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18 Punkte bedeuten für Tim Schwartz eine neue Karrierebestleistung.

Löwen verlieren mit 75:80 gegen Tigers

29.04.2017

Die Revanche für die schmerzhafte Hinrunden-Niederlage ist nicht gelungen: Mit 75:80 (38:42) haben unsere Löwen am heutigen Samstag, den 29. April, ihr vorletztes Saisonspiel bei den WALTER Tigers Tübingen verloren, waren dabei allerdings auch ohne ihren verletzten Spielmacher Carlos Medlock angetreten (Außenbandanriss im linken Sprunggelenk). Trotz dieser Schwächung hatte das Menz-Team zu Beginn des zweiten Viertels schon mit sieben Zählern in Führung gelegen, verlor dann aber den Offensiv-Rhythmus und geriet im dritten Viertel mit zehn Punkten (40:50) in Rückstand. Über die erneut starken Dyshawn Pierre (24 Punkte, 9 Rebounds) und Tim Schwartz (18 Punkte, Karrierebestleistung) kämpften sich die Löwen zurück ins Spiel und hatten bei einer 72:69-Führung zweieinhalb Minuten vor dem Ende auch die Chance auf einen Sieg. Doch wollte bei den Löwen dann kaum noch etwas fallen, während die Tübinger keinen Wurf mehr vergaben und angeführt von ihrem Topscorer Stanton Kidd (20 Punkte) das Spiel zu ihren Gunsten entschieden. Durch die Niederlage ist es den Löwen nicht gelungen, die Tigers in der Tabelle zu überholen. Daran würde auch ein Sieg im letzten Saison- und Auswärtsspiel bei der BG Göttingen nichts ändern, das bereits am Montag, den 1. Mai (15.30 Uhr), stattfindet.


Beide Teams starteten mit offenem Visier und vor allem treffsicher von außen. Nach vier Minuten hatten sowohl unsere Löwen, wie auch die Tigers je zweimal vom Perimeter getroffen, ehe das Menz-Team das Spiel mehr unter den Korb verlagerte. Nachdem Carlton Guyton bereits sieben Punkte erzielt hatte, war hier jetzt Geoffrey Groselle per Dunking und Korbleger zum 16:11 erfolgreich. Aber in der noch nicht von hoher Intensität geprägten Partie glichen die Gastgeber wenig später zum 16:16 aus. Bis zum Viertelende verlief das Spiel ausgeglichen, allerdings konnten unsere Löwen immer wieder vorlegen. So auch in den letzten beiden Angriffen dieses Spielabschnitts, als Carlton Guyton traf und das 22:20 aus Löwensicht herstellte.

Mit Beginn des zweiten Viertels hatte unser Team seinen Vorsprung schnell auf sieben Zähler ausgebaut (20:27). Aber die Tübinger kamen erneut heran und hatten sich in der 15. Minute eine knappe Führung geholt (32:31, 15. Minute). Dyshawn Pierre antwortete darauf mit einem Dreier und legte auch sofort zum 36:34 für sein Team nach (17. Minute). Doch im Anschluss daran stockte der Offensiv-Motor, wodurch unseren Löwen drei Minuten lang kein Korb gelang. Die Tigers nutzten das zum 39:36 und diesen Rückstand konnten die Braunschweiger bis zur Halbzeit nicht mehr wettmachen. Dabei hätten sie dazu noch die Gelegenheit gehabt: Zwei Sekunden vor der Halbzeitpause waren sie auf einen Punkt dran und hatten Ballbesitz. Aber sie verloren den Ball, woraus die Tigers mit einem Dreier zum 42:38 Kapital schlugen.

Die Tübinger, die zur Halbzeit starke 58 Prozent ihrer Dreipunktewürfe getroffen hatten, eröffneten das dritte Viertel mit einem weiteren erfolgreichen Wurf vom Perimeter. Wieder war es Dyshawn Pierre, der daraufhin zum 40:45 verkürzte. Aber insgesamt lief es bei unseren Löwen nicht rund. Ihr Spiel wirkte etwas statisch und so hatten unsere Löwen auch Schwierigkeiten, sich gute Würfe zu kreieren. Als Folge dessen waren ihnen in vier Minuten lediglich zwei Punkte gelungen - in dieser Zeit hatten die Tigers sich eine 10-Punkte-Führung erspielt (50:40, 24. Minute). Es sah in dieser Phase nicht gut für die Löwen aus, bis Tim Schwartz sein Team mit fünf Punkten in Folge wachrüttelte. Mit seinen Treffern gab er die Initialzündung für eine Aufholjagd, bei der fast alle seiner Teamkollegen punkteten und es plötzlich wieder flutschte. Die Folge: Eine Minute vor dem Ende dieses Viertels hatte das Menz-Team sich über Dyshawn Pierre die Führung zurückgeholt (53:52) und die nahm es auch mit in den letzten Spielabschnitt (58:56).

Der Start in das vierte Viertel gehörte erneut den Gastgebern. Die machten sechs Punkte in Folge, während es auf Löwenseite fast drei Minuten dauerte, bis Dyshawn Pierre mit einem Dunking ein Ausrufezeichen setzte und sein Team auf 60:64 heranführte. Und unsere Löwen kämpften. Nach Zählern von Geoffrey Groselle waren sie auf drei Zähler dran (66:69), ehe nach guten Braunschweiger Defensivaktionen erneut Tim Schwartz zur Stelle war. Der Forward versenkte zwei Dreier und warf sein Team 2,5 Minuten vor dem Ende mit 72:69 in Führung. Wie schon zuletzt gegen Würzburg hatten die Löwen sich damit wieder die Chance auf einen Sieg erarbeitet. Doch sollte daraus wiederholt nichts werden, weil nach den sechs Schwartz-Zählern nur noch wenig zusammenlief und unsere Löwen bis zum Spielende nur noch drei weitere Punkte machten. Die Tigers hingegen trafen alle ihrer vier letzten Feldwürfe und zusätzlich zweimal von der Freiwurflinie.

Viertel im Überblick: 22:20, 16:22, 20:14, 17:24;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): Herzlichen Glückwunsch an Coach McCoy und seine Mannschaft zu diesem Sieg. Das Spiel stand unter keinen guten Vorzeichen. Vor dem gestrigen Training hat sich Carlos Medlock am Fuß verletzt. Es war heute das erste Spiel ohne hin. Dazu fehlte Carlton Guyton zuletzt acht Wochen wegen seiner Wirbelsäulenprobleme. Wir konnten den Ausfall aber recht gut kompensieren. Und dennoch, wir wollten das heutige Spiel gewinnen. Ich denke, wir haben auch eine gute Leistung gezeigt. Tübingen hat gut getroffen. Wir haben nie aufgegeben, am Ende hat es leider nicht gereicht. Ich muss meiner Mannschaft dennoch ein Kompliment machen, wie sie diese Saison nach einem schweren Start gut gemeistert haben.

Tyron McCoy (WALTER Tigers Tübingen): Vielen Dank für die Glückwünsche. Wir wollten heute unbedingt dieses letzte Spiel gewinnen. Vor allem für unsere Fans, die uns in dieser Spielzeit phantastisch unterstützt haben. Es war eine Partie, in welcher beide Mannschaften vor allem in der Offensive gute Akzente setzten konnten. Defensiv war es heute in Ordnung, wenngleich es immer besser sein kann. Davion Berry hatte eine ganz schlechte erste Halbzeit, doch er hat sich nach der Pause gefangen und in der Schlussphase wichtige Würfe für das Team getroffen. Ich bin sehr glücklich über diesen letzten Heimsieg in dieser Saison.

Basketball Löwen Braunschweig:
Ebert,Figge 3, Theis, Klepeisz 6 (8 Assists), Alte n.e., Schwartz 18, Pierre 24 (9 Rebounds), Guyton 11, Simon, Groselle 10 (7 Rebounds), Boykin 3.

WALTER Tigers Tübingen: Washburn 9 (6 Rebounds), Georg n.e., Jordan 9 (3 Assists), Munoz 5, Kolo n.e., McGhee 7, Marin, Kidd 20 (5 Assists), Stewart 13, Berry 5, Philmore 12.

Boxscore zum Spiel


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