Löwen vor wichtigem Heimspiel gegen Science City Jena

Löwen vor wichtigem Heimspiel gegen Science City Jena

16.01.
2026

Unsere Basketball Löwen Braunschweig starten mit ihrem Heimspiel am Sonntag gegen Science City Jena in Wochen mit Schlüsselspielen. Die Partie – präsentiert von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig als „Sponsor of the Day“ – gegen den direkt über ihnen stehenden Tabellenfünfzehnten der easyCredit BBL beginnt um 15:00 Uhr – Tickets sind im Ticket-Onlineshop, in der Konzertkasse in den Schloss-Arkaden sowie über die Ticket-Hotline unter 040 319 747 69 52 erhältlich.


Die Tabellensituation verdeutlicht: Die Partie gegen den Aufsteiger aus Jena ist enorm wichtig – beide Mannschaften wollen unbedingt einen Sieg, um sich mehr Luft auf die letzten beiden Tabellenplätze zu verschaffen. Die Thüringer um ihren erfahrenen Headcoach Björn Harmsen haben aktuell einen Sieg mehr auf dem Konto als die Löwen, aber auch noch ein Spiel weniger bestritten. Zuletzt hatten die Gäste aber ebenso wie die Mannschaft von Headcoach Kostas Papazoglou ihre Mühe, Spiele zu gewinnen. Beide Teams haben von den letzten zehn Partien jeweils drei gewonnen, Jena hat allerdings im Dezember keinen einzigen Sieg geholt. Das gelang ihnen nach dem FIBA-Fenster (November) erstmals wieder Anfang Januar, als sie auswärts beim SYNTAINICS MBC triumphierten. Die Löwen hingegen holten im Dezember einen wichtigen Heimsieg über RASTA Vechta, zogen danach allerdings bei ALBA BERLIN, zu Hause gegen den FC Bayern München und als letztes bei ratiopharm ulm den Kürzeren. „Wir haben in diesen Partien gegen die drei besten Defensivmannschaften der BBL gespielt und solche Spiele sind sehr wichtig, um besser zu werden, die Herausforderung anzunehmen und die Mannschaft weiterzuentwickeln“, sagt Löwen-Assistant Coach Ferried Naciri mit Blick auf die kommende Saisonphase und baut dabei auf eine bessere Personaldecke.

Löwen und Jena zuletzt mit wenig Erfolgserlebnissen
Die Öffentliche Versicherung Braunschweig engagiert sich beim Heimspiel für den guten Zweck. In der Südkurve der Volkswagen Halle steht ein Korb bereit – für jeden getroffenen Wurf spendet die Öffentliche 10 € an den Weggefährten e. V. – die Elternhilfe zur Unterstützung tumorkranker Kinder in Braunschweig.

Im bisherigen Saisonverlauf konnten die Löwen in keiner Partie in voller Besetzung antreten und haben insbesondere auf den großen Positionen regelmäßig mit Ausfällen zu kämpfen. Vor allem die erneute langwierige Verletzung von Josh Hawley hat dazu geführt, dass die Löwen auf der Suche nach Verstärkung im Frontcourt sind. Aktuell laufen dazu Gespräche mit mehreren Kandidaten. Bei Jena ist im November auch ein wichtiger Akteur ausgefallen: Center Great Osobor verletzte sich während eines Länderspiels mit Spanien im Nationalmannschaftsfenster derart schwer, dass die Saison für ihn vorzeitig beendet ist. Ohne den Big Man, der bis zu diesem Zeitpunkt 16,1 Punkte erzielt hatte, verlor der Aufsteiger seinen Rhythmus und die bereits erwähnten Dezember-Spiele. Mittlerweile haben die Thüringer nach längerer Suche einen Ersatz gefunden und kürzlich den 2,11 Meter großen Center William McNair verpflichtet. Der hat ebenso wie der weitere, ganz frische Guard-Neuzugang Uchenna Iroegbu bei der Niederlage gegen die ROSTOCK SEAWOLVES sein Debüt gegeben. Da Jena in der vergangenen Woche zudem noch Ja’Von Franklin als Tryout-Spieler verkündet hat, verfügen sie aktuell über acht ausländische Spieler, von denen aber nur sechs eingesetzt werden können. „Dadurch haben sie intern einen hohen Wettbewerb und ein gutes Trainingsniveau“, sagt Ferried Naciri.

Gäste sind zweitbestes Team bei Offensiv-Rebounds

Der blickt auf eine Trainingswoche mit einigen fehlenden Spielern zurück, betont aber: „Wir arbeiten jeden Tag daran, das Beste aus uns herauszuholen. Insbesondere gestern war das Training sehr gut und darauf müssen wir bis Sonntag an jedem weiteren Trainingstag aufbauen und es dann im Spiel entsprechend umsetzen.“ Ein Fokus wird darauf liegen, mit den Pässen und Entscheidungen zielgerichteter zu sein. Denn die vielen Ballverluste in Ulm hatten elementaren Anteil an der Niederlage. Aber die Löwen werden auch bei der Rebound-Arbeit gefragt sein, da Jena sich ligaweit die zweitmeisten Offensiv-Rebounds schnappt (14,8). Hier geht vor allem Joe Wieskamp voran, der sich mit 1,98 Meter Körpergröße 2,8 Offensiv-Rebounds pro Spiel greift und ohnehin zweitbester Rebounder der BBL ist (8,5 RpS). Zudem legt der Forward mit NBA-Erfahrung 14,3 Punkte im Schnitt auf und dürfte sich ein spannendes Duell mit Luka Ščuka liefern, der in den vergangenen vier Spielen durchschnittlich 14 Punkte und 8,5 Rebounds auf seinem Konto verbucht hat. Topscorer von Jena ist aber Spielmacher Eric Washington (16,2 PpS; 4,9 Aps), zusätzlich präsentierte sich der physische Shooting Guard Keith Braxton Jr. zuletzt in starker Form (12,4 PpS; 5,4 RpS; 2,9 ApS). Ferried Naciri bescheinigt dem Gegner insgesamt eine gute Balance im Team, in dem auch die deutschen Spieler ihre Rollen kennen.

In Bezug auf die Relevanz des Spiels konnte der Belgier keinen erhöhten mentalen Druck bei der Mannschaft erkennen. Doch selbst wenn: „Wenn wir bisher einen gewissen Druck in bestimmten Spielen hatten, dann hat es die Mannschaft geschafft, diese zu gewinnen. Es gibt uns auch Selbstvertrauen, dass wir diese Spiele ziemlich deutlich gewonnen haben“, sagt der Belgier zuversichtlich.

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