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Scott Eatherton entschied das Center-Duell gegen John Bryant klar für sich. Foto: Daniel-André Reinelt.

3. Heimsieg: Rebounds machen den Unterschied!

03.11.2019

Unsere Löwen haben am heutigen Sonntag vor 3.580 Zuschauern in der Volkswagen Halle ihren dritten Heimsieg in Folge gefeiert: 92:86 (44:44) endete die unterhaltsame und lange Zeit ausgeglichene Partie gegen die JobStairs GIESSEN 46ers – und dabei machten die Rebounds den entscheidenden Unterschied. Die Löwen dominierten die Bretter, sie sammelten 48 Rebounds ein, während die Gäste lediglich 25 Abpraller fingen. Vor allem die Reboundstärke am offensiven Brett zahlte sich aus: Dort erarbeiteten sich die Löwen insgesamt 18 zweite Chance, aus denen sie 26 Punkte erzielten. Den Gästen gelangen im Gegensatz dazu nur 8 Punkte aus zweiten Chancen. Scott Eatherton war dabei der herausragende Löwe, der nicht nur starke 15 Rebounds sondern auch 19 Punkte auf seinem Konto verbuchte. Karim Jallow schrammte mit 16 Zählern und 9 Rebounds knapp an einem Double-Double vorbei. Für das Team von Gäste-Coach Ingo Freyer war Stephen Brown mit 20 Punkten der Topscorer.


Es vergingen zwei Minuten, bis unsere Löwen nach einem 2:5-Rückstand in der Partie angekommen waren. Und dann machte das Strobl-Team vor allem eins: Es attackierte unverdrossen und erfolgreich den Korb! Starke 9 von 12 Zweipunktewürfen fanden im ersten Viertel den Weg durch die Reuse, zudem ließen unsere Löwen Gießens Big Man John Bryant nicht ins Spiel kommen und dominierten die Rebounds. So war es ihnen auch gelungen, sich auf 18:11 abzusetzen (6. Minute). Allerdings sorgten die gute 46ers-Dreierquote (57 Prozent) und ihr Youngster Bjarne Kraushaar dafür, dass der Löwen-Vorsprung nach zehn Minuten nur vier Zähler betrug (29:25).

Im zweiten Viertel wurde es noch enger, weil die Gäste um ihren „Fels in der Brandung“ John Bryant defensiv anzogen. Gegen den Center war in Korbnähe kaum noch ein Durchkommen, was sich merklich an der Löwen-Zweierquote zeigte, die von 75 auf 50 Prozent sank. Im Gegenzug drehte Gießens Jordan Barnett auf: Der athletische Forward erzielte 10 Zähler in Folge und sorgte für einen Führungswechsel (33:35, 15. Minute). Dass der auffällige Karim Jallow & Co. trotz teils stockender Offensive im Spiel blieben und mit einem 44:44 in die Pause gingen, lag maßgeblich an ihrer sehr guten Reboundarbeit. Bis zur Halbzeit hatten sie sich 10 Abpraller mehr gesichert als der Gegner und aus ihren 9 Offensiv-Rebounds 14 „Second-Chance-Points“ erzielt.

Wieder auf dem Parkett schenkten sich beide Teams nichts. In der 23. Minute hatten unsere Löwen die Nase knapp mit 52:49 vorne, ehe Scott Eatherton in den Fokus rückte. Der Center, der nach den ersten beiden Vierteln nur sechs Punkte erzielt hatte, profitierte davon, dass sein Team schnell über ihn spielte. Auf diese Art war er nicht zu stoppen und markierte 11 Zähler in Serie zum 63:55 (27. Minute). Richtig abschütteln ließen sich die 46ers trotz klarer Rebound-Unterlegenheit aber trotzdem nicht. Ein Grund: Sie blieben aus der Distanz deutlich sicherer als die Löwen und hatten nach einer Auszeit u.a. zwei Mal per Dreier getroffen. Einer davon fiel kurz vor dem Viertelende zum 70:66.

Kurz darauf war das Strobl-Team den Gäste aber erneut enteilt und lag mit 75:66 vorn. Zwar gab es ein nochmaliges Aufbäumen der 46ers, die ihren Rückstand nach Punkten ihrer Guards Stephen Brown und Treyvon Myers auf vier Zähler verkürzen konnten. Allerdings fanden die Löwen die richtige Antwort: Zuerst erzielte Karim Jallow einen Korbleger mit Foul und dann traf Trevor Releford zwei Mal in Folge zur ersten zweistelligen Führung (82:71, 35. Minute). Die Entscheidung fiel schließlich in der 37. Minute und die Szene war sinnbildlich für das Spiel: Kostja Mushidi verwandelt einen Freiwurf, verfehlt den zweiten. Die Löwen sichern sich aber erneut den Offensiv-Rebound und Kostja Mushidi nutzt diese zweite Chance per Dreier zum 88:74.

Viertel aus Löwensicht: 29:25, 15:19, 26:22, 22:20;

Trainerstimmen zum Spiel:

Pete Strobl (Basketball Löwen Braunschweig):
„Es war ein sehr schweres Spiel und Gießen ist ein gefährlicher Gegner. Man weiß, dass die Mannschaften von Ingo Freyer sehr schnell spielen und dadurch gefährlich sind. Sie haben die Freiheit zu werfen und zu penetrieren und spielen gut miteinander. Man muss alles geben, um so eine Mannschaft zu stoppen. Wir haben zeitweise sehr gut verteidigt und glücklicherweise die ganze Zeit gekämpft. Wir haben dadurch sehr oft den Rebound gewonnen. Und das ist ausschlaggebend dafür, weshalb wir das Spiel gewonnen haben. Ich muss den Zuschauern Danke sagen. Sie haben uns unterstützt, auch als wir hinten lagen. Das hilft uns und gibt uns als Mannschaft denn nötigen Schub.“

Ingo Freyer (JobStairs GIESSEN 46ers): „Wir haben uns hier eine Menge vorgenommen und auch viel richtig gemacht. Wir haben den Dreier von Braunschweig sehr gut verteidigt. Und wir haben auch sehr viel Aggressivität und Einsatz gezeigt. Aber einen ganz großen Fehler haben wir gemacht: Wir haben zu viele Second-Chance-Points nach dem Offensiv-Rebound zugelassen. Das war eigentlich das ausschlaggebende Thema im ganzen Spiel. Mit 26 zu 8 Second-Chance-Points ist das die entscheidende Differenz und wir hätten das Spiel gewinnen können, wenn das nur ausgeglichen gestaltet worden wäre. Wenn man dann das Reboundverhältnis von 48:25 sieht, dann kann man kein Spiel gewinnen, obwohl wir andere Sachen sehr gut gemacht haben. Aber wenn du im Rebound so unterlegen bist, dann hat Braunschweig auch zurecht gewonnen.“

Basketball Löwen Braunschweig: Wank 4, Zeeb, Pwono 3, Klepeisz 10 (4 Assists), Mushidi 11, Göttsche n.e., Marelja 4, Releford 10 (6 Assists), Lawson III 15, Jallow 16 (9 Rebounds), Eatherton 19 (15 Rebounds, 4 Ballgewinne), Lagerpusch n.e..

JobStairs GIESSEN 46ers: Brown 20 (3 Assists), Kraushaar 12 (3 Assists), Myers 12 (6 Rebounds, 5 Assists), Köpple n.e., Pjanic 2, Uhlemann n.e., Okpara n.e., Gray, Barnett 18, Thomas 15, Bryant 7 (7 Rebounds, 3 Assists).

Statistik zum Spiel


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