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Riesenfreude gab's bei den Löwen!

Unaufhaltsam: Löwen besiegen auch Tabellendritten BERLIN

05.01.2019

Der Jubel war grenzenlos! Nach Heimsiegen gegen die Playoff-Kandidaten Bamberg, Ulm und Ludwigsburg haben unsere Löwen am heutigen Samstagabend auch den letztjährigen Vizemeister und aktuellen Tabellendritten ALBA BERLIN geschlagen. 83:79 (42:46) endete das von Premium Partner BS Energy präsentierte „Basketballfest“ vor einer ausverkauften Wahnsinnskulisse mit 5.094 Zuschauern in der Volkswagen Halle, in der unsere Löwen nach einem starken ersten Viertel (28:18) zur Halbzeit knapp mit vier Zählern zurücklagen. Doch nach der Pause legte das Team von Headcoach Frank Menz vor allem defensiv zu und hielt das offensivstärkste Team der easyCredit BBL im dritten Viertel bei nur zehn Punkten. Trotzdem wurde es in den letzten zehn Minuten noch einmal richtig eng: Beim Stand von 79:79 und 42 verbleibenden Sekunden war es Kapitän Thomas Klepeisz, der erneut kalt wie eine Hundeschnauze den entscheidenden Dreier zum 6. Heimsieg in Folge traf. Klepeisz kam auf 15 Punkte, während DeAndre Lansdowne 17 und Scott Eatherton 21 Zähler erzielten. Für die Gäste war Niels Giffey am erfolgreichsten (19).


Beflügelt von der tollen Kulisse erwischten unsere Löwen einen super Start ins Spiel. Vorne flutschte es bei hohen Trefferquoten (71 Prozent aus dem Feld) und hinten machte das Menz-Team einen tollen Job gegen die favorisierte und beste Offensiv-Mannschaft der Liga. Bereits in der 4. Minute reagierte ALBA-Coach Aito Garcia Reneses mit einer Auszeit, nachdem Thomas Klepeisz zum 13:7 getroffen hatte. Zwar konnten die reboundstarken Berliner (8 Offensiv-Rebounds) danach verkürzen, doch fanden DeAndre Lansdowne & Co. Antworten. Unser Topscorer leitete einen 7:0-Lauf ein (22:13) und setzte kurz vor dem Viertelende mit einem Dunk nach Ballgewinn ein weiteres Ausrufezeichen.

Mit einer 10-Punkte-Führung gingen die Löwen in die zweiten zehn Minuten (28:18). Aber ALBA war jetzt präsenter und hatte Niels Giffey in seinen Reihen, der im zweiten Viertel den Unterschied machte. Nachdem der Nationalspieler im ersten Viertel gar nicht auf dem Parkett gestanden hatte, erzielte er jetzt Punkt um Punkt und führte sein Team an die Löwen heran. In der 17. Minute lagen die Gäste dann erstmals knapp vorne (36:37) – auch, weil die Löwen ihren guten Offensiv-Rhythmus gegen die jetzt intensiver verteidigenden Berliner verloren hatten. Lediglich 14 Punkte erzielte das Menz-Team und lag auch bei den Rebounds deutlich zurück (15/22). Trotzdem gingen sie nur mit vier Punkten Rückstand in die Halbzeitpause (42:46).

„Ich habe die Jungs in der Halbzeit dann richtig provoziert und wachgerüttelt“, sagte Frank Menz, der vor der Pause unter anderem mit dem Reboundverhalten seiner Mannschaft nicht zufrieden war. Und seine Ansprache zeigte Wirkung. Joe Rahon verwandelte gleich einen Dreier und anschließend brachten die Löwen ihren Center Scott Eatherton immer besser ins Spiel. Der hatte zur Halbzeit nur vier Punkte in seiner Statistik stehen und schraubt diese nach 30 Spielminuten auf 13 Zähler hoch. Insgesamt erzielten die Löwen 20 Punkte in diesem Viertel. Aber ganz entscheidend war die Defensivleistung, mit der die Löwen um den stark verteidigenden Shaquille Hines die Berliner im dritten Viertel nur bei zehn Punkten hielten und den letztjährigen Liga-MVP Luke Sikma aus dem Spiel nahmen.

Sechs Punkte lag das Menz-Team zu Beginn des letzten Viertels vorne (62:56) und alle im Oval der Volkswagen Halle spürten, dass da was ging. Dieser Glaube manifestierte sich, als Shaquille Hines einen Dunk zum 69:59 (33. Minute) durch die Reuse hämmerte und die Zuschauer von den Sitzen riss! Aber die Berliner, die schwach von außen trafen (15 Prozent Dreierquote) waren noch nicht geschlagen, sondern packten defensiv eine Schippe drauf. Zwischen der 35. und 39. Minute erzielten die Löwen nur vier Punkte, während die Gäste sich wieder herangepirscht hatten. Bei noch einer Minute Spielzeit stand es 79:79 – und dann war wieder Thomas Klepeisz' Zeit: Unser Kapitän versenkte 42 Sekunden vor dem Ende eiskalt einen Dreier! ALBA traf im Gegenzug nicht und DeAndre Lansdowne macht dann mit einem Freiwurf den Deckel drauf.

Viertel aus Löwensicht: 28:18, 14:28, 20:10, 21:23;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Brauns
chweig): „Danke Coach Aito. ALBA spielt außergewöhnlich guten Basketball, teamorientiert, sehr schnell und defensiv anders als die meisten Teams in der Liga, mit anderen Rotationen. Es ist eine große Herausforderung, gegen sie zu spielen. Für uns ging es darum, nicht zu passiv zu agieren und nicht zu viel Respekt zu zeigen. Das ist uns allerdings auch nur in den ersten Minuten gelungen. Ich habe die Jungs in der Halbzeit dann richtig provoziert und wachgerüttelt. Wir sind dann gut rausgekommen und haben ALBA im dritten Viertel auf 10 Punkte gehalten. Das war vor allem defensiv eine starke Leistung. Schön, dass wir unsere Serie hier fortsetzen konnten und die Zuschauer mit unserer Spielweise mitnehmen konnten.“

Aito Garcia Reneses (ALBA BERLIN): „Gratulation an Braunschweig. Sie haben den Sieg verdient, sie haben sehr gut gespielt. Am Anfang des Spiels haben wir ohne Intensität gespielt. Wenn der Gegner dagegen fokussiert und mit Intensität spielt, ist es dann schwer zurückzukommen und gut zu spielen. Außerdem haben wir unsere Dreier sehr schwach getroffen. Darum hat Braunschweig den Sieg verdient.“ 

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki n.e., Blake 5 (7 Rebounds), Lansdowne 17 (6 Assists), Klepeisz 15 (5 Assists), Sengfelder 4, Kovacevic, Koné 6, Hines 8, Rahon 3 (5 Rebounds, 5 Assists), Eatherton 21 (5 Rebounds), Lagerpusch 4.

ALBA BERLIN:
Saibou 5, Giffey 19, Hundt, Schneider, Hermannsson 11 (5 Assists), Wagner, Giedraitis 11, Thiemann 3, Clifford 5, Nnoko 13 (9 Rebounds), Sikma (7 Rebounds, 3 Assists, 3 Ballgewinne, 3 geblockte Würfe), Peno 12 (4 Assists).

Boxscore zum Spiel 


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