Löwen zu Gast bei Überraschungsteam RASTA Vechta

Löwen zu Gast bei Überraschungsteam RASTA Vechta

27.10.
2023

Zu ihrem dritten Auswärtsspiel in Folge reisen unsere zuletzt angeschlagenen und sieglosen Basketball Löwen Braunschweig an diesem Samstag (28. Oktober). Dann sind sie beim Tabellensechsten RASTA Vechta zu Gast, der mit fünf gewonnenen Heimspielen in Folge (inkl. Pokal) in die Saison gestartet ist und sich dabei viel Selbstvertrauen geholt hat. Das Spiel gegen den heimstarken Aufsteiger, bei dem es auch zum Wiedersehen mit Ex-Löwe Luc van Slooten kommt, beginnt um 20:00 Uhr im RASTA Dome und wird live bei Dyn übertragen – Stefan Koch kommentiert die Begegnung. Löwen-Fans können die Partie zudem live in der Roots Sportsbar verfolgen.


Während RASTA Vechta am vergangenen Wochenende erstmals in dieser Saison auswärts antreten musste und die Partie bei ALBA BERLIN mit 80:98 verloren hat, haben die Löwen drei Mal in Folge den Kürzeren gezogen – zuletzt auswärts im Pokal-Achtelfinale gegen Berlin und bei den Würzburg Baskets. Allerdings war die Mannschaft von Headcoach Jesús Ramírez bei diesen drei Niederlagen krankheits- oder verletzungsbedingt nicht komplett. Immerhin: Auch wenn diese Woche für die Löwen nicht ganz beschwerdefrei verlief, so sind sie grundsätzlich auf dem Wege der Besserung und hoffen, in Vechta wieder mit vollständigem Kader antreten zu können und das offensive wie auch defensive Spiel besser zu gestalten. In Würzburg mangelte es in Anbetracht der Ausfälle von Martin Peterka und Ferdinand Zylka an der Wurfqualität von außen, was das Spiel für Jilson Bango und Co. in der Zone ab dem zweiten Viertel zunehmend schwierig machte. Aber auch defensiv passte es bei den Löwen nicht ganz. Die verteidigten zwar das Eins-gegen-Eins der Würzburger gut, allerdings fehlte es bei stärker werdendem Passspiel des Gegners an Kommunikation in der defensiven Rotation. „Wir waren da nicht präzise genug und müssen gegen Vechta defensiv eine bessere Balance finden“, sagt Jesús Ramírez mit Blick auf Samstag, wenn seine #jungwildhungrigen Löwen es mit einem offensiv- und heimstarken Kontrahenten zu tun bekommen.

Vechta: Heim-, rebound- und dreierstark!

Die RASTA-Mannschaft von Headcoach Ty Harrelson hatte keine Probleme, sich nach dem Aufstieg gleich wieder in der „Liga der Weltmeister“ zurechtzufinden. Zuerst gewannen sie in der ersten Pokalrunde gegen die ROSTOCK SEAWOLVES, ehe weitere Heimsiege über Bamberg, Bonn, Tübingen und Göttingen (Pokal-Achtelfinale) folgten. Dabei präsentieren sich die Vechtaer bislang stark von der Dreierlinie und beim Rebound. 46 Prozent ihrer Distanzwürfe finden den Weg ins Ziel! Das ist aktuell der BBL-Bestwert, während sie mit 41,5 gefischten Rebounds ligaweit an zweiter Stelle rangieren. Besonders gefährlich sind allerdings ihre 14 Offensiv-Rebounds im Schnitt, die ihnen auch zur zweitmeisten Anzahl an genommenen Würfen verhelfen.

Tommy Kuhse ist selten zu stoppen und aktuell in MVP-Form. Foto: Christian Becker / pfbecker.de

Der Star der selbstbewusst auftretenden Mannschaft ist bislang nicht und wie vielleicht erwartet der NBA-erfahrene Wes Iwundu (9,5 PpS), sondern Point Guard Tommy Kuhse. Der US-Amerikaner stand vergangene Saison schon in der BBL für die MHP RIESEN Ludwigsburg auf dem Parkett, konnte dem Spiel da aber nicht seinen Stempel aufdrücken. Ganz anders in Vechta: Hier trumpft er auf und „spielt auf einem anderen Level. Aktuell ist er auf MVP-Kurs“, sagt Ramírez über Kuhse, der nach vier BBL-Spielen mit 20,3 Punkten und 7,3 Assists im Schnitt der effektivste Spieler (23,3) der Liga ist. Kuhse ist Dreh- und Angelpunkt des Spiels, nimmt deutlich mehr Zweier als Dreier und ist an fast allen Aktionen seiner Mannschaft beteiligt, die insgesamt 92 Punkte im Schnitt erzielt und im Gegenzug nur 82 gegnerische Zähler zulässt. „Sie zwingen dich mit ihrer Verteidigung zu Zwischenlösung, und verhindern oftmals das eigentlich Geplante“, so der Löwen-Headcoach über den Gegner, der mit Joel Aminu (15 PpS) und Ryan Schwieger (10 PpS) über zwei weitere Spieler mit zweistelliger Punkteausbeute verfügt.

Bango vs. Grünloh: Top-Rebounder im Duell

Für Aufsehen sorgt neben Kuhse aber insbesondere Johann Grünloh. „Er sieht für sein Alter wirklich schon sehr gut aus. Er hat ein gutes Timing und Stellungsspiel und es ist toll zu sehen, dass Vechta ihm vertraut“, sagt der Löwen-Headcoach über das RASTA-Eigengewächs, das als eines der größten deutschen Talente auf der Centerposition gilt. Grünloh steht aktuell durchschnittlich 20 Minuten auf BBL-Parkett, in denen der 18-Jährige 7,5 Punkte und 7,0 Rebounds auflegt – davon schnappt er sich 3,3 im Schnitt am offensiven Brett. Mit letztgenanntem Wert ist der 2,10 Meter große und bewegliche Big Man einer der besten Offensiv-Rebounder der Liga und trägt damit einen entscheidenden Anteil zum guten Reboundingdes Löwen-Gegners bei. Hier kommt also reichlich Arbeit auf den aktuell besten BBL-Rebounder Jilson Bango (9,8 RpS) und sein Team zu, das zudem zur wesentlichen Aufgabe hat, die von Vechta ausgehende Gefahr von der Dreierlinie einzudämmen.

Titelfoto: Kai Falk

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