Sonntag: Auf den Tabellenführer München folgt der Ligadritte Bonn

Sonntag: Auf den Tabellenführer München folgt der Ligadritte Bonn

12.02.
2022

Das MagentaSport BBL Pokal TOP FOUR kommt in großen Schritten näher. Doch bevor unsere Löwen am 19./20. Februar in der Berliner Mercedes-Benz Arena um die Pokal-Trophäe kämpfen, gilt es sich voll und ganz auf die bevorstehenden hohen Hürden im easyCredit BBL-Wettbewerb zu konzentrieren. Nachdem die Löwen am vergangenen Wochenende gegen den Tabellenführer FC Bayern Basketball nach Verlängerung unterlegen waren, treffen sie am morgigen Sonntag zu Hause auf den Tabellendritten Telekom Baskets Bonn und müssen nur zwei Tage später (15.02.) auswärts beim Ligazweiten ratiopharm ulm ran. Das Heimspiel gegen Bonn beginnt um 15 Uhr und ist mit 500 erlaubten Zuschauern ausverkauft (live auf www.magentasport.de).


In der Vorbereitung auf die Bonn-Partie wurden die Löwen während der Woche mit einem positiven Corona-Test innerhalb des engen Mannschaftskreises konfrontiert. Aufgrund der engmaschigen Testungen wurde die Infektion in einem frühen Stadium mit sehr niedrigem Ansteckungswert erkannt und die betreffende Person umgehend von der restlichen Mannschaft isoliert. Erfreulicherweise sind bei der infizierten und sich in Quarantäne befindenden Person bislang keinerlei Symptome aufgetreten, zudem sind die PCR-Tests – es waren seitdem zwei weitere Testungen – aller weiteren Teammitglieder negativ ausgefallen. Somit galt die Konzentration schnell wieder den Telekom Baskets Bonn, auf die man erst Ende des letzten Jahres getroffen war.

Hinspiel endete nach Löwen-Aufholjagd mit einem Bonner Sieg

Die Erinnerungen an die 83:89-Niederlage vom 29. Dezember tun aus einem bestimmten Grund besonders weh: Kapitän Robin Amaize zog sich in dieser Begegnung seine schwere Knieverletzung zu, die gleichbedeutend mit seinem vorzeitigen Saisonende war. Hinzukommend hatten die Löwen laut Headcoach Jesús Ramírez „in der ersten Halbzeit viele dumme Fehler gemacht“, zu denen zählten auch neun größtenteils unnötige Ballverluste und neun gegnerische Offensiv-Rebounds. Die Folge gegen die sehr offensivstarken Bonner war ein 17-Punkte-Rückstand nach 13 Minuten. „In der ersten Halbzeit hat es uns an Energie gefehlt und da haben wir die zweiten Chancen des Gegners einfach nicht gut genug verhindert. Das haben wir in der zweiten Hälfte deutlich besser gemacht und hatten fast noch die Chance, zu gewinnen. Wenn wir über die kompletten 40 Minuten mit dem richtigen Einsatz spielen und von Beginn an da sind, dann können wir glaub ich jeden Gegner schlagen“, sagt David Krämer zuversichtlich.

Owen Klassen und Michael Kessens waren beide zuletzt sehr gut drauf und werden sich sicherlich ein spannendes Duell liefern. Fotos: wolterfoto.de

In Bonn hatte es damals trotz starker Aufholjagd zum 81:82 und nur 36 zugelassenen Punkten in der zweiten Halbzeit nicht mehr ganz gereicht. Allerdings mussten die Löwen ab der 31. Minute nicht nur auf Robin Amaize verzichten. Auch David Krämer fehlte ihnen in der Schlussphase aufgrund von fünf Fouls, zudem hatte sich Nicholas Tischler eine Platzwunde am Kopf zugezogen und konnte nicht mehr mitwirken. Auf der anderen Seite führten Jeremy Morgan (24 Punkte) und Parker Jackson-Cartwright – kurz „PJC“ – (16 Punkte, elf Assists) einmal mehr die Bonner an. Spielmacher „PJC“ kommt über die Saison gesehen auf 19,2 Punkte und 7,6 Assists pro Spiel (Ligabestwert) und zeigte sich in den vergangenen Wochen in überragender Form. In den letzten vier Spielen hat er 28,75 Punkte und sieben Assists im Schnitt aufgelegt – darunter waren sensationelle 40 Punkte, die er am 23. Januar beim 95:81-Sieg über Bamberg aufs Parkett zauberte. „Ihn kann man nur als Team verteidigen. Das war im Hinspiel unsere Devise und ist auch jetzt unser Konzept. Im Dezember hatten wir vor allem in der ersten Hälfte einen guten Job gegen ihn gemacht und ihn weitestgehend kontrolliert. Das werden wir auch dieses Mal probieren“, so Jesús Ramírez.

Löwen und Bonn: Im Scoring unter den Top3 der Liga

Neben „PJC“ geht auch reichlich Gefahr von den weiteren Iisalo-Schützlingen aus. So erzielt der zuletzt krankheitsbedingt fehlende Morgan 13,6 Punkte pro Spiel, während mit Skyler Bowlin (11,9 PpS; 44 Prozent Dreierquote) und Nationalmannschafts-Center Michael Kessens (11 PpS; 4,6 RpS) zwei weitere Spieler zweistellig punkten. Bester Rebounder des Teams ist Power Forward Justin Gorham (9,4 PpS; 6,0 RpS), der am 30. Januar beim Sieg über Oldenburg ein starkes Double-Double von 16 Punkten und 14 Rebounds beisteuerte. Darüber hinaus zeigten Javontae Hawkins (8,7 PpS) und Tyson Ward (7,0 PpS) zuletzt ansprechende Leistungen. So kam Ward beispielsweise im letzten Bonner Spiel gegen ALBA BERLIN (77:89) auf 18 Punkte. In dieser Partie spielte das Iisalo-Team nur mit einer Sieben-Mann-Rotation, da Jeremy Morgan (krank) und Leon Kratzer (6,2 PpS; 5,8 RpS – wurde geschont) fehlten und Skyler Bowlin nach einer Verletzung noch nicht wieder ins Spielgeschehen eingreifen konnte.

Von der grundsätzlichen Spielanlage beider Teams hat sich seit dem ersten Aufeinandertreffen nichts verändert. „Beide Mannschaften haben die gleiche Identität wie damals“, sagt Ramírez. So sind beide Teams nach wie vor sehr offensivstark: die Bonner (87,3) und Löwen (86,6) erzielen nach Crailsheim (87,9) die meisten Punkte. Darüber hinaus sind die Gäste weiterhin das beste Offensiv-Rebound Team in der BBL (13,7) und nehmen mit die meisten Dreier pro Spiel (31,7). Auf der anderen Seite zeichnet die Löwen damals wie heute ihr gutes Teamplay mit 20,9 Assists im Schnitt und ihre hohe Feldtrefferquote von 48,8 Prozent aus – das sind ligaweit jeweils die zweitbesten Werte.

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen