Mittwoch gegen ALBA: Löwen wollen Spitzenteam Paroli bieten

Mittwoch gegen ALBA: Löwen wollen Spitzenteam Paroli bieten

15.03.
2022

Nach der knapp verlorenen Samstagspartie bei den MLP Academics Heidelberg (78:81) stehen unsere Löwen bereits morgen wieder auf dem easyCredit BBL-Parkett. Dabei erwartet sie eine sehr hohe Hürde: Das #jungwildhungrige Team von Headcoach Jesús Ramírez tritt erstmals in dieser Saison gegen den frisch gebackenen Pokalsieger und Euroleague-Teilnehmer ALBA BERLIN an. Tip-Off der Auswärtspartie gegen das Spitzenteam ist um 20:30 Uhr (live auf www.magentasport.de)  in der Mercedes-Benz Arena. Löwen-Fans haben die Möglichkeit, die Partie in der Roots Sportsbar zu verfolgen und dabei zwei Tickets für das nächste Heimspiel zu gewinnen. 


Nachdem die Löwen vor der Partie am vergangenen Wochenende eine dreiwöchige Spielpause hatten, vergehen zwischen dieser letzten und der morgigen Begegnung in Berlin nur vier Tage. Das mag der Ramírez-Mannschaft aber dabei verhelfen, schneller wieder in den Spielfluss zu finden, der ihr in Anbetracht der vorherigen längeren Saisonunterbrechung doch ein wenig abhandengekommen zu sein scheint. Zumindest spielten die Löwen gegen Heidelberg nicht so schnell und waren nicht so offensivstark, wie man es von ihnen gewohnt ist. Das zeigten unter anderem die Trefferquoten: Am Ende standen eine Freiwurfquote von 59 Prozent und eine Feldtrefferquote von 42 Prozent zu Buche. Das reichte trotz guten Kampfes nicht aus, um gegen die Heidelberger als Sieger das Parkett zu verlassen.

Pokalsieger ALBA ist derzeit beste Defensiv-Mannschaft der Liga

Über die Saison gesehen verwandeln die Löwen aber gute 48 Prozent aus dem Feld und die werden sie morgen mindestens brauchen, um den starken Berlinern Paroli bieten zu können. Die Hauptstädter sind trotz der zuletzt verletzungsbedingten Ausfälle von Marcus Eriksson, Yovel Zoosman und Louis Olinde in bestechender Form. Sie haben gerade wettbewerbsübergreifend zehn Siege in Folge geholt, darunter war auch das erfolgreiche Pokalwochenende. Im Liga-Wettbewerb waren sie in fünf Partien hintereinander erfolgreich und weisen derzeit mit neun Siegen aus den letzten zehn BBL-Spielen die beste Bilanz auf. Damit sind sie das Team der Stunde und haben ihre gegenwärtige Stärke nicht zuletzt am vergangenen Donnerstag mit dem eindrucksvollen 90:75-Euroleague-Erfolg über den Final-Four-Kandidaten Olympiakos Piräus untermauert. „Die Voraussetzung dafür, dass Berlin so gut ist, ist meiner Meinung nach vor allem abseits des Spielfeldes zu finden. Die Organisation hat ein sehr positives Umfeld geschaffen, in dem die Spieler einem gesunden Druck ausgesetzt sind. Das Team tritt wie eine Familie auf und das spiegelt sich auf dem Spielfeld wider“, sagt der Löwen-Headcoach über den Gegner, an dessen Seitenlinie der spanische Landsmann Israel González als Nachfolger von Trainerlegende Aito Garcia Reneses steht. González ging 2017 zusammen mit Aito nach Berlin und fungierte dort zunächst als Assistenztrainer, ehe er in der Saison 2020/21 die Position des Associate Headcoach übernahm und nun der Headcoach ist. Auch unter ihm halten die Berliner an der Förderung von jungen, deutschen Nachwuchsspielern wie auch ausländischen Talenten fest und spielen weiterhin erfrischenden, spielfreudigen sowie erfolgreichen Basketball.

Maodo Lo ist seit Wochen in sehr starker Verfassung und nur schwer zu stoppen. Foto: Harry Langer

In der BBL rangiert ALBA auf dem fünften Platz, hat aber bis dato die wenigsten Niederlagen kassiert (5) und noch einige coronabedingt ausgefallene Spiele nachzuholen. So auch das Hinrundenspiel bei den Löwen, das noch nicht neu terminiert ist. Aufgrund dessen haben sie bislang erst 20 Partien absolviert, in denen die Berliner zum besten Rebound- und Defensiv-Team avancierten: Die González-Mannschaft fängt 38,9 Rebounds und lässt mit 72,3 die wenigsten gegnerischen Punkte pro Spiel zu. Aber auch offensiv sind sie mit 85,2 erzielten Punkten im Schnitt unter den Top5-Teams und verteilen zudem ligaweit die meisten Assists (22,7 ApS).

„Berlin spielt auf einem konstant hohen Niveau“

In der tiefbesetzten ALBA-Mannschaft ist der seit längerem verletzte Eriksson nach wie vor Topscorer mit 13,5 Punkten, Point Forward Luke Sikma ist bester Vorlagengeber und bestätigt mit 10,2 Punkten, 5,5 Rebounds und 5,5 Assists seine Allrounder-Qualitäten. Zudem ist Oscar da Silva erfolgreichster Rebounder des sehr ausgeglichenen Teams (5,6 RpS; 10,9 PpS), in dem sich Maodo Lo (8,3 PpS; 3,9 ApS) in den vergangenen Wochen vor allem in der Euroleague in überragender Form zeigte. Der Pokal-MVP hat beispielsweise am 20. Januar gegen Real Madrid 21 Punkte erzielt und vergangene Woche gegen Olympiakos Piräus 27 Zähler und sieben Assists aufgelegt. „Er performt auf einem sehr hohen Niveau und weiß genau, wann er aggressiv sein muss und wann nicht. Manchmal sieht man ihn in einem Spiel längere Zeit nicht. Aber er ist zur Stelle, wenn die Mannschaft ihn braucht und übernimmt dann die Verantwortung“, so Ramírez über den deutschen Nationalspieler. Dessen Guard-Kollege Jaleen Smith hat nach seinem Wechsel aus Ludwigsburg immer mehr seine Rolle im ALBA-Team gefunden und in den vergangenen Wochen ebenfalls sehr zuverlässig gespielt. Er kommt in der BBL in 23 Minuten Spielzeit auf 8,7 Punkte, 3,1 Rebounds und 3,5 Assists.

„Berlin spielt auf einem konstant hohen Niveau und es ist sehr schwer, sich auf sie vorzubereiten. Für uns ist es letztendlich entscheidend zu begreifen, dass wir unser Spiel präzise umsetzen müssen. Denn wenn wir unsere Aufgaben gut erledigen, dann sind wir ebenfalls sehr gut“, sagt der Löwen-Headcoach mit Blick auf die morgige Partie, in der ein Einsatz von Tookie Brown fraglich ist. Umso wichtiger ist es, dass Arturs Zagars bei seinem ersten richtigen BBL-Spiel gegen Heidelberg einen positiven Eindruck hinterlassen hat. „Arturs hat gleich viel mehr gespielt als geplant. Aber wir waren mit seiner Leistung zufrieden und freuen uns auf das, was da noch kommt“, so Ramírez.

Titelbild: Christian Schlüter

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