Spielergebnis

92:103

92:103-Niederlage beim Tabellensiebten Hamburg Towers

92:103-Niederlage beim Tabellensiebten Hamburg Towers

05.12.
2021

Unsere Löwen waren nach dem Länderspielfenster heute beim Tabellensiebten und EuroCup-Team Hamburg Towers angetreten und haben die Partie in der edel-optics Arena mit 92:103 (54:64) verloren. Dafür war mit das erste Viertel entscheidend, in dem Kapitän Robin Amaize & Co. den Gegner nicht stoppen konnten und mit 26:37 in Rückstand gerieten. Die weiteren Viertel gestalteten die Löwen ausgeglichen und fanden in der zweiten Halbzeit auch defensiv einen etwas besseren Zugriff. Allerdings ließ das Team von Headcoach Jesús Ramírez insgesamt 25 Punkte aus zweiten Chancen zu, verlor 19-mal den Ball und kassierte 24 Zähler nach Hamburger Schnellangriffen. Das waren neben der Hamburger Qualität relevante Faktoren, weshalb es das Spiel nicht mehr drehen konnte. Amaize (18) und Tookie Brown (17) waren beste Löwen-Punktesammler, beim Gastgeber Hamburg ragten Jaylon Brown (22) und Center Maik Kotsar (16) heraus.


Das Spiel war von Beginn an munter, aber offensiv-geprägt. Vor allem von der Dreierlinie ging es heiß her, die Löwen trafen im ersten Viertel vier und die Towers fünf Mal von der 6,75-Meterlinie. Zudem verwandelten die Gastgeber starke 90 Prozent ihrer Zweipunktewürfe, was auch der Tatsache geschuldet war, dass die Löwen defensiv insgesamt zu wenig Gegenwehr leisteten. Doch auch wenn es bei der Ramírez-Mannschaft in der Verteidigung noch nicht passte, so verlief das erste Viertel trotzdem lange Zeit ausgeglichen. Das lag am eigenen guten Offensivspiel, zu dem Tookie Brown wesentlich beitrug. Der Point Guard hatte in der 8. Minute noch das 22:24 aus Löwensicht erzielt, ehe die Towers anzogen, Löwen-Fehler bestraften und sich in Windeseile auf 26:37 absetzten.

Trotz 9:0-Lauf: Rückstand nach 20 Minuten weiterhin zweistellig
Maik Kotsar und sein Team waren in der ersten Halbzeit nur selten von den Löwen zu stoppen. Fotos: Dennis Fischer

Diesen Rückstand holten Robin Amaize & Co. in den Anfangsminuten des zweiten Viertels sofort mit besserer Verteidigung und guter Freiwurfquote auf. Ihnen gelang ein 9:0-Lauf, der Towers-Headcoach Pedro Calles beim Stand von 37:40 zu einer Auszeit zwang (14. Minute). Sein Team fand danach angeführt vom treffsicheren Jaylon Brown wieder in die Spur, erzwang Braunschweiger Ballverluste und profitierte mehrfach von erfolgreichen Korbaktionen, bei denen die Löwen zusätzlich foulten. Nach dem zweiten „And-one“ und einem technischen Foul gegen Jesús Ramírez waren die Towers wieder auf elf Punkte weg (41:52, 16 Minute). Und auch wenn die Löwen dieses Viertel knapp mit 28:27 für sich entschieden, so blieb der Löwen-Rückstand bis zur Halbzeitpause dennoch zweistellig (54:64) – und wuchs im dritten Viertel schnell weiter an.

Zu viele Ballverluste und gegnerische zweite Chancen

Der Grund dafür: Die Hamburger erhöhten den defensiven Druck merklich und forcierten gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit drei Löwen-Ballverluste. Insgesamt verlor das Ramírez-Team in diesem Viertel sieben Mal den Ball, während die Towers elf Punkte aus Schnellangriffen erzielten und sich diverse zweite Chancen erarbeiteten. Diese Faktoren hatten auch dazu geführt, dass die Löwen nach 25 Minuten mit 61:79 hinten lagen. Kapitän Robin Amaize stemmte sich dagegen und sorgte dafür, dass sein Team sich in der zweiten Viertelhälfte wieder sammelte. Das kam über eine bessere Verteidigung und weniger Fehler in der Offensive auf zehn Punkte heran (29. Minute), ging aber mit zwölf Zählern Rückstand in die letzten zehn Minuten.

Jesús Ramírez schied im letzten Viertel aufgrund von zwei technischen Fouls aus.

Hier gelang den Löwen ein 4:0-Start zum 77:85, den die Towers allerdings prompt konterten: Der Tabellensiebte profitierte weiterhin von zweiten Chancen und Ballverlusten und erzielte neun Punkte in Folge zum 77:94. Darunter war auch ein Freiwurf nach dem zweiten technischen Foul gegen Jesús Ramírez, der damit ab der 35. Minute disqualifiziert war. Seine Mannschaft steckte aber nicht auf, sondern verkürzte sogar noch einmal auf 90:98. Allerdings war es für eine richtige Aufholjagd schon zu spät, weshalb die Löwen weiterhin auf den dritten Sieg in der BBL warten müssen.

Trainerstimmen zum Spiel:

Konstantinos Papazoglou (Basketball Löwen): „Wir haben sie im ersten Viertel früh in einen offensiven Rhythmus kommen lassen und waren hinten für Fehler anfällig. In den anderen drei Vierteln haben wir ein ausgeglichenes Spiel gesehen. Hamburg hat die Qualität, die uns gerade in engen Phasen eines Spiels fehlt. Sie haben in wichtigen Momenten einen kühlen Kopf bewahrt und die richtigen Entscheidungen getroffen. Wir müssen an unseren Fehlern arbeiten und sie nicht wiederholen.“ 

Pedro Calles (Hamburg Towers): „Es war ein Spiel mit zwei komplett verschiedenen Halbzeiten. In der ersten Halbzeit haben wir keine Defense gespielt, aber offensiv viele Punkte erzielt. In der zweiten Halbzeit war es das komplette Gegenteil. Wir haben teilweise sehr gut verteidigt, aber offensiv nicht mehr so gut gescort. Wenn ich mir eine Halbzeit aussuchen müsste, würde ich trotzdem immer die zweite nehmen, denn diese hat unsere Identität verkörpert.“

Basketball Löwen: Brown 17 (3 Assists), Krämer15, N. Tischler 4, van Slooten 5, Klassen 7 (7 Rebounds), Fru n.e., B. Tischler, Peterka 11 (6 Assists), Sehnal 9, Amaize 18 (5 Rebounds, 5 Assists, 3 Ballgewinne), Turudic 6 (6 Rebounds).

Hamburg Towers: J. Brown 22 (5 Rebounds), Z. Brown 3, DiLeo 6, Homesley 8 (8 Assists), Rich, Meisner 9, Christen 8, McCallum 8, Kotsar 16, Hinrichs 12 (5 Rebounds), Edigin 2, Hollatz 9 (6 Rebounds, 5 Assists)

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