Die Saison 2021/22 – ein chronologischer Rückblick

Die Saison 2021/22 – ein chronologischer Rückblick

19.05.
2022

Wir sind auch in dieser Saison unserem #jungwildhungrigen Konzept treu geblieben und in der BBL mit dem jüngsten Team an den Start gegangen. Umso bemerkenswerter war es, dass unsere Mannschaft erstmals seit zehn Jahren wieder das TOP FOUR erreichte und trotz verletzungsbedingter Rückschläge bereits am fünftletzten Spieltag auch rechnerisch den Klassenerhalt klarmachte! Wir gehen die insgesamt erfolgreiche Saison mit ihren Höhepunkten und zuweilen unglücklichen Niederlagen noch einmal durch…


September/Oktober

Die Löwen starteten mit einem Auswärtssieg bei den FRAPORT SKYLINERS in die Saison (76:89), mussten anschließend aber eine ärgerliche Niederlage nach Verlängerung gegen den SYNTAINICS MBC auf heimischem Parkett einstecken (101:106).

Martin Peterka führte die Löwen beim Sieg über Bamberg mit 20 Punkten an! Foto: Christian Schlüter

Die schüttelten die Löwen am 2. Oktober mit einem begeisternden Derby-Erfolg (97:77) im MagentaSport BBL Pokal-Achtelfinale gegen die BG Göttingen ab. Im Liga-Wettbewerb feierten sie allerdings erst am 23.10. den zweiten Erfolg – und was für einen! Das Ramírez-Team besiegte den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer Brose Bamberg nach starker Leistung mit 90:84. Zuvor hatte es auswärts beim FC Bayern München verloren (96:80) und war bitter nach einer 20-Punkte-Führung gegen die NINERS Chemnitz (84:93) als Verlierer vom Parkett gegangen.

Den Schwung aus dem Sieg gegen Bamberg schienen die Löwen aber mit nach Crailsheim genommen zu haben, wo sie am 30. Oktober lange Zeit in Führung gelegen hatten. Doch ging auch diese Partie in die Verlängerung, in der sich Kapitän Robin Amaize & Co. erneut schmerzhaft in einem Krimi mit 90:92 geschlagen geben mussten.

November

Im November gab es nur drei Spiele: In der BBL folgten zwei Niederlagen vor den eigenen Fans gegen die Playoff-Teams ratiopharm ulm (76:90) und MHP RIESEN Ludwigsburg (80:91).

Doch zwischen diesen beiden Partien hatten die Löwen einen großen Grund zur Freude! Sie entschieden das Pokal-Viertelfinale am 13. November gegen die FRAPORT SKYLINERS nach starker und souveräner Leistung mit 86:65 für sich und zogen damit erstmals seit zehn Jahren wieder ins Pokal TOP FOUR ein!

Nach dem Einzug ins TOP FOUR kannte der Jubel keine Grenzen! Foto: Löwen

Zusätzlich zu diesem Erfolg wurden mit Robin Amaize, David Krämer, Martin Peterka, Ondrej Sehnal und Owen Klassen gleich fünf Löwen für das bevorstehende FIBA-Fenster der World Cup 2023 Qualifiers nominiert. Ihre starken Leistungen ebneten Robin und David das Comeback in die deutsche Nationalmannschaft, für die sie zuletzt 2020 (Robin) bzw. 2018 (David) im Einsatz waren.

Dezember

Nach den vergleichsweise wenigen Spielen im November standen im Dezember sechs Partien für die Löwen im Spielplan, drei davon zu Hause zwischen dem 17. und 26.. Nach der Länderspielpause war das Ramírez-Team aber zunächst bei den Hamburg Towers zu Gast und unterlag dort mit 103:92. Danach hatten die Löwen einen Lauf: Sie siegten knapp bei s.Oliver Würzburg (86:87), überrollten dann zu Hause medi bayreuth (99:62) und holten sich fünf Tage später am 23. Dezember mit dem 71:69 gegen die JobStairs GIESSEN 46ers den dritten Sieg in Folge!

Mitten in diesen guten Run platzen schlechte Nachrichten: Das Land Niedersachsen verkündete die ab dem 24. Dezember geltende Weihnachtsruhe, womit bis auf Weiteres nur noch 500 Zuschauer:innen zu den Löwen-Heimspielen erlaubt waren. Das betraf als erstes das Heimspiel gegen die EWE Baskets Oldenburg am 26. Dezember – jedoch sollte die Partie nicht stattfinden. Gute zwei Stunden vor dem Spielbeginn wurde die Begegnung aufgrund von Oldenburger Corona-Fällen verlegt.

Somit hatten die Löwen in 2021 nur noch ein Spiel, das am 29. Dezember bei den Telekom Baskets Bonn stattfand. Die Löwen waren beim damaligen Tabellenführer nicht gut gestartet, kämpften sich aber zurück und verloren schließlich mit 83:89. Die Niederlage zum Jahresende war leichter zu verkraften als die schwere Knieverletzung, die Kapitän Robin Amaize sich in der 31. Minute zuzog und wie sich etwas später herausstellte sein vorzeitiges Saisonende bedeutete.

Ein bitterer Moment für Robin Amaize und die Löwen: Der Kapitän zog sich beim Spiel in Bonn eine Knieverletzung zu, die für ihn das Saison-Aus zur Folge hatte. Foto: wolterfoto.de
Januar

Durch den starken Lauf im Dezember hatte die #jungwildhungrige Löwen-Mannschaft zum Jahreswechsel fünf BBL-Siege (ohne Pokal) auf dem Konto und ihr blieb wenig Zeit, den Verlust ihres Kapitäns zu verdauen. Schon am 2. Januar ging es im Derby bei der BG Göttingen weiter, wo die geschwächten Löwen starken Zusammenhalt demonstrierten und mit einer geschlossenen Teamleistung einen fulminanten 85:93-Sieg beim damaligen Tabellendritten holten!

Das darauffolgende Heimspiel gegen ALBA BERLIN (9. Januar) musste ebenfalls wegen Corona-Infektionen im Berliner Team kurzfristig verlegt werden (neuer Termin am 8. Mai). Damit standen die Löwen erst am 15. Januar wieder gegen Heidelberg (15. Januar) auf dem Parkett und verloren zu Hause trotz eines starken Comebacks mit 82:93 – erneut nach Verlängerung.

Wenige Tage zuvor hatten die Löwen als Reaktion auf die Amaize-Verletzung das europäische Top-Talent Arturs Zagars vom spanischen EuroCup-Team Joventut Badalona ausgeliehen. Jedoch kam der Neuzugang verletzungsbedingt nicht gegen Heidelberg zum Einsatz.

Zagars lief erstmals am 21. Januar im ersten Rückrundenspiel bei medi bayreuth für die Löwen auf. Die Partie war aber ebenso wie zuvor gegen Heidelberg ein Krimi ohne Happy-End: Bayreuths Sacar Anim traf 6,6 Sekunden vor dem Ende zur 94:92-Führung und besiegelte damit die Niederlage der Löwen.

Die verkrafteten diese beiden denkbar knappen und unglücklichen Niederlagen aber erstaunlich gut und ließen den EWE Baskets Oldenburg im Heimspiel am 25. Januar mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg keinerlei Chancen (94:78).

Von den knappen Niederlagen in Bayreuth und zu Hause gegen Heidelberg ließen sich die Löwen nicht unterkriegen. Foto: Eibner-Pressefoto/Thorsten Ochs
Februar

Den Rhythmus aus diesem Spiel nahmen die Löwen, bei denen Nicholas und Brandon Tischler zunehmend größere Rollen im Team erhielten, mit einem Sieg gegen Würzburg (80:75) mit in einen spannenden und spielintensiven Februar. In diesem Monat standen in 16 Tagen insgesamt fünf Spiele für die Löwen auf dem Programm – darunter auch der Saison-Höhepunkt mit dem TOP FOUR-Halbfinale gegen die HAKRO Merlins Crailsheim.

Davor waren nach Würzburg aber erstmal die Top Teams FC Bayern München und Telekom Baskets Bonn zu Gast. Gegen die Bayern schrammten die jungen Löwen an einer Sensation vorbei: Sie verloren nach starker Leistung erst in der Verlängerung mit 82:91. Deutlicher war es eine Woche später gegen Bonn (77:95). Da fehlten neben Amaize bis auf Weiteres auch wieder Arturs Zagars (Fußverletzung) sowie der an Corona erkrankte Benedikt Turudic. Den dezimierten Löwen ging zum Ende des Spiels merklich die Luft aus, was ein 0:16-Lauf im letzten Viertel verdeutlichte.

Umso beachtlicher war die Reaktion, die das Ramírez-Team nur zwei Tage später auswärts bei ratiopharm ulm zeigte! Weiterhin ohne Zagars, Turudic und mit einem angeschlagenen Ondrej Sehnal zogen die Löwen dem Playoff-Anwärter mit einer starken Verteidigung den Zahn und siegten angeführt von David Krämer mit 78:59 in Ulm!

Dieser Wahnsinnserfolg kam gerade recht vor dem TOP FOUR, das vier Tage darauf in Berlin stattfand. Die Spannung und Vorfreude, aber auch das Selbstvertrauen waren groß – das Halbfinale gegen die Merlins konnte starten! Leider mussten die Löwen in der Partie einen weiteren Rückschlag verdauen: Point Guard Tookie Brown verletzte sich im zweiten Viertel und konnte nicht mehr weiterspielen. Dennoch gelang den Löwen ein Comeback: Sie machten einen 10-Punkte-Rückstand zur Halbzeit mit einem starken dritten Viertel wett, begingen aber in den letzten Minuten zu viele Fehler und verloren das Pokal-Halbfinale.

Dennoch: Das Erreichen des TOP FOUR war ein riesiger Erfolg für den Basketball-Standort Braunschweig und für die #jungwildhungrigen Löwen! Darauf können wir stolz sein!

Die Stimmung beim TOP FOUR in der Berliner Mercedes Benz-Arena war überwältigend, leider verletzte sich Tookie Brown. Foto: Christian Schlüter
März

Auf das TOP FOUR folgte sofort das zweite FIBA-Fenster, in dem erneut Krämer, Peterka, Sehnal und Klassen erfolgreich für ihre Nationalmannschaften im Einsatz waren. Alle kamen gesund zurück und gingen in den Monat März, der nicht gut verlief. Weiterhin ohne den verletzten Brown, dafür aber mit Zagars konnten die Löwen keines ihrer vier Spiele gewinnen.

Die Niederlagen in Heidelberg (81:78) und zu Hause gegen den Tabellenvorletzten aus Frankfurt (67:72) taten mit Blick auf die Tabelle durchaus weh, während die verlorenen Partien bei den Top Teams Berlin (95:80) und Ludwigsburg (90:72) grundsätzlich besser zu verkraften waren. Zumal den Löwen bei den MHP RIESEN neben Amaize (Saison-Aus) und Tookie Brown auch noch David Krämer fehlte, der gegen Frankfurt eine Sprunggelenkverletzung erlitt und daraufhin in Ludwigsburg passen musste.

Etwas Positives gab es im März aber trotzdem: Die Winterruhe wurde beendet, damit waren zu den Löwen-Heimspielen endlich wieder über 4000 Zuschauer:innen zugelassen! Gegen Frankfurt waren 2.071 gekommen!

April/Mai

Der April läutete den Endspurt ein. ENDLICH: Zum Derby gegen die BG Göttingen feierte Tookie Brown sein Comeback und die Löwen beendeten mit dieser Partie und einem sensationellen 101:64-Sieg auch ihren Negativlauf. Im Anschluss an diesen 10. Saisonsieg verloren sie bei den EWE Baskets Oldenburg (90:76) und zu Hause erneut knapp gegen Crailsheim (84:87). Nach diesem Spiel kritisierte Jesús Ramírez, dass seine Mannschaft nicht ihren Basketball und bis auf Youngster Sananda Fru ohne Leidenschaft und Physis gespielt habe.

Co-Kapitän Benedikt Turudic und sein Team holten im April drei Siege und feierten im Derby gegen Göttingen einen ihrer höchsten Saisonsiege! Foto: Christian Schlüter

Das machten die Löwen vier Tage später gegen die Hamburg Towers besser, auch wenn sie erneut vor den eigenen Fans mit 79:92 unterlagen. „Heute waren wir wir selbst“, hatte Ramírez gesagt und lobte, dass sein Team seine Identität gezeigt hatte. So auch beim Auswärts-Doppelschlag in Gießen und Chemnitz, bei dem die Löwen wieder auf Brown verzichten mussten (Leistenbeschwerden)! Doch das hielt die Löwen nicht zurück: Die holten am 20. April als jüngstes BBL-Team mit einem 66:82-Erfolg bei den 46ers den elften Saisonsieg und machten damit nun auch rechnerisch den Klassenerhalt fix. Auf diesen souveränen Auftritt ließen sie drei Tage später beim Playoff-Team NINERS Chemnitz einen bockstarken 77:68-Sieg folgen! Dabei zogen die Löwen den Gastgebern in der zweiten Halbzeit mit ihrer Verteidigung den Stecker: Chemnitz erzielte in den Vierteln drei und vier insgesamt nur 25 Punkte!

Die darauffolgenden beiden Auswärtsspiele beim SYNTAINICS MBC (91:79) und bei Brose Bamberg (84:68) gingen verloren und bildeten das überraschende sowie vorzeitige Saisonende. Der Grund: Die Löwen wurden vor dem letzten Heimspiel gegen ALBA BERLIN von einer Coronawelle erfasst – elf Teammitglieder hatten sich infiziert, weshalb das Spiel zum großen Bedauern der Löwen ersatzlos gestrichen werden musste. Durch die Absage der Partie kam die Quotienten-Regelung zum Tragen, was aber nichts daran änderte, dass die Löwen die Saison mit zwölf Siegen auf dem 13. Platz beendeten.

Der gemeinsame Saisonabschluss mit Fans und Sponsoring-Partner wurde anders als das Spiel aber nachgeholt und fand bei toller Stimmung am 13. Mai beim Heinrich – Das Wirthaus im Stadtpark statt.

Alle Spielberichte der Saison 2021/22 gibt es ⇒ HIER.

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