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Maurice Pluskota und das Löwen-Team treffen am Samstag in einem sicherlich feurigen Derby auf die Drachen. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesgin

Hohe Intensität ist gefragt – Löwen reisen zu Drachen

05.03.2015

Für die Basketball Löwen Braunschweig steht in der nächsten Beko BBL-Partie mal wieder ein Niedersachsen-Derby auf dem Programm. Sie reisen am Samstag, 7. März, nach Quakenbrück, wo sie ab 18.30 Uhr auf die Artland Dragons treffen (live auf www.telekombasketball.de ab 18.15 Uhr). Für die Braunschweiger Korbjäger ist dieses Spiel im Hinblick auf das Rennen um einen Playoff-Platz sehr wichtig: Bei einem Sieg würden sie an den Playoff-Rängen dran bleiben und mit den „Drachen“ gleichziehen. Die Artländer sind aktuell punktgleich mit dem Tabellenachten MHP RIESEN Ludwigsburg und befinden sich mit einem ausgeglichenen Punktekonto (24:24) zwei Plätze über den Basketball Löwen (22:26) in der Tabelle auf Rang neun.


Wie man gegen die Artland Dragons gewinnt, hat die Mannschaft von Löwen-Trainer Raoul Korner im Hinrundenspiel Anfang Januar gezeigt. Ohne den damals verletzten Trent Lockett besiegten die Löwen die Drachen mit 89:79 und überzeugten durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. Damit sie am Samstag erneut eine Chance auf einen Sieg bekommen, wird ein hohes Intensitätsniveau nötig sein – und zwar von Anfang an. Dies hatten Tim Abromaitis & Co. zuletzt nicht aufs Parkett gebracht. Gegen ALBA BERLIN monierte Raoul Korner fehlende Energie in der ersten Halbzeit, gegen die Brose Baskets spielte sein Team vornehmlich im ersten Viertel mit angezogener Handbremse. „In den Spielen gegen Berlin und Bamberg hatten wir zu Beginn zu großen Respekt und haben unter anderem dadurch nicht die nötige Intensität und Aggressivität an den Tag gelegt. Bei den Artland Dragons dürfen wir nicht wieder so eine lange Anlaufzeit haben. Denn wenn die erst einmal heißlaufen, dann sind sie nur noch schwer zu stoppen“, so Raoul Korner.

Mit „heißlaufen“ spricht der Löwen-Trainer vor allem die Dreierstärke der Gastgeber an. Die Artland Dragons versenken 40,8 Prozent ihrer Dreipunktewürfe und sind damit ligaweit das beste Team in dieser Statistik. Dementsprechend werden die Basketball Löwen versuchen, den Drachen die Würfe von außen zu erschweren, wollen aber vermeiden, dadurch in der Zone und unter dem Brett zu große Lücken aufreißen zu lassen. Hier zeigte sich in den vergangenen Wochen Drachen-Center Andreas Seiferth in guter Form und legte in den letzten vier Liga-Spielen im Schnitt 17,25 Punkte auf. Er und Kenny Frease, der für den verletzten Anthony King nachverpflichtet wurde, geben dem Spiel der Artland Dragons eine etwas andere Dimension. „Ihre Inside-Präsenz hat die Dreier-Lastigkeit etwas reduziert. Wenngleich der Wurf immer noch ihre Stärke ist“, so Raoul Korner.

Das spiegelt sich auch bei den Topscorern wider. Guard Antonio Graves erzielt 12,3 Punkte im Schnitt bei 39 Prozent Dreierquote. Flügelspieler Brandon Thomas (11,8 Punkte) versenkt 41,2 Prozent seiner Dreier, während Spielmacher David Holston (11,2 Punkte und 5,8 Assists) sogar starke 45 Prozent der Distanzwürfe durch die Reuse wirft und Forward Lawrence Hill (9,9 Punkte) ebenso 44,4 Prozent einnetzt. Doch konnten diese guten Trefferquoten aus der Distanz in den vergangenen Wochen nicht verhindern, dass die Artland Dragons aus den Playoff-Rängen gerutscht sind. Im Dezember verloren sie fünf Ligaspiele in Serie, und die Niederlage bei den Basketball Löwen am 3. Januar war gleichbedeutend mit der sechsten Pleite. Am 17. Januar haben die Artland Dragons erstmals wieder gewonnen, zu Hause gegen TBB Trier (81:69) – und seitdem wechseln sich Siege mit Niederlagen ab. Die letzten drei Erfolge gelangen den Gastgebern übrigens auswärts. Zu Hause hingegen verloren sie drei Mal hintereinander.

Für die Basketball Löwen stehen aus den letzten beiden schweren Beko BBL-Partien gegen Bamberg und Berlin Niederlagen auf dem Papier und für sie gilt es nun, wieder einen Sieg zu landen. „Wir haben in dieser Trainingswoche von Beginn an enormen Wert auf eine maximale Intensität gelegt. Vor dem ALBA-Spiel waren wir im Training nicht am Limit und das hat sich hinterher gerächt. Unser Fokus bei den Artland Dragons liegt daher ganz klar auf Konstanz in Sachen Intensität und Energie“, macht Raoul Korner im Hinblick auf die Partie deutlich. Lucas Gertz wird dabei leider nicht mitwirken können. Der Löwen-Guard ist zwar von seiner Bandverletzung im Sprunggelenk genesen, leidet nun jedoch unter einem Knochenödem im linken Fuss. Die Ausfalldauer ist laut Löwen-Physiotherapeut Philipp Glawe abhängig vom Genesungsverlauf.


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