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Löwen auf der Suche nach der Selbstverständlichkeit

06.04.2016

Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen die ambitionierten Playoff-Mannschaften aus Oldenburg und Frankfurt begegnen die Basketball Löwen Braunschweig mit den GIESSEN 46ers wieder einem Gegner auf Augenhöhe. Am kommenden Freitag, 8. April (Tip-Off: 20 Uhr), eröffnen die Löwen und der Aufsteiger aus Hessen (Bilanz: 14:14) in der Sporthalle Gießen-Ost das Wochenende des 29. Spieltags. Das Team von Headcoach Raoul Korner liegt aktuell mit zwei Siegen weniger direkt hinter den Gießenern auf dem zehnten Tabellenplatz.


Die 46ers verloren gerade erst denkbar knapp mit 75:76 bei den EWE Baskets Oldenburg. Diese Niederlage ändert jedoch nichts daran, dass sie als Aufsteiger weiter um den Einzug in die Playoffs kämpfen. Diese Tatsache reicht beinahe als Bewertung ihrer bisherigen Saisonleistung aus: Das Team von Denis Wucherer präsentiert sich ähnlich wie der direkte Konkurrent um den achten Platz Würzburg nicht als gewöhnlicher Aufsteiger. Im Hinspiel konnten die Löwen einen engen 72:68-Erfolg einfahren, seitdem hat Gießen allerdings noch einmal personell nachgelegt. Nach Karsten Tadda kam auch noch Big Man Gabriel Olaseni als Leihgabe aus Bamberg, der 11,7 Punkte sowie 7,2 Rebounds auflegt und ein Upgrade für den 46ers-Kader bedeutet. „Er ist ein klassischer Pick-and-Roll-Center, der mit seiner Athletik, Länge und Schnelligkeit ein schwieriges Match-Up für uns darstellt“, so Löwen-Coach Korner. An der Seite des Briten agiert im Frontcourt Power Forward Suleiman Braimoh, der zugleich Topscorer der Gießener ist. Braimoh erzielt 13 Punkte im Schnitt, fehlte allerdings im Hinspiel ebenso wie Kapitän Anthony DiLeo.

Neben den beiden Big Men punktet in Braydon Hobbs ein dritter Spieler im Kader der Hessen zweistellig. Der 1,96 Meter große Point Guard besticht überdies mit seiner Vielseitigkeit: „Hobbs ist ein Spieler, der jederzeit für ein Triple-Double gut ist. Er besitzt eine gute Übersicht, trifft wichtige und schwierige Würfe und ist das Gehirn dieser Mannschaft“, erklärt Korner die Stärken Hobbs’, die sich in Zahlen wie folgt ausdrücken: 10,3 Punkte, 5 Rebounds, 5,1 Assists und 1,8 Steals. Nicht nur seine Anzahl an Vorlagen verdeutlicht, dass die Mannschaft aus Hessen in dieser Spielzeit für Teambasketball steht: Mit 19,8 Assists pro Partie rangieren sie im Ligavergleich an vierter Stelle in dieser Kategorie.
  
Ebenso auffällig wie auch gut ist die Dreierquote der 46ers. 37,2 Prozent ihrer Versuche vom Perimeter finden den Weg durch die Reuse, was ligaweit gleichbedeutend mit der fünftbesten Quote aus der Distanz ist. Insgesamt vier Spieler der Hessen treffen mindestens 40 Prozent ihrer Dreier, darunter auch Braydon Hobbs (44,6 Prozent). Defensiv betrachtet steht das Wucherer-Team mit knapp 78 zugelassenen Punkten im Schnitt eher im Ligamittelfeld. Allerdings ist die Verteidigung der Hessen keinesfalls zu unterschätzen. „Sie verteidigen unkonventionell, stehen sehr kompakt und switchen viel in der Defense“, erklärt Korner.

Seine eigene Mannschaft befindet sich seit einigen Wochen auf der Suche nach sich selbst. Die Selbstverständlichkeit sei seinem Team ein wenig abhanden gekommen. Stattdessen hat sich etwas Verkrampfung breitgemacht, welche die Kreativität der Mannschaft lähmt. Löwen-Topscorer Keaton Grant scheint hingegen zurück zur Normalform zu finden. In der Partie gegen Frankfurt punktete er wieder einmal zweistellig und trat positiver auf als zuletzt: „Keaton ist auf dem Weg zurück zu alter Stärke, das ist ganz wichtig für uns“, bestätigt Raoul Korner den Aufwärtstrend. Wichtig wäre allerdings für alle Löwen, sich mit einem Erfolg freizuschwimmen und mit neuer Energie in den Liga-Schlussspurt zu gehen.


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