Samstag: Löwen treten bei erneut veränderten 46ers an

Samstag: Löwen treten bei erneut veränderten 46ers an

28.01.
2022

Es geht Schlag auf Schlag für unsere Löwen weiter. Nachdem sie am Dienstag auf heimischem Parkett gegen die EWE Baskets Oldenburg erfolgreich waren (94:78), treten sie morgen um 20:30 Uhr zum Rückspiel bei den JobStairs GIESSEN 46ers an. Die Gastgeber um den ehemaligen Braunschweiger Headcoach Pete Strobl haben von ihren vergangenen zehn Spielen nur zwei gewonnen. Darunter war allerdings auch der deutliche 100:73-Heimsieg am letzten Wochenende gegen das EuroCup-Team Hamburg Towers. Die Begegnung in der Sporthalle Gießen-Ost wird live ab 20:15 Uhr auf www.magentasport.de sowie in der Braunschweiger Roots Sportsbar übertragen.


Am 23. Dezember standen sich die Löwen (12. Platz, 14:20) und der aktuelle Tabellensechzehnte (8:26) zuletzt gegenüber, die damalige Begegnung endete knapp mit 71:69 zugunsten der Mannschaft von Jesús Ramírez. „Defensiv hatten wir ein gutes Spiel gemacht. Aber offensiv war es ein Desaster“, blickt der Löwen-Headcoach auf die Partie zurück. 20 Ballverluste und eine für die Löwen maue Feldtrefferquote von 41,3 Prozent untermauern diese Aussage. Allerdings verloren die 46ers, die damals erstmals mit dem nachverpflichteten Big Man JD Miller aufliefen, auch 17-mal den Ball und trafen sogar nur 33 Prozent aus dem Feld. Im zweiten Aufeinandertreffen ist also davon auszugehen, dass beide Teams sich offensiv steigern werden. Deshalb wird es noch mehr auf die Verteidigung ankommen. Da haben die Löwen nicht nur im Hinspiel gegen die 46ers, sondern laut Ramírez in den vergangenen Wochen generell einen Schritt in die richtige Richtung gemacht und werden daran anknüpfen müssen. Zwar gehören die Gießener mit 79,9 erzielten Punkten im Schnitt nicht zu den sonderlich offensivstarken BBL-Teams, verfügen aber über gute Eins-gegen-Eins-Spieler, die es zu stoppen gilt. „Außerdem sind sie über Schnellangriffe gefährlich, weshalb wir in der ,Transition Defense‘ aufpassen und in unserer Offensive sehr genau spielen müssen, um ihnen gar nicht erst viele Schnellangriff-Möglichkeiten zu bieten“, sagt der Löwen-Headcoach.

Tate und Bryant gingen, Laksa kam

Der macht vor allem 46ers-Topscorer Nuni Omot (13,7 PpS), Kendale McCullum (12,1 PpS) und T.J. Williams (10,6 PpS) als individuell starke Spieler aus, die auch das Scoring der Hessen anführen. Spielmacher McCullum ist allerdings nicht nur ein Scorer, sondern steuert ebenfalls 6,2 Assists pro Spiel bei. „Er ist im Gießener Kader der Spieler, der die meiste Zeit konstant spielt“, so Ramírez. Beim letzten Sieg über die Hamburg Towers war er mit 22 Punkten, zehn Rebounds, acht Assists, fünf Ballgewinnen und einer Effektivität von 35 der überragende Spieler auf dem Parkett. In dieser Partie überzeugte zudem Florian Koch mit 24 Zählern als Topscorer. Überhaupt ist der Small Forward in den vergangenen Wochen immer besser in Schwung gekommen, erhält mit knapp 19 Minuten im Schnitt die meisten deutschen Minuten im 46ers-Team und hat in den letzten sieben Spielen 15,1 Punkte im Schnitt erzielt (9,3 PpS). Der 29-Jährige ist vor allem ein starker Schütze von außen (43,3 Prozent), was ebenso für den jüngsten Gießener Neuzugang Martins Laksa gilt. „Laksa verleiht ihnen eine neue Dimension von der Dreierlinie“, sagt der Löwen-Headcoach über den lettischen Nationalspieler, der die Saison in Ungarn begonnen hatte und gegen Hamburg sein BBL-Debüt gab (6 Punkte).

Bei den Löwen erhalten die deutschen Spieler wie David Krämer und Luc van Slooten (Titelbild) ligaweit die meiste Einsatzzeit. Fotos: Christian Schlüter

Während die Löwen nach wie vor stark auf die Entwicklung junger sowie deutscher Spieler setzen und in der Hinrunde laut aktuellem BBL Halbzeit-Report 51 Prozent der Einsatzzeit an einheimische Spieler vergaben (Ligabestwert vor ALBA BERLIN 49,02 Prozent), bauen die Gießener deutlich mehr auf die Kontingentspieler und haben mit der Verpflichtung von Laksa wie schon zuvor sieben ausländische Spieler im Kader. Laut Regularien dürfen in einem BBL-Spiel allerdings nur sechs zum Einsatz kommen, womit einer immer pausieren muss. Im letzten Spiel traf es Kyan Anderson, der allerdings im Hinspiel gegen die Löwen mitwirkte. Definitiv nicht mehr dabei sind Jalen Tate und John Bryant. Die Hessen trennten sich zu Beginn des Monats von beiden Spielern, allerdings hat Bryant mit dem BBL-Konkurrenten SYNTAINICS MBC sofort einen neuen Club gefunden. „Gießen hat im bisherigen Saisonverlauf einige Kaderveränderungen vorgenommen, so auch zuletzt. Es kann sein, dass es etwas Zeit braucht, bis sie alle neuen Teile zusammengefügt haben. Aber das ist schwer einzuschätzen. Wir werden so oder so darauf vorbereitet sein müssen, dass sie mit viel Energie rauskommen und im Vergleich zum ersten Spiel auch härter spielen werden“, sagt Jesús Ramírez abschließend.

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