einfordern, was wirklich nötig ist – und die Spieler müssen erkennen, dass auch von ihrer Seite mehr kommen muss. Eins ist klar: So, wie es aktuell läuft, reicht es nicht“, bringt Thomas es auf den Punkt.

Die Gelegenheit, eine Reaktion und Leistungssteigerung zu zeigen, bietet sich bereits morgen auswärts bei den ROSTOCK SEAWOLVES. Die Gastgeber standen bis vor Kurzem noch auf einem Playoff-Platz, haben zuletzt jedoch drei BBL-Spiele in Folge verloren und sind nach der 74:97-Niederlage bei den SKYLINERS auf Rang neun abgerutscht. In der engen Liga (siehe Tabellenrechner) wollen sie entsprechend reagieren und ihren Play-In-Platz verteidigen. Angeführt wird die beste Reboundmannschaft der easyCredit BBL (41,0 RpS) von Ex-Löwe und Topscorer TJ Crockett Jr. (16,5 PpS). Auch Routiniers wie DeAndre Lansdowne (9,4 PpS, 4,1 ApS), Owen Klassen (8,0 RpS) sowie der verletzte Robin Amaize und Kapitän Sid-Marlon Theis haben eine Braunschweiger Vergangenheit. Die SEAWOLVES sind generell ein erfahrenes, physisches Team mit guter Verteidigung. Defensiv setzen sie aber andere Schwerpunkte als ALBA BERLIN, weshalb Keith Thomas davon ausgeht, dass die Löwen sich gute Offensivoptionen erspielen können.

„Müssen Physis steigern“

Das hatten sie auch gegen Berlin getan, allerdings sind viele der guten Würfe nicht gefallen. Insbesondere die Guards Kaza Kajami-Keane, Bryant Crawford und Joshua Obiesie trafen zusammen nur fünf ihrer 30 Würfe. Für Crawford war es das BBL-Debüt, das er sich persönlich sicherlich anders vorgestellt hat. „Aber ich glaube, das Spiel war ideal für ihn, um zu sehen, wie physisch und taktisch in der BBL gespielt wird. Er kann Rückschläge wegstecken und hat die richtige mentale Einstellung wie auch die Fähigkeit, das Spiel zu lesen. Jetzt muss er seinen Rhythmus finden“, sagt Thomas über den letzten Löwen-Neuzugang, mit dem er befreundet ist.

Der größere Ansatzpunkt bleibt jedoch die Defensive. „Wir haben zu viele einfache Punkte zugelassen, insbesondere Korbleger ohne Gegenwehr, und ihnen zusätzlich 29 Freiwürfe geschenkt“, klagte Ramón Díaz nach der Niederlage gegen ALBA. Ob es Konzentration, Konstanz oder Abstimmung ist – hier müssen die Löwen schnell Fortschritte erzielen, um Spiele für sich zu entscheiden. „Außerdem müssen wir unsere Physis steigern. So wie wir es im Hinrundenspiel gegen Rostock getan haben“, sagt Keith Thomas. Das haben die Löwen übrigens deutlich mit 92:71 gewonnen.

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