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Scott Eatherton im Kampf um den Ball. Foto: Robert Kagelmann

Krönender Jahresabschluss: 90:66-Sieg vor ausverkaufter Kulisse

30.12.2018

Unsere Löwen haben in ihrem letzten Spiel in 2018 ein vorzeitiges Feuerwerk gezündet und deutlich mit 90:66 (56:29) gegen Science City Jena gewonnen. Vor erstmals in dieser Saison ausverkaufter Kulisse in der Volkswagen Halle (3.603 Zuschauer) dominierte unser Team am heutigen Sonntag, 30. Dezember, von Beginn an offensiv wie defensiv die Partie und führte nach einem Dreierregen im zweiten Viertel mit starken 27 Punkten zur Halbzeit. Gäste-Coach Björn Harmsen musste nach dem Spiel anerkennen, dass seine Mannschaft in den ersten 20 Minuten von der Braunschweiger Physis und Aggressivität überrollt worden war. Allerdings kamen die Jenaer gut aus der Kabine und konnten ihren Rückstand bis auf 15 Punkte verkürzen (60:45). Zwei wichtige Dreier brachten die Löwen aber wieder in die Spur, die im letzten Viertel an die Leistung aus der ersten Halbzeit anknüpften. Durch diesen fünften Heimsieg in Folge beenden die Löwen das Jahr 2018 mit einer positiven Bilanz von 14:12 auf dem achten Tabellenplatz. Löwen-Topscorer waren DeAndre Lansdowne mit 16 und Scott Eatherton mit 17 Punkten.


Das erste Ausrufezeichen setzte DeAndre Lansdowne in der 2. Spielminute. Da ließ er es nach einem Ballgewinn per Dunk krachen. Das sollte aber nicht das einzige Highlight im ersten Viertel bleiben, in dem unsere Löwen offensiv wie defensiv stark waren und die Gäste über ihre starke Verteidigung bereits zu sieben Ballverlusten gezwungen hatten. Aus dieser guten Verteidigung heraus kam das Menz-Team zu Schnellangriffen – und darunter waren noch zwei weitere spektakuläre Dunkings von BJ Blake, einer davon zum 23:8 (9. Minute).

Wenn man im ersten Viertel etwas im Löwen-Spiel hätte kritisieren wollen, dann hätte es lediglich die Dreierquote sein können: Die lag bei 20 Prozent. Das sollte sich im zweiten Spielabschnitt allerdings schlagartig ändern! Ein Löwen-Dreier nach dem anderen rauschte plötzlich durch die Reuse und das war die beste Antwort auf die Zonen-Verteidigung der Jenaer. So wurde aus dem 25:11 nach dem ersten Viertel schnell ein 42:18 (15. Minute). Gäste-Center Oliver Mackeldanz hielt in dieser Phase vornehmlich dagegen und machte ein starkes Spiel (14 Punkte, 11 Rebounds, 4 geblockte Würfe). Aber er allein konnte den Löwen-Express nicht stoppen: Bis zur Halbzeitpause versenkte das Menz-Team drei weitere Dreier und weil es auch defensiv aggressiv blieb, ging es mit einer deutlichen Führung von 56:29 in die Kabinen.

„Es war allen klar, dass es in der zweiten Halbzeit nicht so weitergehen würde. Dann ist Jena gut aus der Halbzeit gekommen, da waren wir zwischendurch ein bisschen beeindruckt“, sagte Frank Menz nach dem Spiel. Die Gäste spielten intensiver und machten unseren Löwen mit ihrer Verteidigung das Leben schwerer. Die Folge: Die Feldtrefferquote der Löwen sank von 53 auf 43 Prozent, zudem verloren sie in diesem Viertel vier Mal den Ball, weshalb Thomas Klepeisz & Co. in der 28. Minute nur noch mit 15 Punkten führten (60:45). Doch dann war sie plötzlich wieder da – die Dreierstärke: Dennis Nawrocki und Shaquille Hines trafen zwei sehr wichtige Würfe vom Perimeter und sorgten für einen 68:50-Vorsprung.

Das Menz-Team gab diese Führung im letzten Viertel nicht mehr her, sondern baute sie erneut aus. Offensiv flutschte es auch wieder. Nach nur 12 Zählern im dritten Viertel erzielten die Löwen in den letzten zehn Minuten 22 Punkte, darunter waren erneut starke fünf Dreier. Bei den Löwen haben sich alle elf eingesetzten Spieler mit Punkten in die Statistik eingetragen und somit durch eine hervorragende Mannschaftsleistung zum fünften Heimsieg in Folge beigetragen.

Viertel aus Löwensicht: 25:11, 31:18, 12:21, 22:16;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Brauns
chweig): „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, besonders in der ersten Halbzeit. Die wichtigste Aufgabe für mich war es, den Fokus der Jungs hochzuhalten. Wir wussten wie stark Jena ist und was sie für eine Qualität haben. Uns war klar, dass wir nur gewinnen können, wenn wir mit der höchsten Intensität spielen und zwar 40 Minuten defensiv wie offensiv. Das haben wir soweit gut gemacht und unsere Würfe getroffen und damit in der ersten Halbzeit die Entscheidung herbeigeführt. Dann ist Jena gut aus der Halbzeit gekommen, da waren wir zwischendurch ein bisschen beeindruckt. Aber sie konnten das auf dem Niveau nicht bis zum Ende spielen. Die Jungs haben sich diesen tollen Jahresabschluss vor voller Halle verdient. Das ist eine unglaubliche Entwicklung hier. Jetzt ist Silvester, wir müssen aber den Fokus schon wieder auf das Spiel in Göttingen richten und im nächsten Heimspiel gegen Alba haben wir dann hoffentlich die Hütte wieder richtig voll.“

Björn Harmsen (Science City Jena): „In der ersten Halbzeit hat uns Braunschweig überrollt, insbesondere mit ihrer Physis und Aggressivität. Da konnten wir nicht dagegenhalten. Bei uns ist überhaupt nichts gelaufen. Wir haben weder in der Defensive Stopps bekommen, noch in der Offensive Würfe. Wir hatten alleine im ersten Viertel sieben Turnovers. Das war eindeutig zu viel und wir waren dann verunsichert. Im dritten Viertel sind wir gut rausgekommen und sind nochmal rangekommen. Dann hat Braunschweig aber den Ball gut bewegt und zwei wichtige Dreier getroffen. Wenn wir nochmal auf 10 rankommen wären, hätte das Spiel vielleicht nochmal kippen können, aber so hat Braunschweig verdient gewonnen.“ 

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki 3, Blake 8 (6 Rebounds), Figge 3, Lansdowne 16 (6 Rebounds, 3 Ballgewinne), Klepeisz 9 (6 Assists), Sengfelder 8, Koné 10, Hines 6, Rahon 7 (6 Assists, 3 Ballgewinne), Hübner n.e., Eatherton 17 (9 Rebounds), Lagerpusch 2.

Science City Jena: Mazeika 12 (4 Assists), Reyes-Napoles, Theis 3, Wolf (5 Rebounds), Jenkins 12, Jostmann n.e., Allen 2, Abrams 15 (5 Rebounds), McElroy 4, Joyce 4 (5 Assists), Heber, Mackeldanz 14 (11 Rebounds, 4 geblockte Würfe).

Boxscore zum Spiel


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