Spielergebnis

80:91

80:91-Niederlage gegen MHP RIESEN Ludwigsburg

80:91-Niederlage gegen MHP RIESEN Ludwigsburg

20.11.
2021

Im letzten Spiel vor dem FIBA-Fenster konnten unsere Löwen ihren Schwung aus dem Einzug in das MagentaSport BBL Pokal TOP FOUR nicht mitnehmen: Sie haben am Samstagabend mit 80:91 (38:42) gegen den Playoff-Kandidaten und Champions League-Teilnehmer MHP RIESEN Ludwigburg verloren. 2111 Zuschauer in der Volkswagen Halle erlebten in der intensiven Begegnung einen grandios aufspielenden Owen Klassen (24 Punkte und zehn Rebounds), der in Brettnähe kaum zu stoppen war. Allerdings lief es für unsere Löwen aus der Distanz lange Zeit nicht rund und weder Robin Amaize noch David Krämer konnten dem Spiel aufgrund der guten RIESEN-Verteidigung entscheidende Impulse geben. Die Gäste spielten wiederum mit der erwarteten Physis, erzwangen 17 Ballverluste und trafen zudem sehr gute 41 Prozent ihrer Würfe von außen. Sie gingen auch früh in Führung – zeitweise zweistellig – und gaben diese über das gesamte Spiel nicht mehr her. „Defensiv waren wir über weite Strecken des Spiels in der richtigen Richtung unterwegs und haben versucht, ihnen ihre Möglichkeiten wegzunehmen. Aber im Basketball kann man nicht alles wegnehmen und Ludwigsburg hat heute einige wichtige Dreier getroffen“, sagte Ramírez nach dem Spiel. Damit nannte er neben den Ballverlusten einen entscheidenden Faktor der Niederlage gegen die Ludwigsburger, bei denen der starke Jonah Radebaugh mit 25 Punkten als Topscorer hervorstach.  


In den ersten Minuten des Spiels dominierte vor allem ein Spieler: Owen Klassen. Unser Center war allein für die ersten zehn Punkte seiner Mannschaft verantwortlich und sorgte dafür, dass diese an den RIESEN dranblieb (10:14). Aber die Löwen verloren gegen die von Beginn an bissig verteidigenden Ludwigsburger auch fünf Mal den Ball und das nutzten die Gäste zu sechs Punkten aus Schnellangriffen. Das zusammen mit fünf Punkten aus zweiten Chancen war ein wesentlicher Grund dafür, dass die Löwen trotz der Dominanz am offensiven Brett – zu der auch Benedikt Turudic sechs Punkte beitrug – immer leicht zurücklagen und mit 19:22 ins zweite Viertel gingen.

Mit starkem Finish von -13 auf -4

Dieser kleine Rückstand wuchs schnell auf acht Punkte an (21:29), weil das Ramírez-Team drei Ballverluste in Folge produzierte. Erschwerend kam hinzu, dass die Löwen mit ihren Würfen von der Dreierlinie haderten. Sie trafen zur Halbzeit nur 17 Prozent, während die RIESEN nach ihrem Zwischenspurt drei Mal von der Dreierlinie trafen und ihren Vorsprung auf 13 Punkte ausbauten (24:37, 16. Minute). Die Löwen ließen sich davon nicht demoralisieren, sondern hatten ein starkes Finish. Sie erzielten in den verbleibenden vier Minuten 14 Punkte – fünf von diesen erzielte Martin Peterka nachdem er unsportlich gefoult worden war. Aber nicht nur offensiv lief es jetzt besser. Auch defensiv konnten die Löwen die Gäste mehrfach stoppen, weshalb es mit 38:42 in die Pause ging.

Ondrej Sehnal kam auf elf Punkte und sieben Assists. Fotos: Christian Schlüter

In der zweiten Spielhälfte bekamen unsere Löwen die gegnerischen Offensiv-Rebounds besser in den Griff. Zudem fielen bei der Ramírez-Mannschaft jetzt endlich ein paar Dreier. So blieben sie an den RIESEN dran (49:52), aber sie kamen nicht an ihnen vorbei. Das lag auch daran, dass die Löwen-Leistungsträger Robin Amaize und David Krämer über weite Strecken des Spiels von den Gästen aus dem Spiel genommen wurden und das Patrick-Team die Fehler der Löwen eiskalt bestrafte. So zum Beispiel, als Jordan Hulls nur ein bisschen Platz hatte und per Dreier traf. Und ebenso kurz darauf, als die Löwen den Ball verloren und der starke Jonah Radebaugh nach einem Schnellangriff zum 51:59 erfolgreich war (28. Minute). Der Guard war auch anschließend nicht zu stoppen und sorgte wesentlich dafür, dass die Löwen mit 13 Punkten Rückstand ins letzte Viertel gingen (54:67).

Ludwigsburg hat immer wieder Antworten

Anders als zuvor, liefen die Löwen jetzt ein bisschen von der Dreierlinie heiß. Das galt vor allem für Ondrej Sehnal, der zwei Mal in Folge vom Perimeter erfolgreich war. Er und der überragende Owen Klassen waren entscheidend daran beteiligt, dass der Rückstand wieder in einen einstelligen Bereich schrumpfte (73:80, 37. Minute). Doch hatten die RIESEN erneut von Downtown, aber auch in Brettnähe die passenden Antworten. Spätestens der Dreier von Tremmell Darden zum 76:85 (38. Minute) hatte für die Entscheidung in diesem Spiel gesorgt und die Niederlage der Löwen besiegelt.

Trainerstimmen zum Spiel:

Jesús Ramírez (Basketball Löwen): „Glückwunsch an Ludwigsburg zum verdienten Sieg, sie waren einfach besser. Was uns anbelangt: Wir haben mit Einsatz und auch physisch gespielt. Defensiv waren wir über weite Strecken des Spiels in der richtigen Richtung unterwegs und haben versucht, ihnen ihre Möglichkeiten wegzunehmen. Aber im Basketball kann man nicht alles wegnehmen und Ludwigsburg hat heute einige wichtige Dreier getroffen. Das gilt besonders für ihre jungen Spieler. Wir hatten in der ersten Hälfte einige gute Momente, in denen unser Reboundverhalten mehr für uns verhindert hat. In der zweiten Hälfte haben wir die Rebounds und Ballverluste besser kontrolliert, aber da hat Ludwigsburg Dreier getroffen und wir nicht. Jetzt müssen wir die Zeit nutzen, um weiterzuarbeiten – auch wenn uns kommende Woche fünf Spieler durch das Nationalmannschaftsfenster fehlen. Aber wir müssen besser und besser werden.“

John Patrick (MHP RIESEN Ludwigsburg): „Glückwunsch an Braunschweig zum Erreichen des TOP Four. Es war heute ein hart umkämpftes Spiel. Wir haben manchmal sehr gut verteidigt, hatten aber Probleme mit Owen. Er war dominant und hat ein Double-Double aufgelegt. Auch hatten wir phasenweise Schwierigkeiten mit den Guards. Wir haben nicht damit gerechnet, dass Sehnal und Brown so gut von draußen werfen können. Und auch Tischler hat einen Dreier getroffen. Aber wir haben dafür gegen Amaize und Peterka einen sehr guten Job gemacht. Es war zudem wieder ein Bombenspiel von Justin Simon. Insgesamt war unsere Intensität relativ gut, aber die Spielpause kommt für uns zur richtigen Zeit..“

Basketball Löwen: Brown 5 (4 Assists), Krämer 8 (5 Rebounds), N. Tischler 7, van Slooten 1, Klassen 24 (10 Rebounds), B. Tischler, Peterka 11, Sehnal 11 (7 Assists), Amaize 5, Turudic 8 (6 Rebounds).

MHP RIESEN Ludwigsburg: Hulls 12 (6 Rebounds, 4 Assists), Jacob Patrick 8, Simon 10 (5 Assists), Johannes Patrick 3, Bähre, Herzog 6, Radebaugh 25 (5 Rebounds, 4 Ballgewinne), Bartolo 4, Ugbo, Wohlfarth-Bottermann 8, Alkins 4, Darden 11.

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