Nächstes Niedersachsen-Duell: Löwen zu Gast bei Donnervögeln

Nächstes Niedersachsen-Duell: Löwen zu Gast bei Donnervögeln

08.04.
2022

Nach dem Derbysieg gegen die BG Göttingen ist vor dem nächsten Niedersachsen-Duell gegen die EWE Baskets Oldenburg (20:36). Dort treten unsere Löwen (20:32) morgen Abend um 20.30 Uhr (live auf www.magentasport.de  und in der Roots Sportsbar) an und wollen bei den „wiederbelebten“ Donnervögeln, die als Fünfzehnter mittlerweile acht Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz haben, Saisonsieg Nummer elf holen.


Ein einfaches Unterfangen wird das aber nicht, treffen sie mit den EWE Baskets Oldenburg doch auf ein Team, das seit Anfang Februar von Ingo Freyer als Headcoach geführt wird und seitdem acht von zwölf Partien gewonnen hat. Vor den eigenen Fans gab es während der letzten zwei Monate nur eine Niederlage gegen medi bayreuth. Zuletzt feierten die Oldenburger gegen den stark ersatzgeschwächt angetretenen FC Bayern München einen deutlichen 106:75-Erfolg, der gleichbedeutend mit dem fünften Sieg aus den letzten sechs Partien war. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die EWE Baskets mit Ingo Freyer an der Seitenlinie in ihrem Auftreten kaum noch mit dem Team zu vergleichen sind, das am 25. Januar als damaliger Tabellenletzter deutlich mit 78:94 bei den Löwen verloren hatte. „Der Kader funktioniert nahezu perfekt mit der Spielphilosophie von Ingo Freyer“, sagt Löwen-Headcoach Jesús Ramírez und spricht damit das schnelle Spiel mit frühen Abschlüssen an, für das Freyer schon bei seinen vorherigen Stationen bekannt war. Mit durchschnittlich 67,7 Würfen pro Partie – das sind seit der Freyer-Übernahme im Schnitt drei Würfe mehr – nehmen die Oldenburger ligaweit die zweitmeisten Würfe. Dazu tragen aber auch ihr Verteidigungsdruck und daraus resultierende 8,3 Ballgewinne bei, aus denen die Baskets oft mittels Schnellangriff erfolgreich sind.

Heidegger, Michalak und Legende Paulding sind Oldenburger Topscorer
Oldenburg nimmt die zweitmeisten Würfe (67,7), auf das Konto von Topscorer Max Heidegger gehen dabei 14,8 Wurfversuche im Schnitt. Foto: Michael Schepp

Dabei nimmt der Oldenburger Topscorer Max Heidegger gerne das Heft in die Hand. Der Guard verbucht die mit Abstand meisten Wurfversuche (14,8) seiner Mannschaft auf seinem Konto, die ihn zu 19,1 Punkten pro Spiel führen. Die nächstbesten Punktesammler um Guard Michal Michalak (13 PpS) und die Oldenburger Legende Rickey Paulding (12,4 PpS) nehmen im Schnitt fünf Würfe weniger. Paulding, der seine letzte BBL-Saison bestreitet, spielt unter Freyer zwar etwas weniger, aber dafür effektiv: In den letzten fünf Partien erzielte er durchschnittlich 16,2 Punkte. Die meisten Rebounds des Teams greift Center Tai Odiase ab (9,9 PpS; 5,3 RpS), der nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Martin Breunig mit Reggie Lynch noch einen neuen Kollegen auf der Position fünf bekommen hat. Viel defensive wie auch offensive Energie geht zudem von Spielmacher Phil Pressey aus: Er ist innerhalb seiner Mannschaft bei den Steals (1,8) und Assists (5,4) führend und erzielt obendrein 8,5 Punkte pro Spiel.

„Transition“ der Oldenburger kontrollieren

„Die Qualität des Oldenburger Kaders ist nach wie vor sehr hoch. Sie spielen jetzt aber zusätzlich mit mehr Energie und Intensität“, sagt Jesús Ramírez. Das gilt es für seine Mannschaft zu matchen und gleichzeitig die „Transition“ des Gegners zu kontrollieren sowie im eigenen Angriff fokussiert zu agieren. „Wir spielen auch schnell und werden das nicht ändern. Aber wir müssen offensiv versuchen, eine gute Balance und die beste Wurfoption zu finden“, so der Löwen-Headcoach weiter. Das alles war seiner Mannschaft beim 101:64-Erfolg gegen Göttingen gut gelungen. Da waren die Löwen dem Gegner physisch überlegen und überzeugten mit einer guten Teamleistung, die durch 23 Assists und nur zehn Ballverluste gekrönt wurde. Hinzukommend konnten die Löwen in dieser Partie endlich wieder auf Tookie Brown zurückgreifen, der nach sechswöchiger Verletzungspause wieder zum Einsatz kam und in knapp 14 Minuten neun Punkte wie auch drei Assists beisteuerte. Durch den kompletten Kader konnte Ramírez die Spielzeiten gut verteilen und musste Brown wie auch David Krämer, der von einer Sprunggelenkverletzung zurückgekommen war, noch nicht zu sehr fordern. „Die Spielzeitverteilung hat dabei geholfen, unsere intensive Spielweise über 40 Minuten verfolgen zu können. Das hat die Mannschaft gut umgesetzt und sich den deutlichen Sieg absolut verdient. Aber ich habe ihr nach dem Spiel auch gesagt, dass es schön ist, so gewonnen zu haben. Wichtig wird aber sein, wie wir in den kommenden Partien reagieren und ob wir da wieder unsere Identität zeigen“, so der Löwen-Headcoach abschließend.

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