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25 Punkte von DeAndre Lansdowne reichten nicht zum Sieg. Foto: Steffen Förster

Siegesserie endet in Crailsheim: 94:99-Niederlage n. V.

17.01.2019

Unser Headcoach Frank Menz hatte am Mittwochabend ein schweres Spiel beim Aufsteiger und Tabellenletzten HAKRO Merlins Crailsheim erwartet und genau so kam es auch. Elf Tage nach dem sensationellen Sieg über ALBA BERLIN endete die Löwen-Serie von sechs gewonnenen Spielen in Folge mit einer 94:99-Niederlage nach Verlängerung (44:50, 86:86) bei den mit Selbstvertrauen gestärkten und motivierten Merlins. Aufgrund vieler Ballverluste (19) und weil defensiv der Zugriff fehlte, gerieten die Löwen im dritten Viertel bereits mit 14 Zählern in Rückstand. Zwar hatten sie im vierten Spielabschnitt angeführt von DeAndre Lansdowne (25 Punkte) ein starkes Comeback und gingen gegen die lautstark angefeuerten Gastgeber in die Verlängerung. Doch lagen die Löwen in der Overtime schnell mit sieben Punkten zurück und das war nicht noch einmal aufzuholen. Bei den Löwen punkteten neben DeAndre Lansdowne fünf weitere Spieler zweistellig. Darunter überzeugten vor allem Bazou Koné mit 17 Punkten und 7 Assists sowie Shaquille Hines mit einem Double-Double von 10 Zählern und 11 Rebounds. Bei den Merlins war Spielmacher Dewayne Russell kaum zu stoppen und kam auf 21 Punkte.


Das Spiel startete offensiv geprägt, aber die Crailsheimer wirkten griffiger und spielten mit mehr Intensität. Das bekamen unsere Löwen im Ballvortrag zu spüren: Sie verloren im ersten Viertel fünf Mal den Ball. Dennoch gingen sie mit einem knappen Vorsprung von 27:24 in die zweiten zehn Minuten, weil sie mit 57 Prozent etwas besser aus dem Feld trafen als die Hausherren (50 Prozent Trefferquote).

Trotz der Führung war zu spüren, dass es bei unseren Löwen nicht rund lief. Defensiv hatten sie nicht den gewohnten Zugriff und in der Offensive verfielen sie häufig in Einzelaktionen und machten nicht das Tempo, das sie eigentlich gehen wollten. Das setzte sich im zweiten Viertel fort, wo die Crailsheimer sich in einen Rausch spielten und auf 27:37 aus Löwensicht davonzogen. Shaquille Hines war es schließlich, der in der 14. Minute endlich für unser Team punktete und damit einen 10:0-Lauf zum 37:37 einläutete (16. Minute). In die Halbzeit gingen unsere Löwen jedoch mit einem Rückstand von sechs Zählern (44:50).

Das zuvor Gesehene sollte sich auch im dritten Viertel nicht ändern. Die Crailsheimer mit ihrer gut aufgelegten Guard-Riege um Dewayne Russell (21 Punkte), Ben Madgen (13) und Frank Turner (14) machten Druck auf unsere Löwen. Und die waren weiterhin auf der Suche nach ihrer Defensivstärke und bekamen Scott Eatherton kaum ins Spiel. Zwar konnten sie das etwas kompensieren, indem sie gut von der Dreierlinie trafen. Doch versenkten die Gastgeber ihre Würfe jetzt noch ein bisschen besser. Und weil die Löwen auch Punkte an der Freiwurflinie liegen ließen und sich immer wieder Ballverluste einschlichen, lagen sie kurz vor Ende des dritten Viertels mit 14 Punkten zurück (59:73).

Ein Dreier von Christian Sengfelder sorgte für das 62:73, mit dem es ins letzte Viertel ging. Und der Power Forward war es dann auch, der zusammen mit Shaquille Hines, Bazou Koné und Topscorer DeAndre Lansdowne zur Aufholjagd blies. In der 35. Minute war das Menz-Team auf einen Punkt dran (78:79) – nicht nur, weil es offensiv entschlossener agierte, sondern vor allem, weil es die Merlins mehrfach über seine Verteidigung stoppte und jetzt die Rebounds dominierte. Drei Minuten vor dem Ende hatten unsere Löwen sich dann sogar die 83:81-Führung geholt. Allerdings blieb es ganz eng und so war es schließlich Thomas Klepeisz, der bei 31 verbleibenden Sekunden einen Dreier zur Verlängerung traf.

In die Overtime starteten unsere Löwen mit drei Ballverlusten in Folge, aus denen die Merlins ein 7:0 machten. Diesem Rückstand liefen DeAndre Lansdowne & Co. bis zum Schluss hinterher und konnten ihn gegen die euphorisierten und stark treffenden Crailsheimer nicht mehr wettmachen.

Viertel aus Löwensicht: 27:24, 17:26, 18:23, 24:13, 8:13;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Brauns
chweig): „Wir haben gegen einen sehr guten Gegner gespielt. Vor allem Russell haben wir einfach nicht in den Griff bekommen. Ansonsten war es ein sehr ausgeglichenes Spiel. Wir sind gut zurückgekommen, haben ein tolles Comeback gehabt und sind in die Verlängerung gekommen. Das haben wir aber nicht nutzen können und haben zu hohe Wurfquoten zugelassen. Wir wussten, dass Crailsheim sehr viel Potential offensiv hat, aber wir waren heute nicht in der Lage sie zu stoppen, vor allem unsere Bigs haben heute defensiv nicht performt. Wir haben viele Wochen über unseren Verhältnissen gespielt und haben jetzt ein paar Tage Pause gehabt zwischen ALBA und heute, das hat uns nicht gut getan.“

 

Tuomas Iisalo (HAKRO Merlins Crailsheim): „Ich habe großen Respekt vor Frank Menz und was er in Braunschweig leistet. Vor drei Wochen hatten wir unser schlechtester Saisonspiel gegen den MBC. Wir mussten der Wahrheit ins Auge sehen und verstehen, wo wir zu diesem Moment standen. Seitdem sind wir dem näher gekommen, was wir wollen. Dreißig Minuten haben wir uns heute gut bei den Rebounds geschlagen, das war unser großes Problem im vierten Viertel, indem wir es fast verschenkt haben. Ich glaube, dass so ein Sieg, genau das ist, was wir im Moment brauchen. Man hat den Spielern die Zweifel angesehen und wenn man das überwindet, dann ist der Sieg noch um einiges wertvoller.“

Basketball Löwen Braunschweig:
Nawrocki, Blake 10 (5 Rebounds), Figge n.e., Lansdowne 25 (6 Assists), Klepeisz 9, Sengfelder 10 (8 Rebounds), Kovacevic n.e., Koné 17 (7 Assists), Hines 10 (11 Rebounds), Rahon 3 (3 Assists), Eatherton 10 (9 Rebounds, 3 Assists), Lagerpusch.

HAKRO Merlins Crailsheim:
Russell 21 (6 Assists, 5 Ballgewinne), Madgen 13 (7 Rebounds, 4 Assists), Turner 14 (7 Assists, 4 Ballgewinne), Herrera 5, Wysocki 3, Neumann 4, Ferner n.e., Arnold 15 (5 Rebounds, 4 Assists), Cuffee 6, Gay 18 (7 Rebounds), Urbansky n.e..

Boxscore zum Spiel


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