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Schreit seine Emotionen raus: Christian Sengfelder. Foto: Robert Kagelmann

Löwen besiegen Frankfurt und bleiben im Playoff-Rennen

10.05.2019

Nach zuletzt drei knappen Niederlagen in Folge haben unsere Löwen am Freitagabend vor 3.411 Zuschauern in der Volkswagen Halle ihre Chance auf den möglichen Playoff-Einzug gewahrt. Unser Team um Headcoach Frank Menz war von Beginn an fokussiert, spielte jedes Viertel konstant und besiegte den direkten Konkurrenten FRAPORT SKYLINERS am Ende deutlich mit 95:77 (47:47). Unsere Löwen hatten in der ersten Halbzeit noch Probleme mit Jason Clark (26 Punkte) und der guten Frankfurter Dreier-Quote von 50 Prozent, weshalb aus einem guten Start mit einer 15:5-Führung ein 47:47 zur Halbzeit wurde. Nach der Pause übernahmen unsere Löwen um das starke Duo DeAndre Lansdowne (24) und Christian Sengfelder (23) aber zunehmend das Kommando: Sie ließen insgesamt nur noch 30 Punkte zu, dominierten trotz des verletzungsbedingten Ausfalls ihres Top-Centers Scott Eatherton die Rebounds und erhielten zudem wichtige Impulse von ihren Bankspielern. Auf diese Weise hatten sie sich in der 36. Minute das 87:68 erspielt, was gleichbedeutend mit der Vorentscheidung war. Am Sonntag kommt es nun mit dem letzten Spieltag zum Showdown im Kampf um die Playoffs. Dann treffen die Löwen um 18 Uhr auf medi bayreuth (Volkswagen Halle).


Unsere Löwen begannen das Spiel mit einer starken Verteidigung, und die bereitete den Frankfurtern minutenlang Kopfzerbrechen. Nach vier Minuten machten die Gäste ihre ersten Punkte und zu diesem Zeitpunkt hatten unsere Löwen bereits 12 Zähler erzielt. Kurz darauf führte das Menz-Team mit 15:5 (6. Minute), kassierte dann aber acht SKYLINERS-Punkte in Folge. Darunter waren auch zwei Dreier – aus der Distanz trafen die Frankfurter im ersten Viertel 50 Prozent. Die Löwen waren vom Perimeter nicht so erfolgreich, dafür aber in Brettnähe, wo sie starke 80 Prozent versenkten. Das machte die Partie zu einer engen Kiste, die beim Stand von 23:20 ins zweite Viertel ging. 

Da übernahm Thomas Klepeisz in den Anfangsminuten gleich das Kommando. Unser Kapitän erzielte acht Punkte in Folge und als der starke DeAndre Lansdowne noch einen Dreier nachlegte, führten unsere Löwen wieder mit zwölf Punkten (36:24). Dann drehte allerdings Jason Clark auf. Der Frankfurter Guard versenkte drei Dreier hintereinander und leitete einen 13:0-Lauf ein über den die Gäste sich die erste Führung holten (36:37, 16. Minute). Absetzen konnte sich aber keine Mannschaft. Stattdessen wechselte die Führung etliche Male hin und her, ehe es mit 47:47 in die Pause ging. 

Wieder auf dem Parkett blieb die intensive Partie weiterhin spannend. Nach knapp 27 gespielten Minuten lagen unsere Löwen mit vier Punkten vorne. Und dann zündeten sie den Turbo. Angeführt vom überragenden Christian Sengfelder, der sowohl von der Dreierlinie wie auch im Pick-and-Roll einen starken Job machte, zogen die Löwen auf elf Punkte weg. Dafür war auch die gute Verteidigung entscheidend. Denn in den letzten vier Minuten des dritten Viertels erzielten die Gäste nur noch drei Punkte, im gesamten Viertel waren es nur 16 gegnerische Zähler. 

Den Schwung zum Ende des dritten Spielabschnitts nahmen unsere Löwen mit und jeder leistete dazu seinen Beitrag. Chris Sengfelder & Co. schnappten sich jetzt mehr Rebounds am offensiven Brett als die Gäste, verteilten den Ball gut und trafen noch drei Dreier. Bei den Frankfurtern um Jason Clark schien hingegen die Luft raus zu sein, sie hatten offensiv wie defensiv kaum noch etwas entgegenzusetzen. Nach einem Dreier von Shaquille Hines, der im Schlussviertel zehn Punkte erzielte, führten unsere Löwen in der 36. Minute mit 87:68. Zwar stemmte sich Frankfurts Quantez Robertson gegen einen wachsenden Rückstand, aber der Löwen-Sieg war da schon längst klar. 

Viertel aus Löwensicht: 23:20, 24:27, 27:16, 21:14;

Trainerstimmen zum Spiel: 

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): „Das war ein fantastisches Spiel von uns. Uns war klar, dass hier die Mannschaft gewinnen wird, die mehr investiert. Frankfurt ist eines der taffsten Teams in der Liga. Wir mussten physisch dagegenhalten und haben es geschafft, ohne Scott Eatherton das Spiel zu gewinnen und es sogar zu dominieren. Defensiv war das eine tolle Teamleistung. In der ersten Halbzeit hatten wir allerdings Probleme mit Jason Clark und Frankfurt hatte insgesamt eine 3er-Quote von 50 Prozent. Wir hingegen haben schlecht geschossen, aber den Korb gut attackiert. Positiv hervorzuheben ist auch, dass Frankfurt vor dem Spiel die beste Offensiv-Rebound-Mannschaft der Liga war, wir heute aber sechs Offensiv-Rebounds mehr als sie geholt haben. Außerdem haben unsere beiden Aufbauspieler zusammen 15 Assists bei nur zwei Ballverlusten, das ist großartig. Jetzt sind wir emotional auf einem Hoch. Wir müssen aber am Sonntag mit der gleichen Energie rauskommen und wieder ein gutes Spiel machen und gewinnen.“

Gordon Herbert (FRAPORT SKYLINERS): „Glückwunsch an Frank und sein Team. Braunschweig hat verdient gewonnen. Sie haben hervorragend gearbeitet und sich durchgesetzt, das sieht man auch an den Offensiv-Rebounds und den Freiwürfen, die sie sich erarbeitet haben. Von unserem Einsatz bin ich dagegen enttäuscht und man hat gesehen, dass wir am Anfang nicht bereit waren, zu spielen.“

Basketball Löwen Braunschweig:Nawrocki 2, Blake 8 (10 Rebounds), Bilski n.e., Figge 1, Lansdowne 24 (6 Rebounds, 5 Assists), Klepeisz 13 (6 Assists), Sengfelder 23 (6 Rebounds), Kovacevic n.e., Hines 13, Rahon 5 (5 Rebounds, 9 Assists), Hübner n.e., Lagerpusch 6.

FRAPORT SKYLINERS: Clarance n.e., Zeeb 6, Clark 26, Huff 8, Vargas, Wohlfarth-Bottermann 4, Kratzer 4, Robertson 14 (7 Rebounds, 3 Assists), Mangold n.e., Holder, Kiel 1, Larson 14 (5 Assists).

Boxscore zum Spiel


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