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Schwache Trefferquote führt zur Niederlage gegen Oldenburg

28.03.2016

Die Basketball Löwen Braunschweig konnten die Siegesserie der EWE Baskets Oldenburg nicht stoppen. Sie verloren am heutigen Ostermontag mit 58:76 (24:31) vor 3.136 Zuschauern in der Volkswagen Halle gegen den seit nunmehr neun Spielen ungeschlagenen Tabellendritten und hatten dabei vor allem Schwierigkeiten in der Offensive. Schon von Beginn an wollten die Würfe der Löwen-Basketballer kaum den Weg durch die Reuse finden (39 Prozent aus dem Feld), weshalb sie immer einem Rückstand hinterherliefen. Zwar kämpfte das Team von Trainer Raoul Korner und hatte sich nach einem 10-Punkte-Rückstand im dritten Viertel noch einmal auf zwei Zähler herangearbeitet, doch verloren die Löwen im letzten Spielabschnitt gänzlich ihren Rhythmus. In diesen letzten zehn Spielminuten unterliefen ihnen acht Ballverluste, weshalb die Gäste ihre Führung weiter ausbauen konnten und nicht mehr einzuholen waren. Für die Braunschweiger kam Derek Needham auf 16 Punkte, bei den Gästen wurde Scott Machado mit 18 Punkten Topscorer.


Die ersten Löwen-Zähler ließen mehr als zwei Minuten auf sich warten. Kenny Frease war zunächst an der Freiwurflinie und danach per Korbleger zum 4:5 erfolgreich. Aber auch sein Gegenüber Brian Qvale war zur Stelle und hielt die Donnervögel in Führung. Die Gäste hatten in diesem ersten Viertel insgesamt leichte Vorteile, weil sie teils zu frei unter dem Korb abschließen konnten und die Löwen Schwierigkeiten hatten, den Ball zu kontrollieren. Der flutschte ihnen ein, zwei Mal durch die Finger, was die EWE Baskets über Schnellangriffe ausnutzten. Hinzukommend verteidigten die Gäste auch stark, worunter die Qualität der Braunschweiger Würfe erheblich litt. Sie trafen lediglich 31 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld, während die Gäste 47 Prozent einnetzten. Und dennoch lagen die Löwen nach zehn Spielminuten nur mit 13:16 zurück.

Mit Beginn des zweiten Viertels konnte das Korner-Team zunächst auf einen Zähler Rückstand verkürzen, geriet dann aber deutlicher mit 17:25 ins Hintertreffen. Lucas Gertz konnte zwischenzeitig das 23:25 herstellen, doch bekamen die Löwen offensiv kaum einen Zugriff auf das Spiel. Die Würfen waren da, doch wollten sie einfach nicht fallen. Die EWE Baskets zündeten zwar aufgrund der durchaus bissigen Löwen-Verteidigung auch kein Offensiv-Feuerwerk ab, doch waren sie bis hierhin vor allem im Angriff die bessere Mannschaft (50 Prozent Trefferquote). Bis zum Ende des zweiten Viertels hatten die Braunschweiger nach wie vor nur eine magere Trefferquote von 31 Prozent aufzuweisen und lagen daher auch mit 24:31 zurück.

Im dritten Viertel zeigte sich zunächst ein identisches Bild – auch wenn Keaton Grant per Dreier seine ersten Punkte in dieser Partie markierte. Vorne nahmen die Löwen ein paar gezwungene Würfe und kassierten dann zwei Mal gegnerische Punkte aus dem Schnellangriff heraus. Nach 24 Minuten lagen die Braunschweiger erstmals zweistellig zurück (30:40) und in dieser Phase war es vor allem Derek Needham, der sein Team im Spiel hielt. Der Löwen-Guard attackierte den Korb, traf einen Dreier und hatte nach zwei Freiwürfen auch das 38:44 erzielt (27. Minute). Als er zum Verschnaufen auf der Bank saß, sorgten seine Big Men sogar dafür, dass die Löwen bis auf zwei Punkte herankamen. Allerdings verpuffte die Aufholjagd wieder, weil die Oldenburger die Fehler der Löwen ausnutzten und sich erneut absetzten: Mit 43:51 ging es ins letzte Viertel.

Über ein schnelles Passspiel fanden die Oldenburger jetzt vermehrt ihren freien Mann und der hieß Scott Machado. Der Spielmacher markierte acht Punkte in Serie und warf die Löwen zum 47:59-Rückstand. Die kämpften zwar, fanden aber keine Mittel mehr gegen die jetzt stark von außen treffenden und ins Laufen gekommenen Gäste. Bei den Löwen war der Spielfluss dafür gänzlich dahin. Ein Ballverlust reihte sich an den nächsten, weshalb sie immer weiter ins Hintertreffen gerieten. Ein geblockter Wurf durch Kenny Frease, sowie ein Dreier von Nicolai Simon und ein Mitteldistanz von Lucas Gertz zum Schluss riefen das Publikum noch einmal zum Jubeln auf – doch die Niederlage war schon längst besiegelt.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Glückwunsch zum verdienten Sieg. Wir waren drei Viertel mit Oldenburg auf einer Ebene und haben uns die Würfe erkämpft, die wir haben wollten, ob nun den Freiwurf oder den Dreier. Aber wir haben nicht getroffen und sind daher offensiv überhaupt nicht in den Rhythmus gekommen. Über drei Viertel konnten wir das noch kaschieren, aber im vierten Viertel ist uns komplett der Faden gerissen. Oldenburg hat die "big shots" getroffen, die wir gebraucht hätten und ist ins Laufen gekommen. Das Ergebnis war eindeutig, aber am Ende auch deutlicher als der eigentliche Spielverlauf.

Mladen Drijencic (EWE Baskets Oldenburg): Ich denke wir haben einen ähnlichen Spielverlauf erlebt wie im Hinspiel. Das Spiel war wellenartig und in der zweiten Halbzeit hatten wir offensiv die längere positive Phase. Am Anfang haben wir Probleme mit der Braunschweiger Verteidigung und dem harten Hallenboden wie auch den Bällen gehabt. Dadurch haben wir uns ein paar Mal verdribbelt. Aber wir sind über unsere Defensive in den Plus-Bereich gekommen. Insgesamt war ich mit der Verteidigung zufrieden, über die wir auch 13 Ballgewinne erarbeitet haben. Aber offensiv hatten wir Schwierigkeiten, richtig in Rhythmus zu finden. In der ersten Halbzeit hatten wir sieben Ballverluste, in der zweiten Halbzeit acht und das hat uns Probleme bereitet, Lösungen zu finden. Das können wir verbessern. Ansonsten bin ich aber sehr glücklich, dass wir hier gewinnen konnten und wir unsere Siegesserie fortgesetzt haben.

Die Viertel im Überblick: 13:16, 11:15, 19:20, 15:25.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz 4,Nash 8 (6 Rebounds), Bogdanov, Theis, Needham 16 (4 Assists), Stevens 8, Grant 3, Amaize 3, Adler, Simon 3, Frease 9 (5 Rebounds, 5 Assists, 3 geblockte Würfe), Anderson 4.

EWE Baskets Oldenburg: Kramer 14 (10 Assists, 6 Ballgewinne), Machado 18, Wimberg, Kramer, Smeulders 2, Lockhart 2, Paulding 12, Aleksandrov 3 (8 Rebounds), Schwethelm 2, Qvale 17 (9 Rebounds), Duggins 6.

Boxscore zum Spiel


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