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Löwen wollen „Turnaround“ in Bonn schaffen

09.01.2020

Noch in der Vorsaison bedeutete das Duell Basketball Löwen gegen die Telekom Baskets Bonn Kampf um die Playoffs. Im Aufeinandertreffen am kommenden Freitagabend, 10. Januar (Tip-off: 19 Uhr), geht es für beide Mannschaften jedoch darum, der laufenden Saison eine positive Wende zu verpassen. Nach starkem Start in die Spielzeit verloren unsere Löwen zuletzt wettbewerbsübergreifend acht von neun Spielen und rutschten mittlerweile auf den 12. Tabellenplatz ab. In Bonn folgte nach dem Auftaktsieg gegen Frankfurt lediglich ein Sieg gegen den SYNTAINICS MBC – seitdem stehen inklusive des Pokal-Viertelfinaspiels fünf Niederlagen in Folge und der vorletzte Rang zu Buche. MagentaSport überträgt die für beide Seiten wichtige Partie ab 18.45 Uhr live auf www.magentasport.de/basketball.


Dass die Telekom Baskets Bonn spielerisches Potenzial besitzen, hat das Team von Headcoach Thomas Päch bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Nicht nur, dass sie in der Basketball Champions League ihre Vorrundengruppe anführen (6 Siege, 4 Niederlagen), sondern insbesondere der Erfolg im Pokal-Achtelfinale beim FC Bayern Basketball sorgte für Aufsehen. In der BBL hingegen läuft es nicht rund, sodass die Verantwortlichen – auch als Reaktion auf die Verletzung von Center Stephen Zimmerman – mit dem Big Man Alec Brown und Rückkehrer Eugene Lawrence kurzfristig nachgerüstet haben.

Brown absolvierte bei der 73:85-Niederlage in Ulm einen soliden Einstand (13 Punkte, 2 Dreier), Lawrence wird am Freitag erstmals seit 2016 wieder das Bonner Trikot überstreifen. Er begann die Saison beim griechischen Club Ionikos Nikaias B.C. und kam dort auf 6,5 Punkte sowie 4,3 Assists pro Partie. Im Bonner Backcourt trifft der erfahrene Spielmacher auf den Topscorer Branden Frazier (15,3 PpS), der gleichzeitig bester Vorlagengeber ist (4,7 ApS). Frazier strahlt wie auch Scharfschütze Benjamin Simons (46,8 Prozent) große Gefahr vom Perimeter aus und trifft 43,7 Prozent der Versuche von „Downtown“.

Generell ist der Dreipunktewurf eine große Stärke der Rheinländer, so übertreffen nur vier Teams in der BBL die Erfolgsquote von 39,2 Prozent. Nicht unbedingt für seinen Wurf, aber vor allem für seine Arbeit unter dem Korb und im Pick-and-Roll ist Center Martin Breunig bekannt. Nach dem Ausfall von Zimmerman ist der Mann mit dem markanten Bart der beste Rebounder der Mannschaft (4,4 RpS). Mit Yorman Polas Bartolo, TJ DiLeo, Joshiko Saibou und Benjamin Lischka bildet Breunig einen starken deutschen Kern. „Bonn ist in einer ähnlichen Situation wie wir“, erklärt Löwen-Headcoach Pete Strobl: „Sie haben im Sommer als auch unter der Saison einige neue Spieler dazu bekommen und sind noch dabei, ihre Identität zu finden.“

Unsere Löwen wollen sich trotz des gegenwärtigen Drucks von den Negativerlebnissen der vergangenen Wochen nicht beirren lassen: „Die Atmosphäre im Training ist trotz der letzten Ergebnisse sehr gut. Die Jungs zeigen, dass sie eine gute Gruppe sind – alle hängen sich voll rein“, so Strobl. Ein weiterer Ansatzpunkt in der Trainingsarbeit war die Entscheidungsfindung der Spieler, die auch angesichts der zuletzt vielen Ballverluste ausbaufähig war. „Das Team mit den richtigen Entscheidungen in den wichtigen Momenten wird das Spiel am Freitag gewinnen“, betont Pete Strobl. Trotz des richtungsweisenden Charakters der Partie habe sich der Fokus auf die Aufgabe und das Zutrauen in die Akteure nicht verändert. Erwartungen hegt der Löwen-Coach an Kapitän Thomas Klepeisz und Co. dennoch: „Ich erwarte, dass wir konstant, hart und konzentriert, mit viel Herz und Energie, vor allem aber zusammen als Team spielen und als Einheit auftreten.“


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