Nächste Herausforderung: Löwen reisen zum Spitzenreiter

Nächste Herausforderung: Löwen reisen zum Spitzenreiter

09.02.
2021

Diese zweite Woche im Februar 2021 hat es in sich für unsere Löwen! Vor dem Nationalmannschaftsfenster (15. bis 23. Februar) stehen für die Löwen gleich drei Auswärtspartien innerhalb von fünf Tagen auf dem Programm. Den Auftakt macht am Mittwoch (10. Februar, Tip-off: 19 Uhr, live auf MagentaSport) das Duell beim Tabellenführer der easyCredit Basketball Bundesliga, den MHP RIESEN Ludwigsburg. Das Team von Headcoach John Patrick surft aktuell auf einer Erfolgswelle und ist seit 13 Spielen ungeschlagen. Löwen-Coach Pete Strobl hingegen setzt wenige Tage nach der zweiten Quarantäne auf das gestiegene Selbstvertrauen seines Teams durch den überraschenden Sieg über ratiopharm ulm.


Dieser gelang den jungen Löwen mit einer kurzen Rotation, die am Mittwoch noch nicht um den litauischen Neuzugang Arnas Velicka verstärkt sein wird – auch der Einsatz von Bazoumana Koné ist fraglich (Rückenprobleme). Doch Anlass, positiv in diese intensive Woche zu gehen, gab der fünfte Saisonerfolg allemal: „Wir sind am Sonntag nicht als Team aufgetreten, sondern als Familie. Jeder hat auf den anderen aufgepasst, jeder ist für den anderen eingestanden. Obwohl viele Dinge gegen uns sprachen, haben wir nie den Glauben verloren und sind gemeinsam durch die schweren Phasen des Spiels gegangen. Das zeigt den Charakter der Spieler und die positive Entwicklung, die sie machen”, so Headcoach Strobl. War vor allem das Kapitäns-Duo Karim Jallow und Lukas Meisner das Epizentrum der Lobeshymnen, so war ein Rückkehrer der versteckte Held und X-Faktor: Lukas Wank. Über 30 Minuten vollen Einsatz und Leidenschaft gab er dem Team im ersten Spiel nach seiner Corona-Erkrankung – und mit dem Tip-In 45 Sekunden vor Ende den entscheidenden Impuls zum Sieg. „Es war nicht geplant, Lukas so lange spielen zu lassen, da er kein komplettes Teamtraining mitgemacht hatte. Doch er hat diesen unglaublichen Willen und Einsatz gezeigt, den es gebraucht hat”, erklärt Strobl.

Dennoch bremst der Löwen-Coach die Erwartungen nach dem Ulm-Erfolg: „Wir haben nichts erreicht, das uns nun für immer trägt. Wir kommen noch immer aus der Quarantäne und müssen uns in Ludwigsburg wieder neu beweisen.” Das wird nötig sein gegen das absolute Top-Team. Nur eine Niederlage weist das Punktekonto der Barockstädter aus – ein 70:93 am 3. Spieltag beim FC Bayern Basketball. Seitdem rollen die RIESEN durch die Liga, erst am vergangenen Wochenende gab es einen deutlichen Auswärtserfolg in Oldenburg (89:75). Da hatte der Größte in der ansonsten eher klein aufgestellten Mannschaft seinen großen Auftritt: Center Jonas Wohlfarth-Bottermann stellte mit 23 Punkten sein „Career High“ ein und sammelte zudem elf Rebounds. „Wobo” ist nach dem Abgang von Elias Harris zu Beginn dieses Jahres der einzig nominelle Center im Kader von John Patrick, der auch deshalb auf variable „Smallball“-Aufstellungen setzt. „Ludwigsburg spielt traditionell einen speziellen Stil mit Fokus auf einer physischen und aggressiven Verteidigung, die ihnen in der Offensive Layups und offene Dreier ermöglicht”, charakterisiert Strobl den Tabellenführer.

Absoluter Anführer im Patrick-Team ist Point Guard Jaleen Smith, der in Oldenburg die vollen 40 Minuten auf dem Court stand und als einer der MVP-Kandidaten gehandelt wird. Die Statistiken unterstreichen diesen Status: 17,1 Punkte pro Spiel, 6,5 Rebounds und 5,1 Assists sind absolute Topwerte. Dahinter bringt Guard Barry Brown Jr. in knapp 20 Minuten starke 14,4 Punkte im Schnitt von der Bank, der ligaerfahrene Jordan Hulls trägt 14,3 Zähler pro Spiel bei und zeigt sein gewohnt sanftes Händchen von „Downtown“ (47 Prozent). Mit unter zehn Punkten, aber nicht minder wichtig für das Teamgefüge sind die routinierten Defensivspezialisten Yorman Polas Bartolo (9,1 PpS) und Tremmell Darden (6,3 PpS). Neben dem genannten “Wobo” ergänzen die jungen RIESEN Lukas Herzog sowie die Trainer-Söhne Johannes und Jacob Patrick die Riege der deutschen Spieler. „Das ist ein sehr tief besetztes Team, mit vielen guten Stücken, die sich zu einem starken Gesamtwerk zusammensetzen. Nichtsdestotrotz werden wir wieder alles geben, was wir haben”, betont Löwen-Coach Strobl.

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