News

Die Löwen um Kapitän Tommy Klepeisz haben gekämpft und gesiegt.

Löwen holen wichtigen 90:85-Auswärtssieg in Bonn

10.01.2020

Unseren Löwen ist am Freitagabend in der Nachholpartie des fünften Spieltags ein wichtiger 90:85-Auswärtserfolg (32:41) bei den Telekom Baskets Bonn gelungen. Aufgrund der für beide Mannschaften hohen Bedeutung dieser Begegnung war kein schönes Spiel zu erwarten. Und das war es auch über weite Strecken nicht. Aber es war ein Kampfspiel. Und den Kampf hatten die Löwen vor allem in der zweiten Spielhälfte angenommen, nachdem sie zunächst mit neun Zählern Rückstand in die Pause gegangen waren. Das Team von Pete Strobl gewann das dritte Viertel mit 29:20 aufgrund verbesserter Verteidigung und lief auch offensiv heiß. Das setzte sich in den letzten zehn Minuten fort, die die Löwen durch wichtige Rebounds, Würfe und eine weiterhin wache Defense ebenfalls für sich entschieden. Insgesamt fünf Löwen punkteten zweistellig, Scott Eatherton war mit 24 Punkten der Topscorer, für die Bonner war Neuzugang Eugene Lawrence (12) am erfolgreichsten.


Unsere Löwen starteten fahrig in die Partie. Sie verloren in den ersten vier Minuten gleich drei Mal den Ball und lagen prompt mit 2:8 hinten. Auch nach einer Auszeit von Pete Strobl zeigte sich zunächst keine Besserung, weshalb die Bonner auf 14:4 davonzogen (7. Minute). Erst dann fanden unsere Löwen etwas mehr Rhythmus und kamen über Trevor Releford auf 12:16 heran. Allerdings waren insgesamt sieben Ballverluste im ersten Viertel gepaart mit lediglich 17 Prozent Dreierquote nicht zu kompensieren und ausschlaggebend für einen 14:21-Rückstand, mit dem es ins zweite Viertel ging.

Hier suchten unsere Löwen nun etwas mehr ihren Topscorer Scott Eatherton, den sie im ersten Viertel trotz des Fehlens von Bonns Center Martin Breunig nicht ins Spiel gebracht hatten. Er führte sein Team mit zwei sogenannten „and-ones“ (Korb plus Foul) auf 20:23 heran. Und das Strobl-Team blieb auch weiterhin an den Bonnern dran, hatte bis drei Minuten vor der Halbzeitpause auch immer wieder die Chance, mit den Gastgebern gleichzuziehen. Doch dann verloren unsere Löwen in den letzten 2,5 Minuten des Viertels vier Mal den Ball und gaben den Bonnern damit die Möglichkeit, ihren Vorsprung auszubauen. Die nutzten das nahezu perfekt aus und lagen nach einem Dreier von Lawrence mit 41:32 nach 20 Minuten vorne.

Mit Beginn des dritten Viertels ging der Ball konsequenter direkt an den Korb zu Scott Eatherton, der im Alleingang auf 38:44 verkürzte. Doch hatten die Bonner noch die richtigen Antworten und zogen auf 50:38 davon. Pete Strobl reagierte mit einer Auszeit und aus dieser kam sein Team richtig stark zurück. Vor allem verteidigten unsere Löwen jetzt besser, standen gut in den Passwegen. Sie forcierten Offensiv-Fouls und Ballverluste des Gegners und ließen die Bonner in vier Minuten nur 2 Punkte erzielen. Und so räumte auch Bonns Trainer Thomas Päch nach dem Spiel ein: „Der entscheidende Moment war, dass wir es nach unserer 12-Punkte-Führung im dritten Viertel versäumt haben, dem Braunschweiger Druck standzuhalten und uns eigene Wurfchancen zu erarbeiten. In dieser Phase haben unsere Turnover zum Braunschweiger Lauf beigetragen.“ Die Folge: In der 27. Minute hatten sich unsere Löwen die 54:52-Führung geholt. Letztendlich entschieden sie das Viertel mit 29:20 für sich und gingen mit einem Gleichstand von 61:61 in die letzten zehn Minuten.

Hier blieben unsere Löwen weiterhin defensiv aggressiv und zwangen die Bonner zu vier Ballverlusten in den ersten drei Minuten. Nach einem Ballgewinn und Dunk des nun richtig stark aufspielenden Karim Jallow, der auch mit immens wichtigen Offensiv-Rebounds zur Stelle war, führten sie mit 71:65 (34. Minute). Jetzt nahm Bonns Trainer Thomas Päch eine Auszeit. Seine Mannschaft kam daraufhin noch einmal auf 71:74 heran, doch blieben Jallow & Co. konzentriert, kämpften um die Rebounds und behaupteten ihre Führung. Ein Dreier von Trevor Releford 65 Sekunden vor dem Ende zum 86:78 stellte die Weichen auf Sieg und den machte Lucca Staiger schließlich an der Freiwurflinie klar.

Viertel aus Löwensicht: 14:21, 18:20, 29:20, 29:24;

Trainerstimmen zum Spiel:

Pete Strobl (Basketball Löwen Braunschweig):
„Es war ein hartes Spiel. Es ist immer schwer in der Bundesliga auswärts zu spielen. Die Baskets sind bekannt für ihre Zuschauer, die Stehtribüne, den Fanblock. Beide Mannschaften standen unter Druck. Wir haben uns in dieser Woche sehr auf uns konzentriert und das Training strenger und diszipliniert durchgeführt. Ich bin sehr froh, dass meine Jungs darauf gut reagiert haben und heute besonders in der zweiten Halbzeit als Team und mit Kampfgeist gespielt haben.“

Thomas Päch (Telekom Baskets Bonn): „Bevor ich auf das Spiel eingehe, muss ich die unglaubliche Atmosphäre heute im Telekom Dome erwähnen, was wirklich etwas Besonderes ist. Die Unterstützung der Fans, intern von den Mitarbeiten und den Trainern ist unglaublich und es beeindruckt mich sehr, wie alle versuchen, an einem Strang zu ziehen, und uns in dieser Phase versuchen zu helfen. In der ersten Halbzeit haben wir viele Dinge richtig gemacht. Der entscheidende Moment war, dass wir es nach unserer 12-Punkte-Führung im dritten Viertel versäumt haben, dem Braunschweiger Druck standzuhalten und uns eigene Wurfchancen zu erarbeiten. In dieser Phase haben unsere Turnover zum Braunschweiger Lauf beigetragen. Wenn man mit 12 Punkten führt, müssen wir einfach einen besseren Job machen.“

Basketball Löwen Braunschweig: Wank, Lyles 6, Zeeb n.e., Staiger 10 (5 Assists), Klepeisz 4 (6 Assists), Göttsche n.e., Marelja n.e., Releford 20 (3 Assists), Lawson III 12 (5 Rebounds), Hübner n.e., Jallow 14 (8 Rebounds), Eatherton 24 (6 Rebounds, 3 Ballgewinne).

Telekom Baskets Bonn: Saibou 8, McKinney-Jones 2, Lawrence 12 (4 Assists), Subotic 6, Lischka 11, Frazier 9, DiLeo 11 (7 Assists), Bartolo 8, Brown 7 (3 Assists), Binapfl n.e., De Oliveira n.e., Simons 11.

Statistik zum Spiel


DatenschutzImpressum