Spielergebnis

79:92

Löwen verlieren mit 79:92 gegen RASTA Vechta

Löwen verlieren mit 79:92 gegen RASTA Vechta

25.03.
2024

Es ist nichts aus der Revanche für die Hinspiel-Niederlage nach Verlängerung geworden: Mit 79:92 (42:44) haben unsere Basketball Löwen Braunschweig am Montagabend gegen den Tabellenfünften RASTA Vechta verloren, der dem Spiel früh den Stempel aufdrücken konnte. So dominierten die Gäste vom Start weg die Rebounds und spielten „tougher“, während die Löwen erneut mit vielen Ballverlusten starteten und wenig Rhythmus hatten. Das wurde im zweiten Viertel besser, in dem das Ramírez-Team angefeuert von 3.644 Zuschauenden in der Volkswagen Halle gute defensive Phasen hatte und auch offensiv mehr ins Spiel fand. Doch nach der Halbzeit „sind wir nur im zweiten Gang aus der Kabine gekommen“, sagte der Löwen-Headcoach. Das bestraften die Gäste, die unaufhaltsam ihr Spiel durch- und dann davonzogen und den dritten Sieg in Folge feierten. Tommy Kuhse war mit 16 Punkten RASTAs Topscorer, bei den Löwen erzielte Jilson Bango die meisten Punkte (17) – Barra Njie fehlte krankheitsbedingt (Infekt). 


Bis zur fünften Minute sah es passabel aus, was die Löwen machten. Die lagen nach einem Dreier von Kapitän Martin Peterka mit 10:5 in der anfangs rasanten Partie vorne, ehe bei ihnen plötzlich der Faden riss. Die Löwen verloren binnen drei Minuten fünfmal den Ball, was jedes Mal umgehend von Vechta ausgenutzt wurde. So wurde aus einer Fünf-Punkte-Führung schnell ein Sieben-Punkte-Rückstand, zumal die Gäste sich bereits im ersten Viertel sechs Offensiv-Rebounds schnappten und daraus sieben Zähler machten. Bei den Löwen stand nach zehn Minuten nur ein gefangener Abpraller am offensiven Brett in der Statistik. Dabei hatten sie in dieser Disziplin erst in der vergangenen Woche gegen Ludwigsburg sowie im Hinspiel in Vechta eine starke Leistung geboten.

Löwen legen offensiv wie defensiv zu

Doch an diesem Abend bekamen die Löwen wenig zweite Chancen, wenngleich sie sich im zweiten Viertel steigerten. Defensiv waren sie näher am Gegner dran, erarbeiteten sich Ballgewinne und kamen auch offensiv besser in Schwung. Das galt insbesondere für Ferdinand Zylka, der sieben Punkte erzielte und seiner Mannschaft einen kleinen Schub gab. Rorie, Peterka, Nicholas Tischler und Bango trafen vorne ihre Würfe, während ihnen im Gegenzug Stopps gelangen und dadurch in der 18. Minute die 37:35-Führung auf der Spielanzeige stand. Das Ramírez-Team war in dieser Phase einen bisschen besser als die Gäste und traf auch um elf Prozent besser aus dem Feld. Aber die Löwen machten sich dieses Momentum durch eigene Fehler in der Offensive zunichte und gingen deshalb mit einem 42:44 in Halbzeitpause.

Ferdinand Zylka hatte im zweiten Viertel eine starke Phase. Fotos: Christian Schlüter

Die bekam den Löwen nicht gut: Zurück auf dem Spielfeld waren sie nicht mehr so bissig wie zuvor und ihr Spiel wurde zunehmend statischer. Das war auch RASTAs Verteidigung geschuldet, die physisch war, die Passwege zumachte und weitere Braunschweiger Ballverluste zur Folge hatte. Achtmal warfen die Löwen im dritten Viertel den Ball weg – und Vechta schlug gefühlt jedes Mal und im Stile einer Top-Mannschaft daraus Kapital. Die Folge: Nach vier Minuten in der zweiten Halbzeit lagen die Löwen mit 46:56 hinten. Zwar kamen sie zweimal jeweils nach Dreiern von TJ Crockett Jr. und Ferdinand Zylka auf sechs Punkte heran (50:56; 57:63). Aber Vechtas Duo Tommy Kuhse und Tanner Groves hatte die richtigen Antworten parat, nachdem MVP-Kandidat Kuhse in der ersten Hälfte mit einer 20-prozentigen Trefferquote blass geblieben war.

Endgültiger K.O. erfolgt zu Beginn des letzten Viertels

Mit 17:28 gaben die Löwen den dritten Abschnitt schließlich ab und gingen folglich mit einem 13-Punkte-Rückstand in die letzten zehn Minuten. Hier setzte sich ihre Talfahrt rapide fort. Bei der Ramírez-Mannschaft ging mehrere Minuten gar nichts mehr und in dieser Zeit war der Tabellenfünfte durch einen 10:0-Lauf unaufhaltsam auf 59:82 davongezogen. In der 33. Minute traf Youngster Sananda Fru einen Freiwurf und erzielte damit den ersten Punkt im letzten Viertel. Daraufhin lief es nochmal etwas runder bei dem besten Löwen Jilson Bango & Co.. Aber das Spiel war schon längst entschieden und RASTA, das in wichtigen Phasen des Spiels eigentlich immer beim Offensiv-Rebound zur Stelle war und daraus punktete, war nach 40 Minuten auch in fast allen Statistiken besser. Mit entscheidend war, dass die Mannschaft von Ty Harrelson 19 Punkte aus zweiten Chancen erzielte, bei den Löwen waren es nur neun Punkte.

Trainerstimmen zum Spiel:

Jesús Ramírez (Basketball Löwen): „Vechta hat heute auf dem Feld gezeigt, dass sie ein viel besseres Team sind als wir. Vor allem haben sie mit viel mehr Physis gespielt. Sie hatten den Willen und wir haben einfach „nett“ gespielt. Auch nicht immer. Wir hatten Momente, in denen wir Druck ausgeübt und das umgesetzt haben, was wir wollten. Aber im dritten Viertel sind wir zum Beispiel nur im zweiten Gang aus der Kabine gekommen. Ich hatte das Gefühl, wenn Vechta noch einen Gang höher schaltet, dann verlieren wir mit 30. Ich glaube, dass es bei uns eher ein mentales Problem ist, wenn das Spiel schwierig wird. Wir müssten jetzt einen Schritt nach vorne gehen, stattdessen machen einige zwei, drei Schritte rückwärts.“

Ty Harrelson (RASTA Vechta): „Es ist sehr schön auswärts zu gewinnen. Ich denke, dass wir im ersten und dritten Viertel sehr gut gespielt haben. Zum Ende des letzten Viertels waren wir ein bisschen nachlässig, aber heute haben mehrere Spieler zum Sieg beigetragen. Insgesamt haben vier Spieler zweistellig gepunktet und wir haben die Rebounds gewonnen, was uns im Hinspiel nicht gelungen war. Zudem haben wir Braunschweig nur bei neun Punkten aus zweiten Chancen gehalten und das war auch eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Hinspiel. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Ich bin insgesamt stolz auf die Mannschaft. Wir haben heute einen guten Job gemacht, obwohl uns mit Joschka Ferner ein Starter fehlte.“

Basketball Löwen: Crockett Jr. 6, N. Tischler 10, Aydinoglu 3 (3 Assist, 3 Ballgewinne), Zylka 10, Bango 17 (7 Rebounds), Fru 6, Ejimofor n.e., B. Tischler 4 (5 Rebounds), Rorie 11, Peterka 12, Gerhardt n.e., Sylla.

RASTA Vechta: Bayram n.e., Diallo n.e., Trettin n.e., Kuhse 16 (6 Assist, 5 Ballgewinne), Schwieger 8, Grünloh 7 (9 Rebounds), Aminu 14, Groves 14 (6 Rebounds), Iwundu 12, Flanigan 9 (5 Rebounds), Reaves 3, Aririguzoh 9 (7 Rebounds).

DYN-Zusammenfassung

Galerie zum Spiel (Fotos: Christian Schlüter & Kai Falk)
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