Pokalknaller: Löwen brauchen noch einen Sieg zum TOP FOUR

Pokalknaller: Löwen brauchen noch einen Sieg zum TOP FOUR

12.11.
2021

Es ist bereits ein Höhepunkt ihrer noch jungen Saison, wenn unsere Löwen morgen in der heimischen Volkswagen Halle auf die FRAPORT SKYLINERS treffen: Dann spielen beide Teams das MagentaSport BBL Pokal-Viertelfinale aus und der Sieger zieht in das TOP FOUR ein! Tip-Off dieser besonderen Partie ist um 18:00 Uhr, Tickets sind im Onlineshop sowie über die Ticket-Hotline unter 0531-7017288 und in der Konzertkasse Schloss-Arkaden erhältlich. Für Schüler:innen und Studierende gilt ein 5 Euro-Special in der Sitzplatzkategorie 4.


Es ist fast zehn Jahre her, dass den Braunschweiger Bundesliga-Basketballern das letzte Mal der Einzug ins TOP FOUR gelang. Damals – am 15. Februar 2012 – siegten sie in einem packenden Pokal-Viertelfinale nach Verlängerung auswärts bei ALBA BERLIN. Der anschließende Jubel nach diesem Coup kannte keine Grenzen, allerdings folgte gut einen Monat später im Halbfinale das Aus. Nur ein Jahr zuvor hatten die Löwen, die damals noch unter dem Namen New Yorker Phantoms aufliefen, sogar das Pokalfinale erreicht und waren dort den Bambergern unterlegen. Jetzt haben sie die große Chance, diese Braunschweiger Pokalgeschichte weiterzuschreiben und sich mit einem Sieg über die FRAPORT SKYLINERS endlich wieder für die Pokalendrunde zu qualifizieren und Ende Februar 2022 um den ersten Titel dieser Saison zu kämpfen.

Löwen verspüren positiven Druck

„Ich freue mich sehr auf das Spiel. Es ist etwas Besonderes, weil alles viel konzentrierter ist. Es ist nicht wie in einem normalen Saisonspiel, wo wir sagen können, wir lernen aus unseren Fehlern und machen es im nächsten Spiel besser. Diese Partie gibt uns nicht viel Raum für Fehler. Machen wir davon zu viele, scheiden wir wahrscheinlich aus. Das zusammen mit den Emotionen, die Pokalspiele wecken, macht die Partie speziell“, so Löwen-Headcoach Jesús Ramírez. Dennoch sei die grundsätzliche Vorbereitung auf diese Begegnung nicht anders als sonst. „Dass es ein Pokalspiel ist, ändert nichts an unserer normalen Routine“, sagt Kapitän Robin Amaize, der zuletzt mit dem FC Bayern den Pokal gewonnen hat und anschließend auf die Frage nach einem besonderen Druck in dieser Partie antwortet: „Es ist positiver Druck. Als Basketballer willst du spielen und wir haben durch das Erreichen des Viertelfinales ein Extraspiel. Das ist ein Privileg. Und wenn wir noch ein weiteres Spiel dazubekommen, dann freuen wir uns.“

„Tez“ Robertson erzielte im ersten Saisonspiel gegen die Löwen 29 Punkte. Foto: Julian Reckmann

Auch Jesús Ramírez bewertet den Druck als positiv. „Wir können etwas Besonderes erreichen, das ist doch toll“, so der Löwen-Headcoach – wohlwissend, dass der Weg dahin kein leichter wird. Zwar haben die Löwen die Frankfurter im ersten Spiel dieser BBL-Saison schon auswärts geschlagen (89:76), doch spiele das jetzt keine Rolle und man müsse das aus dem Kopf bekommen. „Beide Teams sind jetzt sechs Wochen weiter und haben sich in dieser Zeit entwickelt. Ich hoffe, wir werden besser sein als damals, weil sie es auch sind“, so Ramírez.

Frankfurt zuletzt mit steigender Formkurve

Das belegen auch die letzten beiden Auftritte der Frankfurter, die am 30. Oktober ihr erstes BBL-Spiel auswärts in Ulm gewannen (88:80) und vergangene Woche nur knapp Brose Bamberg (72:77) unterlegen waren. In der Partie gegen Ulm liefen die SKYLINERS erstmals mit ihrer Neuverpflichtung Will Cherry auf, der mittlerweile 30 Jahre alt ist und unter anderem schon für ALBA BERLIN gespielt hat. Cherry kommt nach zwei Spielen auf neun Zähler und ist mit fünf Assists im Schnitt bester Vorlagengeber der Frankfurter. „Er hat der Mannschaft in Ulm mit entscheidenden Aktionen am Ende zum Sieg verholfen“, so der Löwen-Headcoach über den Guard, der der jungen Frankfurter Mannschaft zusammen mit Routinier Quantez Robertson Stabilität und Führung geben soll. Der 36-jährige Robertson hatte sich allerdings vor einigen Wochen verletzt und musste zuletzt pausieren. Ob er im Pokalspiel wieder auf dem Parkett steht, ist noch offen. „Wir gehen davon aus, dass er wieder dabei ist und wenn das der Fall ist, dann sind wir auf einen Tez Robertson vorbereitet, der so spielt wie in unserem ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison“, sagt Ramírez. Damals erzielte der Routinier 29 Punkte, darunter waren sechs von zehn Dreier.

Hat im Spiel gegen Ulm entscheidende Impulse zum Sieg gegeben. Foto: Harry Langer

Insgesamt kam Robertson bis zu seiner Verletzung auf 17,5 Punkte pro Partie und führt die SKYLINERS damit als Topscorer an. Mit dem 22 Jahre alten und athletischen Guard Brancou Badio (13,0 PpS) und dem wurfstarken Power Forward Rasheed Moore (10,1 PpS, 44% Dreierquote) folgen ihm zwei Spieler mit zweistelliger Punkteausbeute. Alle weiteren Frankfurter Akteure liegen unter dieser Marke. Neben Cherry ist das vor allem die junge deutsche Garde um Len Schoormann (8,0 PpS), Lorenz Brenneke (6,1 PpS / 5,6 RpS), Jordan Samare (5,5 PpS) und Lukas Wank (4,4 PpS) ein. Der Ex-Löwe Wank hatte einen schwierigen Saisonstart, allerdings zeigte seine Formkurve zuletzt nach oben: Bei der jüngsten Niederlage gegen Brose Bamberg  erzielte der Guard elf Punkte.

„Wir müssen auf eine starke Frankfurter Mannschaft vorbereitet sein. Sie haben zuletzt beim Sieg in Ulm 15 Dreier getroffen und dort gewonnen. Und wir wissen, wie schwer es für uns gegen Ulm war. Grundsätzlich müssen wir aber auf uns selbst gucken, selbstbewusst agieren und unseren Basketball spielen. Wenn uns das gelingt, dann bin ich sehr zuversichtlich, dass wir nach dem Spiel alle sehr glücklich sein werden und wir die Braunschweiger Pokalgeschichte weiterschreiben können“, so der Löwen-Headcoach abschließend.

Titelfoto: Christian Schlüter

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