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Mit vereinten Kräften versuchen Chris Sengfelder und Bazou Koné in dieser Szene Benjamin Lischka zu stoppen. Foto: Michael Schepp

John Bryant macht den Unterschied: 97:99-Niederlage in Gießen

19.01.2019

Unsere Löwen kommen ohne Punkte aus ihrer "englischen Auswärtswoche" zurück. Nach dem verlorenen Overtime-Krimi am Mittwoch ging das Team von Headcoach Frank Menz auch am heutigen Samstag nach einer engen Partie als Verlierer vom Parkett. Mit 97:99 (51:48) zogen die Löwen trotz Rebound-Überlegenheit bei den GIESSEN 46ers den Kürzeren und mussten anerkennen, dass der easyCredit BBL-Topscorer John Bryant den Unterschied machte. In dem erneut offensiv geprägten Spiel mit insgesamt 16 Führungswechseln und 14 Gleichständen erzielte der Gießener Center 33 Punkte, sammelte 8 Rebounds ein und verteilte auch noch 11 Assists. Er war zusammen mit dem ehemaligen Braunschweiger Brandon Thomas (26 Punkte, 8 Assists) nicht zu stoppen und sorgte nach spannenden 39 Minuten und 59 Sekunden für die Entscheidung, als er mit dem letzten Wurf zum Sieg traf. Bei den Löwen verteilte sich das Scoring auf fünf Spieler, die zweistellig trafen. DeAndre Lansdowne war mit 19 Punkten am erfolgreichsten, gefolgt von Scott Eatherton mit 18 Zählern.


Unsere Löwen hatten mit 0:11 einen Fehlstart ins Spiel, fingen sich aber, nachdem Frank Menz eine Auszeit genommen und eine andere Formation aufs Parkett geschickt hatte. Christian Sengfelder sorgte mit fünf Punkten in Folge für die Initialzündung und ließ den Knoten platzen. Fortan kämpften sich unsere Löwen Stück für Stück an die 46ers heran. Zwar hatten sie Schwierigkeiten, den Gießener Big Man John Bryant zu stoppen, bekamen aber wichtige Impulse von Shaquille Hines und Lars Lagerpusch und gingen mit 24:26 ins zweite Viertel.

Scott Eatherton, der im ersten Viertel noch zurückhaltend agierte, fand jetzt auch besser ins Spiel. In der 13. Spielminute machte er seine ersten Punkte und kurz darauf war es DeAndre Lansdowne, der die erste Löwen-Führung in dieser umkämpften Partie erzielte (35:33). Zwar blieb es eng, aber das Menz-Team erarbeitete sich durch mehrere Offensiv-Rebounds zweite Chancen und machte daraus zehn Punkte. Hinzukommend schraubten sie ihre Zweierquote hoch (75 Prozent) und lagen in der 19. Minute mit 49:43 vorne. Der starke Ex-Braunschweiger Brandon Thomas hatte aber das letzte Wort in diesem Viertel und traf einen Dreier zum 51:48 Halbzeitstand.

Zurück auf dem Parkett stellten die Löwen wieder ihre 6-Punkte-Führung her (60:54), doch die war nach einem 7:0-Lauf der 46ers schnell dahin. Vor allem bekamen die Löwen das Duo John Bryant und Brandon Thomas nicht in den Griff. Die hatten zur Halbzeit zusammen bereits 31 Punkte erzielt. Und Thomas packte jetzt noch 10 Punkte drauf, während Bryant in diesem Viertel zwar nur zwei Punkte erzielte, dafür aber sieben Assists für seine Kollegen auflegte. Trotzdem gestalteten unsere Löwen das Spiel weiterhin ausgeglichen – auch weil sie nach wie vor die Rebounds dominierten und Scott Eatherton jetzt mehr Akzente setzen konnte. Unser Center war es auch, der einen Buzzer vom Perimeter zum 78:77 nach 30 Spielminuten traf.

Im letzten Viertel stand es weiter Spitz auf Knopf. Fünf Mal wechselten die Führungen noch hin und her. Und während die 46ers wie schon von Beginn an weiterhin unfassbar hochprozentig trafen, arbeiten die Löwen ihrerseits konstant stark am Brett. Sie holten sich weitere sechs Offensiv-Rebounds und durch so eine Aktion war Thomas Klepeisz dann auch an der Freiwurflinie zum 89:87 erfolgreich (37. Minute). Aber die Gießener hatten eine Antwort parat – und die hieß John Bryant. Der Topscorer der Liga warf sein Team wieder zur knappen Führung, ehe es in den Schlusssekunden noch ganz eng wurde. Scott Eatherton hatte 2,4 Sekunden vor dem Ende den 97:97-Ausgleich erzielt, die Verlängerung war greifbar. Doch wurde Bryant nach einer Auszeit hoch in Korbnähe angespielt und traf in der letzten Sekunde zum bitteren 97:99 aus Löwensicht.

Viertel aus Löwensicht: 24:26, 27:22, 27:29, 19:22;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Brauns
chweig): „Glückwunsch an Ingo und sein Team. Ich glaube, die Zuschauer haben heute ein sehr attraktives, schnelles und kampfbetontes Spiel gesehen. Hinzu kommt die Leistung von John Bryant, die heute – gemessen an seiner Spielzeit - unglaublich war. Für uns war das jetzt die zweite Niederlage in vier Tagen und das muss erstmal verdaut werden. Dennoch denke ich, haben wir uns heute sehr gut verkauft und hätten das Spiel auch gewinnen können. Es war ein ausgeglichenes Spiel und wir hatten unsere Chancen. Scott hat das Duell heute verloren, aber wir sind mit unserer Einstellung und der Reboundarbeit sehr zufrieden. Insgesamt also ein sehr gutes Spiel, aber leider konnten wir keinen Sieg mit nach Hause nehmen.“

Ingo Freyer (GIESSEN 46ers): „Wir haben als Team sehr gut zusammen gespielt, was man an den 32 Assists sehen kann. Wir hatten eine gute Trefferquote, aber Braunschweig hat eben auch sehr gut gespielt, sodass das Spiel sehr eng war. Es ist schön, dass wir das Spiel am Ende vor heimischer Kulisse gewinnen konnten und somit denken wir jetzt direkt schon an Bonn.“ 

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki n.e., Blake 2, Lansdowne 19 (4 Assists), Klepeisz 14 (9 Assists), Sengfelder 14 (6 Rebounds), Koné 6, Hines 14, Rahon 4, Eatherton 18 (8 Rebounds, 4 Assists), Lagerpusch 6.

GIESSEN 46ers:
Chambers 2, Kraushaar n.e., Agva 6, Montana, Landis 8, Okpara n.e., Lischka 11 (3 Assists), Gordon 7, Jordan 6 (9 Rebounds, 8 Assists), Thomas 26 (8 Assists), Bryant 33 (8 Rebounds, 11 Assists). 

Boxscore zum Spiel


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