Spielergebnis

82:87

Löwen unterliegen Würzburg in der Schlussphase

Löwen unterliegen Würzburg in der Schlussphase

18.02.
2026

Nach dem wichtigen Overtime-Sieg in Frankfurt haben unsere Basketball Löwen Braunschweig am Mittwochabend beim Heim-Debüt ihres neuen Cheftrainers Ramón Díaz über weite Strecken eine sehr gute Leistung gezeigt und lange am Sieg gegen den Favoriten geschnuppert. In der 38. Minute lagen die Löwen mit 80:76 gegen den Tabellenvierten Fitness First Würzburg Baskets vorne. Doch in der anfangs sehr rasanten und dann intensiver werdenden Partie hatten die Gäste um ihr Top-Guard-Trio Carr, Ivey sowie Mintz am Ende mehr Körner und entschieden das Spiel in den letzten zwei Minuten für sich. „Am Ende waren wir sehr müde und konnten nicht den Basketball umsetzen, den wir spielen wollen“, sagte Díaz über die 82:87-Niederlage (48:44), in der Löwen-Center Simi Shittu mit 27 Punkten und zwölf Rebounds überragte.


Die Gäste machten von Beginn an viel Druck am Ball, aber die Löwen beantworteten das mit guter und schneller Ballbewegung, aus der offene Würfe resultierten. Vor allem die beiden Kanadier Kaza Kajami-Keane und Würzburgs Marcus Carr lieferten sich früh ein intensives Duell, in dem der Löwen-Guard zunächst die Nase vorne hatte. Kajami-Keane kam nach zehn Minuten bereits auf acht Punkte und zwei Assists, während Carr bei zwei Punkten und drei Vorlagen stand. Zudem forcierten die Löwen das schnelle Umschaltspiel – ein Stopp mit anschließendem Fastbreak krönte Kajami-Keane mit einem Dreier. Der war Teil eines 9:0-Laufs zur verdienten 21:10-Führung, ehe Würzburgs Headcoach Saša Filipovski mit einer Auszeit reagierte. Sein Team antwortete mit einem 10:0-Run und blieb dank starker Dreierquote sowie Punkten aus zweiten Chancen dran.

Hohes Tempo und enges Spiel
Simi Shittu war nicht von Würzburg zu kontrollieren. Fotos: Christian Schlüter

Dennoch behielten die Löwen nach dem ersten Viertel die Führung (27:23), weil sie hochprozentig aus dem Zweierbereich trafen und mit viel Energie agierten. Und das Tempo blieb hoch, die Partie entwickelte sich zu einem schnellen Hin und Her. Dabei drückten zwei Spieler dem Spiel zunehmend ihren Stempel auf: Center Simi Shittu auf Löwen-Seite sowie Guard Brae Ivey bei den Gästen. Während der insgesamt herausragende Shittu bis zur Halbzeit 13 Punke verbuchte, erzielte Ivey im zweiten Abschnitt elf Zähler und brachte Würzburg nahezu im Alleingang heran. Beim Stand von 37:37 (15. Minute) war die rasante und gute Partie völlig offen. Beide Teams schenkten sich wenig, die Gäste trafen nun etwas besser, gingen drei Minuten vor der Pause erstmals in Führung (41:42). Die Löwen konterten jedoch stark und sorgten mit zwei Dreiern von Ferdi Zylka und Adrian Worthy für das 48:44 zur Pause.

Defensiv hatte das Díaz-Team bis dahin vieles richtig gemacht: die beiden Würzburger Topscorer Marcus Carr und Davion Mintz standen zusammen bei lediglich zehn Punkten. Im dritten Viertel wurde Carr aber offensiv aggressiver, zudem legten die Gäste defensiv zu. Die Löwen hielten weiterhin mit viel Einsatz dagegen und führten in der 25. Minute mit 57:52 – auch dank einer wachsenden Rebound-Überlegenheit und mehreren Punkten aus zweiten Chancen. Ein Manko gegen den zunehmenden Würzburger Druck waren allerdings die Ballverluste, von denen sich fünf einschlichen. So blieb die intensive Partie eng, aber der Kampf der Löwen war zu sehen. Ein Beispiel dafür: David N’Guessan konnte zwar nicht an seine starken Leistungen der Vorwochen anknüpfen, setzte aber mit einem spektakulären Block ein Highlight. Nach 30 Minuten lagen die Löwen weiterhin vorne (67:64).

Entscheidung in den letzten zwei Minuten

Beiden Teams war das hohe Tempo aber anzumerken, die Löwen verloren zunehmend an Physis und das Spiel wurde ungenauer. Dennoch behaupteten sie noch angeführt von Simi Shittu ihren Vorsprung gegen einen nun auftrumpfenden Davion Mintz auf Gästeseite. Shittu erzielte 2:29 Minuten vor Schluss das 80:76, doch danach diktierten die Gäste das Geschehen. Das Guard-Trio Carr, Mintz und Ivey übernahm die Kontrolle und traf die entscheidenden Würfe. Der Dreier von Ivey zum 80:85 – 29 Sekunden vor dem Ende – besiegelte die Niederlage, weil bei den Löwen in den Schlussminuten vier Würfe in Folge nicht fallen wollten.

Die Trainerstimmen zum Spiel:

Ramón Díaz (Basketball Löwen Braunschweig): „Grundsätzlich haben wir ein gutes Spiel gemacht, vor allem in der ersten Halbzeit. Da haben wir nahezu alles umgesetzt, was wir in den letzten drei Tagen trainiert hatten. Wir haben versucht, in der Verteidigung aggressiv zu sein und die Transition voranzutreiben. Deshalb lagen wir im ersten Viertel mit vier Punkten in Führung und da haben wir guten Basketball gezeigt. Aber je länger das Spiel dauerte, desto mehr haben wir an Physis verloren. Am Ende waren wir sehr müde, hatten viele Ballverluste und konnten nicht den Basketball umsetzen, den wir spielen wollen. Die Botschaft ist für mich daher klar: Wir müssen noch härter trainieren und versuchen, das gute erste Viertel auf das gesamte Spiel zu übertragen.“

Sasa Filipovski (Fitness First Würzburg Baskets): „Das Spiel ist in der ersten Halbzeit nicht so gelaufen, wie wir es erwartet hatten und wie wir es wollten. Wir hatten Probleme, vor allem beim Rebounding und mit Shittu, der vor der Pause 13 Punkte gemacht und sechs Rebounds geholt hat. In der zweiten Halbzeit haben wir besser verteidigt, hatten aber immer noch Schwierigkeiten beim Rebound, deswegen konnten wir unsere Verteidigungssequenzen nicht immer gut beenden. Wir sind aber ruhig geblieben und haben bis zum Ende an den Sieg geglaubt. Dann ist es uns in den letzten beiden Minuten gelungen, das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Braunschweig spielt nach dem Trainerwechsel mit einer neuen Energie. Sie sind eine gute Mannschaft, die stark gespielt und auch hart gekämpft hat – Respekt dafür. Auswärtssiege sind immer wichtig, daher sind wir sehr zufrieden heute. Jetzt können wir uns ein paar Tage ausruhen, regenerieren und uns auf den sehr schwierigen Spielplan nach der Pause vorbereiten. Ich wünsche Braunschweig alles Gute. Außerdem vielen Dank an unsere Fans, die uns hier unterstützt haben.“

Basketball Löwen: Worthy 5, N’Guessan 2, Scuka 11 (10 Rebounds), Zylka 8, Tomic, Obiesie n.e., Ewelt n.e., Laar n.e., Kajami-Keane 11 (9 Assists), Sherfield 7 (3 Assists), Flanigan 11, Shittu 27 (12 Rebounds).

Fitness First Würzburg Baskets: Herzog 9, Saffer, Carr 18 (4 Assists), Mintz 15 (5 Assists), Ivey 24, Petric n.e., Skladanowski 6, Stove 5, Edigin Jr. 4, Thompson 2, Muenkat 4 (6 Rebounds, 3 Assists).


Die Partie verpasst? Hier geht’s zur Wiederholung bei Dyn.

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner