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Auswärtswochenende für die Löwen

20.04.2016

Mit dem Erfolgserlebnis gegen die BG Göttingen im Rücken gehen die Basketball Löwen Braunschweig in ihre letzten zwei Auswärtspartien der Spielzeit 2015/16. Am Freitag, 22. April (Tip-Off: 18:30 Uhr), ist die Mannschaft von Coach Raoul Korner zunächst Gast beim aktuellen Tabellenersten Brose Baskets aus Bamberg in der Brose Arena. Zwei Tage später, am 24. April (Tip-Off: 19 Uhr), spielen die Löwen bei den abstiegsgefährdeten WALTER Tigers Tübingen in der Paul-Horn-Arena. Das Löwenrudel trifft damit an einem Wochenende zum einen auf das stärkste und zum anderen auf eines der schwächsten Heimteams der Liga.


In der aktuellen Euroleague-Saison sorgten die Brose Baskets für Furore und verpassten denkbar knapp den Einzug in das Viertelfinale. Aber nicht nur auf internationalem Parkett, sondern auch in der Beko BBL wissen sie zu überzeugen: Zwanzig BBL-Spiele am Stück gewannen die Bamberger vor der Niederlage am letzten Samstag bei den EWE Baskets Oldenburg (97:103). Vor heimischen Publikum sind sie aber nach wie vor ungeschlagen. Diese Bilanz alleine verdeutlicht die ungeheure Qualität der Oberfranken: „Ihre Saison ist bisher wie am Schnürchen verlaufen, mit Ausnahme des Pokals haben sie keinerlei Schwächen offenbart. Für mich ist diese Bamberger Mannschaft das stärkste, was ich in meinen drei Jahren in der Beko BBL gesehen habe – an beiden Enden des Feldes“, betont Löwen-Trainer Korner.

Das Team von Coach Andrea Trinchieri rangiert sowohl in puncto erzielte als auch zugelassene Punkte auf dem zweitbesten Platz in der Liga. Dabei vertraut der Italiener auf eine ausgeglichene Elf-Mann-Rotation, in der lediglich Point Guard Brad Wanamaker mehr als 25 Minuten auf dem Parkett steht. Der US-Amerikaner führt die Bamberger mit 12,4 Punkten und 4,5 Assists pro Spiel in beiden Kategorien an. Insgesamt erzielen zehn weitere Spieler des amtierenden Meisters mindestens sechs Punkte. Mannschaftliche Ausgeglichenheit, positionsbezogene Variabilität und eine hohe Spielintelligenz sind Charakteristika des Tabellenführers. Das verdeutlichen auch die Statistiken: 22 Assists, eine Dreierquote von 41,9 Prozent sowie 11,6 Turnovers sind allesamt Ligabestwerte. „Normalerweise versuchst du bewusst, die Schwächen deines Gegners zu attackieren. Bei Bamberg sind im Vergleich zu uns allerdings keine wirklichen Schwachpunkte auszumachen. Daher werden wir uns auf unsere Stärken konzentrieren und versuchen, das Maximum abzurufen“, so Raoul Korner. Zudem dürfe sein Team sich emotional nicht zu sehr am Bamberg-Spiel aufreiben, denn nur zwei Tage später wartet mit den WALTER Tigers bereits der nächste Gegner.

Nach dem Spiel am Freitag verweilt das Korner-Team in Bamberg und reist am Samstag weiter nach Tübingen, wo das Löwenrudel einen Kontrast zum Freitagspiel erwartet: Die WALTER Tigers trennen als Tabellen-Vierzehnter (Bilanz: 8:23) nur zwei Punkte von einem Abstiegsplatz und sind mit nur drei Siegen nach Bremerhaven die heimschwächste Mannschaft der BBL. Die vergangenen drei Partien verlor das Team von Tyron McCoy, darunter auch sehr knappe Misserfolge gegen die direkten Konkurrenten MBC und Phoenix Hagen. „Die Art und Weise dieser Niederlagen ist sehr bitter gewesen. Ich denke trotzdem, dass diese Mannschaft individuell betrachtet sicherlich ins Mittelfeld der Liga gehört. Dieses individuelle Potential macht sie ungemein gefährlich“, spielt Roul Korner u.a. auf Tübingens Topscorer William Buford oder den besten BBL-Vorlagengeber Jared Jordan an. In der Partie am Sonntagabend gehe es um Konstanz, Spielrhythmus und die emotionale Stabilität. Vor allem den letztgenannten Punkt hält Korner für essentiell: „Tübingen hat während eines Spiels teils immense Phasen der Schwäche. Daher müssen wir ständig auf der Höhe sein und zuschlagen, sobald sie diese Schwächen offenbaren.“

Am letzten Spieltag konnten die Löwen gegen Göttingen mit der angesprochenen fokussierten Einstellung überzeugen und die BG trotz schwacher Freiwurf- und Dreierquoten bezwingen. Auffällig bei diesem Heimerfolg, neben den 33 Punkten des emotionalen Anführers Derek Needham: Big Man Amin Stevens. Der US-Amerikaner bestätigte seine starke Vorstellung in Gießen und kam gegen die Veilchen auf 19 Punkte. Eine dritte starke Performance in Folge würde das Löwenrudel im Hinblick auf die Wiederholung des Hinspielerfolgs (83:79), als Tübingens Flügel Garlon Green mit einem kuriosen „Eigendunk“ für weltweite Aufmerksamkeit sorgte, ein gutes Stück voranbringen.


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