Spielergebnis

90:76

Löwen verlieren mit 76:90 in Oldenburg

Löwen verlieren mit 76:90 in Oldenburg

09.04.
2022

Unsere Löwen sind nach dem Derby-Sieg über die BG Göttingen nicht in der Erfolgsspur geblieben und haben am Samstagabend mit 76:90 (44:46) im Niedersachsen-Duell bei den EWE Baskets Oldenburg verloren. Dabei zeigten die von der Dreierlinie treffsicheren Löwen eine gute erste Halbzeit und waren auf Augenhöhe mit den zuletzt sehr heimstarken Gastgebern. Allerdings hatten sie hier schon Probleme, die Oldenburger Big Men in Brettnähe zu kontrollieren und trafen gegen den steigenden Oldenburger Verteidigungsdruck selbst immer schlechter aus dem Zweierbereich. Das wurde den Löwen in der zweiten Spielhälfte zum Verhängnis, zumal die EWE Baskets da auch ihren Rhythmus aus der Distanz fanden und sich durch sechs Dreier im dritten Viertel eine zweistellige Führung erspielten. Diesen Rückstand konnten die erneut dezimierten Löwen, die ohne Luc van Slooten angetreten waren und ab dem zweiten Viertel auch auf Arturs Zagars verzichten mussten (beide muskuläre Beschwerden), gegen die physischer spielenden Oldenburger nicht mehr aufholen. Martin Peterka (18) und David Krämer (17) waren in dieser Partie die erfolgreichsten Löwen-Scorer. Für Oldenburg kam Center Tai Odiase auf 20 Zähler, Spielmacher Phil Pressey glänzte zudem mit 13 Assists.


In der munteren und schnellen Partie verlief das erste Viertel ausgeglichen. Das Ramírez-Team hatte allerdings deutlich bessere Trefferquoten aus dem Feld und traf 57 Prozent, während die Oldenburger vor allem von der Dreierlinie noch schwach waren (25 Prozent) und nur 43 Prozent der Feldwürfe verwandelten. Richtig für sich nutzen konnte die Löwen das aber nicht, weil sie an den Brettern nicht konsequent genug arbeiteten. Deshalb konnten die Oldenburger in den ersten zehn Minuten sechs Offensiv-Rebounds einsammeln, aus denen sie neun Punkte erzielten. Das war ein entscheidender Grund dafür, dass es mit 22:22 ins zweite Viertel ging.

Löwen offensiv wie defensiv mit Problemen am Brett

Die Löwen bekamen die zweiten Chancen jetzt etwas besser in den Griff und spielten mit viel Energie zum Korb. So ließ es zuerst Benedikt Turudic krachen, ehe Nicholas Tischler einen Dunk mit Foul durch die Reuse drückte (32:27, 14. Min.). Aber die EWE Baskets ließen sich nicht abschütteln und kamen nach einer Braunschweiger Sieben-Punkte-Führung (35:28) über starke Aktionen von Tai Odiase zurück. Überhaupt hatten die Löwen Probleme, den Big Man zu kontrollieren. Der machte im zweiten Viertel zwölf Punkte – unter anderem die zum 39:40 aus Löwensicht. Aber nicht nur er, sondern das gesamte Oldenburger Team legte eine Schippe drauf und spielte angeführt von Phil Pressey auch defensiv mit deutlich mehr Intensität. Die Löwen bekamen deshalb zunehmend Probleme, erfolgreich in Korbnähe abzuschließen, konnten sich aber auf David Krämer verlassen: Er erzielte in den letzten fünf Minuten neun Punkte zum 44:46-Halbzeitstand.

Phil Pressey machte offensiv wie defensiv ein starkes Spiel. Fotos: Ulf Duda

Die Abschlüsse in der Zone blieben auch im dritten Viertel ein Manko. Dafür trafen die Löwen weiterhin gut von außen, kompensierten damit die mittlerweile unter 50 Prozent gefallene Zweierquote und blieben im Spiel. So waren es zwei Dreier von Nicholas Tischler und Martin Peterka, die dem Ramírez-Team in der 25. Minute wieder eine knappe Führung bescherten (57:56). Jedoch gelang es den Löwen in diesem Viertel nicht mehr, den EWE Baskets die Dreier so gut wegzunehmen wie in der ersten Halbzeit. Da hatten die Gastgeber nur schwache 23 Prozent getroffen. Jetzt liefen sie aber neben ihrer Überlegenheit am Korb auch noch aus der Distanz heiß und verwandelten in diesem Viertel sechs Würfe von Downtown. Trotzdem waren die Löwen nach einem weiteren Peterka-Dreier in der 27. Minute auf 62:64 dran, erzielten dann allerdings gegen die nochmals intensivere Baskets-Verteidigung keine Punkte mehr und gerieten prompt mit zehn Zählern in Rückstand (62:72).

Löwen wirkten zunehmend müder

18 Punkte hatten die Löwen im dritten Viertel erzielt und im Gegenzug 26 kassiert. Hinzukommend hatten die Oldenburger nach 30 Minuten erstmals besser aus dem Feld getroffen und agierten seit Beginn der zweiten Halbzeit wesentlich bissiger und spielfreudiger. Das setzte sich in den letzten zehn Minuten fort, in denen die dezimierten Löwen zunehmend müder wirkten. Die kamen gegen den Oldenburger Verteidigungsdruck nur noch selten durch und verloren im letzten Viertel auch noch sechs Mal den Ball. Alles zusammen machte es unmöglich, noch einmal näher an die EWE Baskets heranzukommen. Die hatten ihren Vorsprung in der 35. Minute durch einen Dreier des weitestgehend kontrollierten Max Heidegger auf 15 Punkte erhöht und ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Trainerstimmen zum Spiel:

Jesús Ramírez (Basketball Löwen): „Sie haben den Sieg verdient. Oldenburg war physisch präsenter und auch konstanter in ihrem Spiel. Das hat sich vor allem im zweiten Viertel gezeigt. Wir haben zu lange gebraucht, um auf ihre Überlegenheit unter dem Korb zu reagieren und konnten nicht mithalten. Das hat uns mental ein bisschen verändert. Auch in der zweiten Halbzeit lagen wir immer einen Schritt hinter ihnen. Wir haben einen guten Job mit den Shootern gemacht, gerade Heidegger hatten wir gut unter Kontrolle.“

Ingo Freyer (EWE Baskets Oldenburg): „Wir wollten unbedingt das Rebound-Verhältnis gewinnen, da ist Braunschweig sehr stark und das haben wir geschafft. Zusätzlich hat uns Phil Pressey sehr viel in der Defensive gegeben. In der ersten Reihe, in der alle Spieler auf ihn gucken, hat er sehr viel Druck gemacht, was uns in der Defensive, die danach kommt, sehr viel geholfen hat. Phil hat eine sehr gute Verteidigung gespielt und das hat uns am Ende den Sieg gebracht.“

Basketball Löwen: Brown 7 (4 Assists), Krämer 17 (5 Rebounds), N. Tischler 9 (6 Rebounds), Klassen 7 (8 Rebounds, 8 Assists, 3 Ballgewinne), Roosch n.e., Fru, B. Tischler 2 (6 Rebounds), Peterka 18, Sehnal 7 (6 Assists), Zagars 2, Turudic 7 (7 Rebounds).

EWE Baskets Oldenburg: Heidegger 13 (6 Assists), Herrera 8, Pressey 9 (13 Assists), Odiase 20 (9 Rebounds), Holyfield 16 (9 Rebounds), Paulding 10, Ndhine n.e., Hemschemeier n.e., Hundt 3, Pjanic 3 (5 Rebounds), Lynch 8 (6 Rebounds).

 

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