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Foto: Ulf Duda

Drittes Viertel bringt die Entscheidung: 89:103-Niederlage in Oldenburg

03.02.2019

Unsere Löwen haben am Samstagabend (2. Februar) das erste Spiel ihrer Februar-„Auswärtstournee“ beim Favoriten und Tabellenzweiten EWE Baskets Oldenburg verloren. 89:103 endete die Partie, in der unsere Löwen eine starke erste Halbzeit spielten und nach 20 Minuten mit 50:48 führten. Allerdings hatte unser Team damit zu kämpfen, dass Center Scott Eatherton früh foulbelastet war. Und daraus schlug der Gegner um seine Big Men Rasid Mahalbasic und Nathan Boothe Kapital. Im dritten Viertel erzielten die jetzt von der Dreierlinie treffsicheren EWE Baskets 32 Punkte und hielten die Löwen im Gegenzug bei 17 Zählern. Der daraus entstandene Rückstand von 13 Punkten war nicht mehr wettzumachen, dafür gelangen den Löwen insgesamt zu wenig Stopps gegen die offensivstarken Oldenburger. DeAndre Lansdowne avancierte mit 23 Zählern zu unserem Topscorer, während sein Gegenüber Will Cummings auf 22 Punkte kam. Der überragende Akteur des Abends war aber EWE Baskets-Center Rasid Mahalbasic, der ein Triple-Double von 19 Punkten, 13 Rebounds und 10 Assists auflegte.


In der zunächst ausgeglichenen Partie lag das Menz-Team in der 6. Minute knapp mit 13:12 vorne, ehe die Gastgeber über ihr starkes Duo Rasid Mahalbasic und Nathan Boothe erstmals auf sechs Punkte davonzogen (15:21). Obwohl die Löwen mit Scott Eatherton und Christian Sengfelder schon zwei Starting Five-Spieler mit zwei Fouls in ihren Reihen hatten, ließen sie sich davon nicht beirren. Stattdessen kamen sie über gute Defensiv-Aktionen und durch mehrere Freiwürfe wieder auf 22:25 heran.

Dennoch liefen unsere Löwen weiterhin einem Rückstand hinterher. Und der war im zweiten Viertel auf sieben Punkte angewachsen (29:36). Doch auch wenn sie Nachteile beim Rebound hatten, kamen die Löwen wieder heran, weil sie gegnerische Ballverluste erzwangen und ihre Trefferquoten verbesserten. Das Menz-Team warf in diesem Viertel 53 Prozent aus dem Feld. Zum Vergleich: Im ersten Viertel waren es nur 40 Prozent. Das waren gute Gründe, weshalb die Löwen in der 16. Minute mit 39:38 führten und nach einem „Buzzer“ von DeAndre Lansdowne auch eine 50:48-Führung mit in die Halbzeit nahmen.

Nach der Pause erhöhten unsere Löwen ihren Vorsprung zunächst auf fünf Punkte. Aber die Antwort der EWE Baskets ließ nicht lange auf sich warten. Oldenburgs Forward Rickey Paulding hatte bis hierhin nur zwei Punkte erzielt, machte in den ersten vier Minuten nach der Halbzeit aber acht Punkte zum 64:60. Darunter waren zwei Dreier – und die Distanzwürfe waren neben einer stärkeren Baskets-Verteidigung und einem nicht zu kontrollierenden Rasid Mahalbasic das, was unseren Löwen weh tat. Weil Scott Eatherton aufgrund seiner Foulbelastung viel auf der Bank saß, suchte das Menz-Team sein Glück auch vom Perimeter. Allerdings trafen die Löwen nur zwei von neun Dreierversuchen. Und so eilten die Oldenburger, die weiterhin die Rebounds dominierten, auf 13 Punkte nach 30 Minuten davon (67:80).

Das letzte Viertel konnten die Löwen nach zwischenzeitlich 20 Punkten Rückstand insgesamt ausgeglichen gestalten. Aber die Oldenburger waren weiterhin heiß aus der Distanz, versenkten vier weitere Dreier und holten sich etliche Offensiv-Rebounds. Die Foulbelastung von Scott Eatherton sowie die Rebounds und die Dreierquote machten schlussendlich den Unterschied in dieser Begegnung, die mit 89:103 endete.

Viertel aus Löwensicht: 22:25, 28:23, 17:32, 22:23;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Brauns
chweig): „Wir haben darunter gelitten, dass Scott Eatherton so früh mit Fouls belastet war. Das hatten wir in dieser Saison bislang noch nicht so in der Form erlebt. Deswegen hatten wir große Probleme, das hat Oldenburg ganz gut hinbekommen. Ansonsten war es ein gutes Basketballspiel. Wir haben die erste Halbzeit sehr gut gespielt und gegen eine sehr starke Oldenburger Mannschaft geführt . Aber Mahalbasic haben wir überhaupt nicht in den Griff bekommen, er hat die freien Leute gefunden, selber gepunktet. Boothe hat bärenstark gespielt, auch Cummings und Schwethelm haben die Würfe getroffen. Drei Viertel haben wir uns gegen einen Gegner mit klarem Halbfinal-Niveau auswärts gut geschlagen.“

Mladen Drijencic (EWE Baskets Oldenburg): „Ich möchte zunächst Frank Menz für die Nominierung zum ALLSTAR Coach gratulieren. Wir haben eine sehr schwere Aufgabe erwartet, denn Braunschweig hatte zuletzt sieben Siege aus zehn Spielen geholt, sie haben ALBA BERLIN geschlagen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns konzentriert und uns aufs Team-Spiel besonnen, da haben wir gespielt, wie wir es normalerweise tun. In der ersten Halbzeit hatten wir nur acht Assists, am Ende waren es dann 24. In den ersten 20 Minuten haben wir neun Turnover gemacht, in Halbzeit zwei nur einen. Ich freue mich riesig für Rasid, dass er ein Triple-Double gemacht hat.“ 


Basketball Löwen Braunschweig:
Nawrocki, Blake 3, Lansdowne 23 (3 Ballgewinne), Klepeisz 10 (6 Assists), Sengfelder 3, Kovacevic, Koné 13, Hines 10 (5 Rebounds, 3 geblockte Würfe), Rahon 4 (5 Assists), Eatherton 14, Lagerpusch 7.

EWE Baskets Oldenburg:
Cummings 22 (5 Assists), Hujic, Tadda 3, Massenat 12 (3 Assists), Drijencic 2, Bacak, Keßen, Stojanovski 5, Paulding 13 (6 Rebounds), Mahalbasic 19 (13 Rebounds, 10 Assists), Schwethelm 8, Boothe 19 (7 Rebounds).

Boxscore zum Spiel


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