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NYP vs. Ulm: 75:70 (25:29, 19:11, 9:16, 22:14)

06.10.2007

Lange hatten Fans und Mannschaft auf diesen Tag gewartet. Der 6. Oktober war ein lang ersehnter Samstag, an dem die BBL-Saison 2007/08 eröffnet werden sollte. Und als ob dies nicht schon Grund genug zur Freude wäre, so stand den New Yorker Phantoms mit ratiopharm Ulm ein überaus attraktiver Gegner für die Auftaktpartie ins Haus. Immerhin waren es jene Spatzen, bei denen zuvor zwei Jahre lang Jonathan Levy aktiv gewesen war. Darüber hinaus feierte Phantoms-Center Anthony Coleman seinen 25. Geburtstag. Am besten Geschenk des Abends war Coleman selbst maßgeblich beteiligt: Dem 75:70-Erfolg der Phantoms.

Gerade 15 Sekunden waren gespielt, da hallte der erste Jubel durch das Rund der Volkswagen Halle. John Allen hatte einen Wurf aus der Mitteldistanz sicher verwandelt und die Spielzeit somit offiziell eingeläutet (2:0, 1.


Lange hatten Fans und Mannschaft auf diesen Tag gewartet. Der 6. Oktober war ein lang ersehnter Samstag, an dem die BBL-Saison 2007/08 eröffnet werden sollte. Und als ob dies nicht schon Grund genug zur Freude wäre, so stand den New Yorker Phantoms mit ratiopharm Ulm ein überaus attraktiver Gegner für die Auftaktpartie ins Haus. Immerhin waren es jene Spatzen, bei denen zuvor zwei Jahre lang Jonathan Levy aktiv gewesen war. Darüber hinaus feierte Phantoms-Center Anthony Coleman seinen 25. Geburtstag. Am besten Geschenk des Abends war Coleman selbst maßgeblich beteiligt: Dem 75:70-Erfolg der Phantoms.

Gerade 15 Sekunden waren gespielt, da hallte der erste Jubel durch das Rund der Volkswagen Halle. John Allen hatte einen Wurf aus der Mitteldistanz sicher verwandelt und die Spielzeit somit offiziell eingeläutet (2:0, 1. Minute). Die Gäste aus Ulm zeigten sich ebenfalls in bester Spiellaune und konzentrierten sich zu Beginn darauf ihre großen Spieler in Szene zu setzen. Durch gutes Passspiel und intelligentes Post-up von Bryan Lucas legten die Spatzen unmittelbar nach (7:8, 3. Minute). Beide Mannschaften profitierten in der Folge vornehmlich von ihrer guten Transition, was sowohl bei Braunschweigs Trainer Emir Mutapcic, als auch bei seinem Ulmer Pendant Mike Taylor für Argwohn sorgte. Die Fans indes kamen voll auf ihre Kosten – spätestens nach dem Alley-oop von Domonic Jones auf Jonathan Levy (15:13, 5. Minute). Danach kippte das Momentum auf Seiten der Gäste, welche in der Early-Offense zweimal hintereinander einen freien Schützen – lies: Sebastian Betz – fanden (18:21, 7. Minute). Dank des langsam erstarkenden Kyle Visser blieb Braunschweig bis zur Viertelpause auf Schlagdistanz (25:29).

Den zweiten Abschnitt begannen die Hausherren mit deutlich mehr Intensität bei der Verteidigung des eigenen Korbes. Die physischere Gangart machte sich direkt bemerkbar. Ulm kam nicht mehr zu einfachen Punkten am Brett, die Phantoms dafür zu vielen Defensivrebounds und Zählbarem im Fastbreak. Selbst eine Auszeit Taylors konnte den 12:2-Lauf der Niedersachsen nicht stoppen (37:31, 15. Minute). Dafür bedurfte es schon zweier hart erarbeiteter Freiwürfe von Jeff Gibbs. Wenig später gab es den ersten Auftritt des kurzfristig für den verletzten Peter Fehse an Bord geholten Jason Cain zu begutachten. Der Center akklimatisierte sich schnell auf dem BBL-Parkett und sammelte nach einem Offensivrebound seine ersten Punkte an der Linie (40:37, 18. Minute). Obwohl Ulm versuchte über verschärfte Transition die Braunschweiger Verteidigung auszuhebeln wahrten die Phantoms durch aufopferungsvollen Einsatz ihre Führung (44:40).

Startete Braunschweig beschwingt ins zweite Viertel, so sollten nach dem Seitenwechsel die Donaustädter besser in die Partie finden. Die Spatzen agierten kontrolliert und geduldig, suchten den hochprozentigen Abschluss innerhalb der Zone. Bezeichnend dafür: Die etatmäßigen Innenspieler Konrad Wysocki und Jeff Gibbs schrieben sich mit jeweils drei gegebenen Assists in der internen Teamwertung an erste Stelle. Der 10:4-Run der Gäste fand erst durch eine Mutapcic-Auszeit sein Ende (48:50, 24. Minute). Es blieb weiter eng, doch sollte den Gästen das kämpferische Element stets einen minimalen Vorteil verschaffen (53:56).

Die Partie blieb spannend, testete die nervliche Belastung von Spielern und Trainern, sorgte aber zudem für beste Unterhaltung auf den Rängen. Erst als Spatzen-Forward Gibbs zur Behandlung einer kleinen Handverletzung kurzzeitig vom Feld musste wendete sich das Blatt maßgeblich. Dreier John Allen (Foto), Dunk und Korbleger Visser – Mike Taylor zog die taktische Reißleine und bat seine Mannen zum Gespräch an die Seitenlinie (68:64, 36. Minute). Die Instruktionen des Gästetrainers nutzten kurzfristig wenig. Da sich jedoch auch Braunschweig offensiv wenig produktiv zeigte blieb die Partie eng (70:66, 38. Minute). Erst ein Dreier von Steven Wright sorgte bei den gut 2.800 Zuschauern in der Volkswagen Halle für stehende Ovationen (73:66, 39. Minute). Die Spatzen erholten sich von Wrights Distanztreffer nicht mehr und so war der Weg frei für den 75:70-Sieg der New Yorker Phantoms.

Nach der Partie fand Emir Mutapcic lobende, aber auch kritische Worte zu der Vorstellung seiner Mannschaft. „Es ist nicht einfach, gleich zu Saisonbeginn ein Spiel zu absolvieren, bei dem man die Favoritenrolle inne hat – besonders gegen Ulm. Wir sind ein sehr junges Team, was sich besonders bei den Rebounds bemerkbar gemacht hat“, so der Phantoms-Headcoach. Braunschweig griff sich im Spielverlauf 36 Rebounds, Ulm derer 49. Mutapcic: „Die Mannschaft ist nervös gestartet, hat aber im Verlauf des Spiel ihr Talent und viel Herz gezeigt. Aufgrund der Foulprobleme von Domonic Jones hat Steven Wright in der zweiten Halbzeit viel spielen müssen und diese Herausforderung gut angenommen. Sein Dreier war die Vorentscheidung. Wir haben zwar für die Zuschauer attraktiven, aber nicht immer effektiven Basketball gespielt.“

Gästetrainer Mike Taylor zollte den Hausherren Respekt „Meinen Glückwunsch an Braunschweig, das in den wichtigen Phasen die ebenso wichtigen Körbe gemacht hat“, befand der Ulmer Übungsleiter. Taylor: „Für beide Mannschaften war es noch sehr schwierig den richtigen Rhythmus zu finden. Für uns war es in der Zone schwierig, da unsere Center fast immer Mismatches hatten. Nichts desto trotz hat meine Mannschaft gekämpft, und das wird uns die komplette Saison über auszeichnen.“

New Yorker Phantoms:

Wright (3/1), Levy (9), Allen (11/1), Visser (17), Drevo (10/2), Stückemann (2), Jones (7/1), Cain (3), Coleman (13)

ratiopharm Ulm:

Gallup (11/1), Betz (6/2), Bailey (11), Wysocki (10), Joyce (4), Sprünken (2), Möbius, Gibbs (16), Finn (2), Lucas (8)

 


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