Schon wieder: Löwen müssen gegen Bamberg ran  

Schon wieder: Löwen müssen gegen Bamberg ran  

17.01.
2023

Nur vier Tage nach der schmerzhaften 83:85-Heimniederlage gegen Brose Bamberg treffen unsere Löwen im vorgezogenen Rückrundenspiel (18. Spieltag) gleich wieder auf die Oberfranken: Die Partie beim nunmehr seit vier easyCredit BBL-Spielen ungeschlagenen Tabellenneunten beginnt am morgigen Mittwochabend um 19 Uhr in der Brose Arena (live auf www.magentasport.de und in der Roots Sportsbar).


Die Löwen waren dem langersehnten Sieg am Samstag extrem nah und hatten gute Chancen, den Erfolg in der ausverkauften Volkswagen Halle gegen Brose Bamberg perfekt zu machen. Das Team von Headcoach Jesús Ramírez machte in dieser Partie vieles richtig. So verloren die Löwen in dieser Begegnung nur zehnmal den Ball und überzeugten bei der Rückkehr des starken David Krämer nach seiner überstandenen Verletzung mit gutem Mannschaftsspiel, was 21 Assists belegten. Aber die Löwen gewannen auch das Rebound-Duell und schnappten sich dabei starke 20 Offensiv-Rebounds. Insgesamt erarbeitete sich das Ramírez-Team in diesem Spiel neun Würfe mehr als der Gegner – zum Sieg reichte es nicht, auch wenn die Löwen den letzten Wurf hatten. Doch wollte dieser wie schon einige zuvor, als Hobbs und Co. Mitte des letzten Viertels mit fünf Punkten vorne lagen, nicht durch die Reuse rauschen. Bei den Gästen sah das anders aus. Die waren in der entscheidenden Phase vor allem durch ihren Topscorer Patrick Miller zur Stelle und hatten mit ihm die „Big Plays“ auf ihrer Seite.

Ziel: Bessere Eins-gegen-Eins-Verteidigung

Miller kam in diesem Spiel auf 23 Punkte, von denen er 21 in der zweiten Halbzeit erzielte. „Wir haben ihm in der ersten Halbzeit sein Tempo weggenommen. Aber in der zweiten Hälfte konnten wir ihn nicht mehr stoppen“, sagt Ramírez. Der Guard konnte sich immer wieder im Eins-gegen-Eins auf dem Weg zum Korb durchsetzen und zog insgesamt acht Fouls. Hier gilt es defensiv anzusetzen und nicht nur Miller aus seiner Komfortzone zu locken. Aber auch die fünf Bamberger „And-Ones“ (erfolgreicher Korb mit Foul) waren neben den vielen guten Dingen laut Ramírez ein Manko, der sich im kommenden Spiel zudem eine bessere Verbindung der neuen Spieler Dustin Sleva und Divine Myles mit dem Team erhofft. „Da war noch nicht alles stimmig, aber das ist auch nicht zu erwarten. Beide werden unser Spiel Stück für Stück mehr verinnerlichen“, so der Löwen-Headcoach. Und dem ist natürlich bewusst, dass nicht nur seine Mannschaft in diesem „Back-to-Back“-Spiel versuchen wird, einiges zu verbessern.

Im Kampf um den Rebound, vor allem am offensiven Brett, waren die Löwen im Hinspiel am Samstag stark. Fotos: Christian Schlüter

So waren Bambergs Cheftrainer Oren Amiel die vielen Braunschweiger Offensiv-Rebounds ein Dorn im Auge. „Das Rebounding hat uns in gewisser Weise gekillt und das ist nicht zu akzeptieren“, sagte er nach der Begegnung. Dementsprechend ist es auch nicht verwunderlich, dass genau dieser Punkt laut Bamberger Vorbericht Bestandteil ihrer vergangenen Video- und Trainingseinheiten war. Dafür waren die Trefferquoten der Oberfranken ordentlich – sie trafen 48 Prozent und das waren sieben Prozent mehr als bei den Löwen. Darunter waren eben auch die versenkten Würfe zum Ende des Spiels, die bei der Ramírez-Mannschaft nicht mehr fielen. Aber daran erkennt man auch den unterschiedlichen Status beider Teams. Während die Bamberger wettbewerbsübergreifend fünf Spiele in Folge (inklusive FIBA Europe Cup) und dadurch Selbstvertrauen gewonnen haben, stehen bei den Löwen neun Niederlagen hintereinander zu Buche und die erschweren vieles. „Wir sind mental nach den vielen Niederlagen in keiner einfachen Situation“, sagte Ramírez nach der Samstagspartie und gab gleich die Marschroute für das morgige Spiel aus: „Aber ich habe aber ein Team gesehen, das ich mag und wir werden am Mittwoch in Bamberg so hart wie möglich kämpfen.“

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