Spielergebnis

93:77

93:77-Sieg: Löwen dominieren Chemnitz

93:77-Sieg: Löwen dominieren Chemnitz

14.03.
2021

„Ich bin so stolz auf meine junge Truppe“, sagte unser Headcoach Pete Strobl nach dem heutigen klaren und verdienten 93:77-Erfolg (50:40) über den Aufsteiger NINERS Chemnitz. Und das konnte Strobl auch zurecht sein. Seine Mannschaft hatte dem direkten Tabellennachbarn und FC Bayern-Besieger am Sonntagnachmittag mit einer ausgesprochen mannschaftsdienlichen sowie über weite Strecken verteidigungsstarken Leistung den Schneid abgekauft. Bereits im dritten Viertel lagen die Löwen aufgrund guter Ballbewegung, konsequentem Spiel nach innen und wacher Defense mit 20 Punkten vorne, ehe der Vorsprung im Schlussabschnitt noch einmal auf acht Zähler schrumpfte. Dann habe sein Team laut Strobl aber gut reagiert, wieder Ruhe ins Spiel gebracht und bis zum Schluss den eigenen Stil umgesetzt. Am Ende standen für seine Mannschaft 29 Assists, überragende 77 Prozent Trefferquote aus dem Zweierbereich und 22 zu großen Teilen forcierte gegnerische Ballverluste in der Statistik, in der zudem das starke Duo Arnas Velička und Karim Jallow (beide je 21 Punkte) als beste Löwen-Scorer hervorstach. Die Gäste, die am vergangenen Wochenende aus der Quarantäne gekommen und am Dienstag noch dezimiert gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg angetreten waren, konnten heute wieder aus dem Vollen schöpfen und hatten in George King ihren erfolgreichsten Punktesammler (20 Punkte).


Wie schon gegen die Münchener, versuchten unsere Löwen auch gegen Chemnitz unter den Korb zu gehen. Allerdings hielten die Gäste hier zunächst sehr physisch dagegen, weshalb für Schilling & Co. kaum ein Durchkommen war. Unser Team fand die Antwort darauf aber aus der Distanz: Es versenkte drei Dreier und setzte sich etwas ab (15:9, 6. Min.). Zwar konnten die NINERS zwischendurch noch einmal bis auf einen Zähler verkürzen, doch fanden der starke Arnas Velička (8 Punkte) und seine Kollegen über eine sehr gute Ballbewegung in den zweiten fünf Minuten dieses Viertels besser sowie erfolgreich den Mann unterm Korb und gingen mit einem 24:19 in den nächsten Spielabschnitt.

Karim Jallow konnte bei seinem Dunkversuch nur durch ein Foul gestoppt werden. Fotos: SoulClap Media

Da blieb das Strobl-Team am Drücker und Karim Jallow drehte auf. Von unserem Topscorer war im ersten Viertel noch nicht viel zu sehen, jetzt war er aber mit sieben Punkten in vier Minuten entscheidend daran beteiligt, dass unsere Löwen mit zehn Punkten in Führung gingen (34:24). Neben einer flüssigen sowie mannschaftsdienlichen Offensive stimmte aber auch die Defensive. Die machte den Gästen die Würfe sehr schwer und war in der ersten Halbzeit mit für neun NINERS-Ballverluste verantwortlich. Zudem dominierten die Löwen jetzt am Brett und versenkten hier starke 76 Prozent ihrer Würfe. Wenn Chemnitz mit 55-prozentiger Quote nicht so stark von der Dreierlinie getroffen hätte, dann wären die Löwen wohl schon eher deutlicher davongezogen. So ging es dennoch verdient mit 50:40 in die Halbzeitpause.

Wieder auf dem Parkett kam Chemnitz schnell auf fünf Zähler heran (50:45), allerdings hatten die NINERS nach wie vor sehr viele Ballverluste und wenig Rhythmus. Den hatten die Löwen ebenfalls ein wenig verloren, was auch mehrfach für das Spielgerät galt. Nur fand das Strobl-Team schneller ins Spiel zurück als ihr Gegner. In der Verteidigung bissen die jungen Wilden wieder richtig zu und drückten die Feldquote der Gäste, die in diesem Viertel nur zehn Punkte erzielten, von 54 Prozent zur Halbzeit auf 46 Prozent. Zudem spielten unsere Löwen im Angriff weiterhin sehr mannschaftsdienlich, trafen viele gute Entscheidungen und die Würfe bei 58 Prozent aus dem Feld. Daraus folgte die höchste Führung in diesem Spiel (66:46, 29. Minute) und schließlich ein komfortabler 17-Punkte-Vorsprung, mit dem unsere Löwen ins letzte Viertel gingen.

In das startete die Strobl-Truppe ziemlich fahrig mit vier Ballverlusten, Chemnitz kam dadurch auf zehn Punkte heran. „Wir waren ein bisschen nervös, haben Kleinigkeiten falsch gemacht, hatten Ballverluste, aber wir haben uns zurückgekämpft“, so unser Headcoach, dessen Team auf seine zweite Auszeit binnen drei Minuten eine Reaktion zeigte. Jallow und Martin Peterka trafen je per Dreier zum 73:57. Und als die NINERS zwei Minuten später auf acht Zähler herangekommen waren, war zuerst Lukas Wank mit einem Korb zur Stelle, bevor Velička acht Punkte folgen ließ und den Deckel draufmachte.

Trainerstimmen zum Spiel:

Pete Strobl (Basketball Löwen): „Ich bin so stolz auf meine junge Truppe. Wir haben so viele Spiele hintereinander. Und wir haben schon Druck, wenn wir wissen, dass wir eine Chance haben zu gewinnen. Ich bin sehr stolz, wie wir uns als Mannschaft entwickelt haben. Wir sind noch nie mit so einem Vorsprung ins letzte Viertel gegangen. Wir waren dann ein bisschen nervös, haben Kleinigkeiten falsch gemacht, hatten Ballverluste, aber wir haben uns zurück gekämpft. Wir haben wieder Ruhe ins Spiel gebracht und dann bis zum Schluss unseren Stil umgesetzt. Wir haben dann den Ball insgesamt gut bewegt und versucht, ihn rein zu den Innenspielern zu geben.“

Rodrigo Pastore (NINERS Chemnitz): „Gratulation an Pete Strobl und seine Mannschaft zum sehr verdienten Sieg. Braunschweig war klar die bessere Mannschaft. Sie hatten die Intensität und den Rhythmus, der uns gefehlt hat. Ich bin froh, dass bei uns Spieler zurückkommen. Sie müssen jetzt aber wieder in Form kommen, ihren Rhythmus finden und wir müssen weiter Teambasketball spielen. Wir haben das einmal geschafft, dann schaffen wir das auch nochmal. Es nicht einfach, aus der Quarantäne zu kommen und zu spielen. Aber ich danke meinen Spielern für ihren Einsatz. Wir haben es heute versucht und im 4. Viertel gab es den Moment, in dem wir das Spiel mit einem Lauf fast nochmal spannend gemacht hätten, aber Braunschweig war heute zu gut für uns.“

Basketball Löwen: Wank 7, Watkins n.e., Zeeb 3, van Slooten 5 (4 Ballgewinne), Robinson 5 (6 Assists), Göttsche, Peterka 9, Roosch n.e., Velička 21 (5 Rebounds, 7 Assists), Schilling 14 (7 Rebounds), Jallow 21 (7 Assists), Turudic 8. 

NINERS Chemnitz: Harris 16, Ziegenhagen, Matthews, Figge n.e., Richter 5, Wimberg 5, Johnson, Mike 10 (4 Ballgewinne), Hoppe n.e., Thornton 9 (5 Assists), Williams 12 (9 Rebounds), King 20.

 

 

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