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Tolle Teamleistung, super Erfolg! Foto: Robert Kagelmann

Sensationell: Löwen dominieren Bamberg und gewinnen mit 92:66

04.11.2018

Was für ein Spiel! 3.014 Zuschauer in der Volkswagen Halle haben heute ein wahres Basketball-Fest erlebt und den ersten Sieg unserer Löwen in dieser easyCredit BBL-Saison gefeiert. Überdeutlich mit 92:66 (52:38) gewann das Team von Headcoach Frank Menz gegen den bis heute noch ungeschlagenen Tabellenvierten und Champions League-Teilnehmer Brose Bamberg. Dabei dominierten die Löwen von Beginn an die Partie, spielten physisch, ließen den Ball gut laufen, trafen bei guter Quote und verteidigten auch noch stark. Zur Halbzeit lagen sie bereits vollkommen verdient mit 52:38 vorne und ließen auch nach dem Seitenwechsel nicht mehr nach. „Ich habe immer an meine Mannschaft geglaubt. Ich freue mich, dass sie jetzt den Lohn für ihren Einsatz bekommt“, sagte Frank Menz nach dem gelungenen Befreiungsschlag und der tollen Teamleistung. Scott Eatherton und DeAndre Lansdowne ragten dabei mit 23 bzw. 21 Punkten heraus.


Mit hoher Intensität und sehr entschlossen gingen die Löwen in das Spiel und entschieden die ersten zehn Minuten mit 26:17 für sich. Dabei überzeugten sie defensiv wie offensiv und trafen bei guter Quote: 50 Prozent aus dem Zweierbereich und gute 43 Prozent vom Perimeter flogen durch die Reuse. Als Scott Eatherton mit einem Dunk den Schlusspunkt des ersten Viertels gesetzt hatte, hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen. Sie honorierten die super Leistung mit lautstarkem Applaus.

Die Löwen spielten jetzt fast ein bisschen wie im Rausch. In der Offensive kombinierten sie toll und in der Defensive stoppten sie den Tabellenvierten um ihren Topscorer Augustine Rubit mehrfach. So dauerte es nicht lange, bis das Menz-Team im zweiten Viertel mit 15 Punkten führte (38:23, 14. Minute). Natürlich war damit zu rechnen, dass ein Top-Team wie Bamberg noch einmal zurückkommen kann. Und das taten die Gäste auch mit einem 7:0-Lauf (38:30), sie verkürzten sogar auf sechs Zähler. Aber unsere Löwen behielten die Nerven, konterten selber mit sieben Punkten in Folge und gingen mit einer 52:38-Führung in die Kabine.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht. Ganz im Gegenteil: Unsere Löwen schraubten ihre bis hierhin gute Dreierquote von 40 Prozent sogar auf 47 Prozent hoch und bestimmten weiterhin das Geschehen auf dem Parkett. BJ Blake, der defensiv einen starken Job gemacht hatte, aber offensiv noch nicht in Erscheinung getreten war, übernahm nun auch im Scoring Verantwortung und traf in der 27. Minute zur 20-Punkte-Führung (67:47).

Bei diesem deutlichen Vorsprung fiel es auch nicht mehr ins Gewicht, dass die Löwen im letzten Viertel kurzzeitig eine offensive Flaute hatten. Zwar konnten die Bamberger dadurch auf 16 Zähler herankommen (80:64), aber Youngster Lars Lagerpusch stellte wenig später mit einem 3-Punkte-Spiel wieder den Vorsprung von 20 Zählern her (84:64, 35. Minute). Und weil die Löwen-Verteidigung auch weiterhin stark war und in diesen letzten zehn Minuten nur neun Brose-Punkte zuließ, konnte spätestens jetzt auch der letzte Löwen-Fan aufatmen. Denn die Überraschung war perfekt und der erste Saisonsieg eingefahren!

Viertel aus Löwensicht: 26:17, 26:21, 23:19, 17:9; 

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig):
„Natürlich war das ein großer Befreiungsschlag für meine Spieler. Der Spielplan war für uns sehr ungünstig. Die Leistungen hatten bislang ganz oft gestimmt, vor allem in den Auswärtsspielen. Aber am Ende schaut man auf die Tabelle und für Außenstehende sieht das hässlich aus, für uns aber völlig normal zu diesem Zeitpunkt. Ich habe aber immer an die Mannschaft geglaubt. Ich freue mich, dass sie jetzt den Lohn für ihren Einsatz bekommt. Natürlich ist es immer schwer für eine Mannschaft, die international spielt, dann hierherkommt, nicht viel Regeneration hat und auch nicht viel Zeit, um sich vorzubereiten. Das müssen wir dann nutzen und voll da sein. Und heute waren wir voll da. Wir hatten heute nur sechs Ballverluste, das ist ein absoluter Topwert für uns. Wir haben von Anfang an gut von außen getroffen und dadurch auch mehr Freiräume für Scott Eatherton bekommen. Insgesamt haben alle Spieler einen super Job gemacht.“

Ainars Bagatskis (Brose Bamberg): „Es ist nicht leicht, nach so einem Spiel etwas zu sagen, denn alles würde sich nach einer Ausrede anhören. Aber für so ein Spiel gibt es keine Ausrede. Wir haben in den vergangenen zwei Tagen versucht, den Fokus auf dieses Spiel zu legen. Braunschweig ist eine gute Mannschaft, auch wenn das die Tabelle im Moment nicht zeigt. Wir wollten physisch spielen, aggressiv sein und aus der Defensive heraus punkten. Das alles ist uns heute nicht gelungen. Braunschweig ist ein Shooter-Team, auch wenn das die Statistiken bisher nicht zeigen. Aber man darf sie nicht spielen lassen. Sie haben in den ersten beiden Vierteln 52 Punkte gemacht, das ist zu viel. Für unsere Defense heute habe ich keine Erklärung, wir haben sie im Eins-gegen-Eins punkten lassen, im Pick-and-Roll und nach Rebounds, da war Braunschweig heute besser als wir.“

Basketball Löwen Braunschweig:
Nawrocki, Blake 9, Figge, Lansdowne 21 (6 Rebounds, 4 Assists), Klepeisz 9 (8 Assists), Sengfelder 8 (6 Rebounds), Kovacevic, Hines 6, Rahon 9 (5 Assists), Hübner n.e., Eatherton 23 (9 Rebounds), Lagerpusch 7 (6 Rebounds).

Brose Bamberg:
Rice 10 (3 Assists), Zisis 5 (4 Assists), McDowell-White, Jelovac 14, Stuckey 6 (3 Assists), Kratzer, Schmidt 5, Olinde, Harris 12, Rubit 5, Alexander 9 (9 Rebounds), Taylor n.e..

Boxscore zum Spiel


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