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Klare 81:98-Niederlage beim Überraschungsteam Crailsheim

13.02.2020

Unsere Löwen konnten ihren Schwung aus dem Heimsieg gegen s.Oliver Würzburg nicht mitnehmen und haben am Mittwochabend deutlich mit 81:98 (43:50) beim ersatzgeschwächten Tabellenfünften HAKRO Merlins Crailsheim verloren. Die Löwen hatten das Spiel bis Mitte des zweiten Viertels ausgeglichen gestaltet. Allerdings spielten sie insgesamt mit weniger Energie als die dezimierten Merlins und konnten die starke Offensive der Gastgeber mit zunehmender Spieldauer nicht mehr stoppen. Das galt allen voran für das Guard-Duo DeWayne Russell und Maurice Stuckey, die zusammen 54 Punkte erzielten. Russell gelang sogar ein Double-Double von 28 Punkten und 14 Assists. Zudem stand der Spielmacher 13 Mal an der Freiwurflinie. Hierin lag auch ein Manko im Löwen-Spiel: Das Strobl-Team um Topscorer Trevor Releford (22 Punkte) beging 28 Fouls, was den Gastgebern 30 Freiwürfe einbrachte, während die Löwen nur 10 Mal an die Linie geschickt wurden. Schon am Freitag geht es für Scott Eatherton & Co. weiter. Dann treten sie zu ihrem letzten Spiel vor dem FIBA-Fenster bei ratiopharm ulm an. Tip-Off der Begegnung ist um 20.30 Uhr, das Spiel wird live auf www.magentasport.de/basketball übertragen.


In der temporeichen Partie agierten die Löwen von Beginn an mit weniger Intensität als die Gastgeber. Diese fanden zwar von der 6,75-Meterlinie noch nicht ins Spiel, waren dafür aber kaum in Korbnähe zu stoppen (83 Prozent). Nach einem Korbleger plus Freiwurf des starken Merlins-Spielmachers DeWayne Russell lagen die Löwen nach fünf Minuten mit 4:11 zurück. Kurz darauf nahm Coach Pete Strobl eine Auszeit und wechselte Lucca Staiger ein. Der Löwen-Guard hatte ein heißes Händchen: Er versenkte binnen 34 Sekunden zwei Dreier, einen davon mit Foul, und legte in der 9. Minute ebenfalls aus der Distanz zum 18:14 aus Löwensicht nach.

Ins zweite Viertel ging es aber ausgeglichen (18:18), ehe die Löwen sich erneut einen kleinen Vorsprung erspielten (26:23). Das Spiel war jedoch teils wild – und das zeigte sich in mehreren Löwen-Ballverlusten. Die Merlins, bei denen Javontae Hawkins, Jan Span und Quincy Ford verletzt fehlten, profitieren davon und lagen in der 16. Minute mit 35:29 vorne. Nach einer weiteren Auszeit von Pete Strobl drehte Trevor Releford zunehmend auf und verkürzte vornehmlich über Einzelaktionen auf 37:40. Näher heran kamen die Löwen trotz guter Arbeit am offensiven Brett aber nicht, weil sie mit weniger Energie als ihr Gegner spielten und immer wieder zu leichte Korbleger kassierten. Den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte schließlich ein Dreier von Merlins Maurice Stuckey zum 43:50 aus Löwensicht.

Die Löwen wirkten mit Beginn des dritten Viertels etwas bissiger. Das hatte aber auch viele Fouls zur Folge. Neben Karim Jallow, der nie wirklich ins Spiel fand, konnte Kapitän Tommy Klepeisz in der ersten Spielhälfte aufgrund von drei Fouls auch wenig Impulse setzen. Klepeisz fing sich in der 23. Minute bereits sein viertes Foul ein und ging wieder auf die Bank. Darüber hinaus hatten die Löwen nach etwas mehr als vier Minuten ihre Teamfoulgrenze erreicht, womit die Gastgeber regelmäßig an die Freiwurflinie gingen. Und dann bekam DeWayne Russell, der zu keinem Zeitpunkt zu stoppen war, auch noch Unterstützung von Maurice Stuckey. Der Merlins-Guard hatte mit zwei Dreiern entscheidenen Anteil daran, dass die Löwen kurz vor dem Viertelende mit 15 Punkten zurücklagen. Lucca Staiger verkürzte jedoch auf 56:68 nach 30 Minuten.

Im letzten Viertel erzielte Tommy Klepeisz seine ersten Punkte, allerdings waren die Merlins angeführt vom Duo Russell und Stuckey da schon auf 17 Zähler (56:73) enteilt. Die Löwen knabberten Stück für Stück was von ihrem Rückstand ab: Nach drei erfolgreichen Distanzwürfen von Klepeisz und Releford waren sie auf 74:85 dran (37. Minute). Doch sorgten Russell und Center Aaron Jones mit einem 8:0-Lauf zum 74:93 für die Entscheidung und damit für die sechste Auswärtsniederlage der Löwen.

Viertel aus Löwensicht: 18:18, 25:32, 13:18, 25:30;

Trainerstimmen zum Spiel:

Pete Strobl (Basketball Löwen Braunschweig):
„Glückwunsch an Crailsheim und Tuomas Iisalo. Seine Mannschaft hat von Anfang an gut gekämpft und Charakter gezeigt. Für mich ist DeWayne Russell ein Kandidat für den MVP. Crailsheim steht so wie sie als Mannschaft auftreten und wie sie rekrutiert haben verdient auf einem Playoff-Platz. Es ist sehr schwer auswärts, wenn man 20 Freiwürfe weniger bekommt als der Gegner. Scott Eatherton hat drei Fouls bekommen. Wir haben immer wieder attackiert, aber am Ende verursachen wir 30 Freiwürfe und haben selbst zehn. Aber jetzt müssen wir uns auf Freitag konzentrieren.“

Tuomas Iisalo (HAKRO Merlins Crailsheim): „Unsere Vorbereitung für dieses Spiel war sehr schwer. Heute Morgen haben wir entschieden, dass Jan Span auch nicht spielen kann. Dann hatten wir sieben Spieler in der Rotation. Dann weißt du, dass du mehr Spielzeit und mehr Freiheiten bekommst. Heute haben wir das von Mo Stuckey gesehen, mit einer unglaublichen Leistung in einem sehr wichtigen Moment. Als Mannschaft haben wir gut gekämpft mit dieser kurzen Rotation. DeWayne Russell war unglaublich. Er hat die Kontrolle über das Spiel über 40 Minuten und fällt in jedem Spiel bessere Entscheidungen. Wir sind sehr stolz auf unsere Arbeit als Mannschaft in dieser schwierigen Zeit ohne drei Leistungsträger.“

Basketball Löwen Braunschweig: Wank 5, Lyles 8 (3 Assists), Zeeb 3, Staiger 13 (3 Assists), Klepeisz 6 (4 Assists), Göttsche n.e., Marelja, Releford 22 (4 Assists), Lawson III 8 (5 Rebounds), Hübner n.e., Jallow 2 (3 Assists), Eatherton 14 (12 Rebounds).

HAKRO Merlins Crailsheim: Russell 28 (14 Assists), Carpenter, Stuckey 26, Kovacevic, A., Herrera 13 (5 Rebounds, 5 Assists), Bleck 7, Morgan 9, Kovacevic, D., Jones 15 (8 Rebounds, 3 Assists), Urbansky.


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