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Tommy Klepeisz zeigte eine gute Leistung, konnte sein Team aber nicht zum Sieg führen.

24 Ballverluste waren zu viel: Niederlage beim Tabellenzweiten

01.12.2019

Auch bei ihrem dritten Auswärtsspiel in Folge verließen unsere Löwen nicht als Sieger das Parkett: Anders als noch vor zwei Monaten im Pokalspiel unterlag das Team von Headcoach Pete Strobl am heutigen Sonntag nach einer umkämpften Partie beim Tabellenzweiten MHP RIESEN Ludwigsburg mit 77:91 (43:48). Bereits zu Beginn der Begegnung zeichnete sich ab, dass unsere Löwen Probleme mit der Ballkontrolle hatten. Insgesamt 24 Mal verloren sie das runde Spielgerät, während die Gastgeber – die jetzt sieben Spiele in Folge gewonnen haben – sich nur 12 Turnovers leisteten. Hinzukommend wollten bei unseren Löwen nur knapp 21 Prozent der Dreier fallen. Und trotzdem gelang es ihnen, sich immer wieder zurückzukämpfen und das Spiel bis zur 33. Minute eng zu gestalten. Dann war es jedoch eine Fehlerkette, die einen 15:3-Lauf der RIESEN zur Folge hatte und die Partie entschied. Scott Eatherton (18) und Thomas Klepeisz (16) waren unsere erfolgreichsten Punktesammler, für Ludwigsburg machte Tanner Leissner (18) eine starke Partie.


Das Spiel begann ausgeglichen, sowohl im Scoring wie auch bei den Ballverlusten nahmen sich beide Teams wenig. In der 5. Minute gelang es unseren Löwen erstmals, sich nach einem Dreier von Thomas Klepeisz auf fünf Zähler abzusetzen (15:10) und kurz darauf führten sie mit 21:14. Die Führung hätte auch schon höher sein können, wenn das Strobl-Team seine Freiwürfe (43 Prozent) besser getroffen hätte. Doch stattdessen zogen die RIESEN defensiv an, zwangen unsere Löwen zu schweren Würfen und drehten über einen 10:0-Lauf das Spiel.

Mit 23:26 gingen Scott Eatherton & Co. in die zweiten zehn Minuten. Und die Ballverluste waren und blieben ein großes Thema. Drei in Folge leisteten sich die Löwen gleich zu Beginn, insgesamt waren es neun in diesem Spielabschnitt. Als Folge dessen lag das Strobl-Team in der 13. Minute schnell zweistellig zurück (25:36). Unser Headcoach nahm eine Auszeit, woraufhin seine Mannschaft wie zu Beginn erfolgreich zum Korb zog: Den Löwen gelang ein 7:0-Lauf. Doch dann verlagerten sie ihr Spiel wieder weiter nach außen, von wo sie aber nicht trafen. Die RIESEN zogen prompt auf 34:43 aus Löwensicht davon, allerdings hatten die Braunschweiger ein gutes Finish: Nach einem „Floater“ von Kapitän Thomas Klepeisz lagen sie nur mit 43:48 nach 20 Minuten hinten.

Nach dem Seitenwechsel kämpften sich unsere Löwen weiter ins Spiel und verkürzten auf 48:50. Danach suchte das Strobl-Team sein Glück erneut zu sehr aus der Distanz und an diesem Tag wollten von der Dreierlinie nur 5 von 24 Würfen durch die Reuse fallen. Das sah bei den Ludwigsburgern anders aus, die trafen zwei Dreier hintereinander zum 50:58 aus Löwensicht. Aber Joe Lawson und seine Kollegen steckten nicht auf. Über eine intensivere Verteidigung kamen sie erneut zurück, ließen zwischen der 26. und 29. Minute nur vier Zähler zu und waren nach einem Klepeisz-Dreier auf 61:62 dran. Die Löwen hatten auch die Chance, sich die Führung zu holen, doch verloren sie ausgerechnet jetzt zwei weitere Male den Ball.

So ging es mit 61:63 ins letzte Viertel – und daraus wurde schnell ein 61:68. Aber die Löwen fingen sich, stoppten die RIESEN in der Offensive und trafen selber zum 68:68-Ausgleich (33. Minute). Ludwigsburgs Coach John Patrick reagierte mit einer Auszeit, aus der sein Team deutlich wacher kam, während die Löwen plötzlich Fehler um Fehler machten. Sie boxten nicht aus, ließen so vermehrt zweite Chancen zu und verloren zudem den Ball. Nach einer Auszeit von Pete Strobl beim Stand von 71:77 traf der Tabellenzweite um den starken Tanner Leissner sofort einen Dreier, während der Konter von Thomas Klepeisz wegen eines kurz zuvor begangenen Offensiv-Fouls von Scott Eatherton nicht zählte. Aus dieser Fehlerkette schlugen die RIESEN Kapital: Ihnen gelang ein 15:3-Lauf (71:83, 37. Minute) und der sorgte für die Entscheidung in dieser lange Zeit sehr umkämpften Partie.

Viertel aus Löwensicht: 23:26, 20:22, 18:15, 16:28;

Trainerstimmen zum Spiel:

Pete Strobl (Basketball Löwen Braunschweig):
„Gratulation an John Patrick und die Ludwigsburger. Sie haben verdient gewonnen und das ganze Spiel über gekämpft. Ich bin sehr stolz auf unsere Mannschaft. Wir lagen ein bisschen hinten, haben uns aber zurückgekämpft und sogar den Vorsprung weggenommen. In den letzten sechs, sieben Minuten haben wir aber ein paar Fehler zu viel gemacht und zu viele Offensivrebounds zugelassen. Mit 24 Turnovers ist es schwierig zu gewinnen, auswärts besonders. Ich möchte aber keine Ausrede suchen: Beide Temas haben hart gekämpft, viele neue Spieler integriert und ich bin stolz, dass wir bis zum Schluss gekämpft haben – gleichzeitig aber sehr, sehr sauer, dass wir verloren haben.“

John Patrick (MHP RIESEN Ludwigsburg): „Danke für die Glückwünsche. Für uns war das heute ein Revanche-Spiel: Braunschweig hat uns schließlich aus dem Pokal geschmissen. Es war ein enges Spiel. Respekt an Braunschweig, sie haben nie aufgegeben, sodass es immer hin und her ging. Im vierten Viertel hat uns Jonas [Wohlfarth-Bottermann], wie Pete gesagt hat, viele zweite Chancen erkämpft. Wir hatten wichtige Dreipunkttreffer von Downtown und haben Scott Eatherton in der zweiten Halbzeit mit vier Punkten in Schach gehalten. Es ist gut, dass wir so viele Turnovers forciert haben. Wir müssen aber weniger spekulieren und defensiv solider agieren. Vor unserer kleinen Pause haben wir nun noch ein Spiel in Vechta. Dort hoffe ich, dass wir auf diesem Lauf aufbauen können.“

 

Basketball Löwen Braunschweig: Wank 7, Zeeb (3 Assists), Pwono 2, Klepeisz 16 (3 Ballgewinne), Mushidi 4, Göttsche n.e., Marelja 6 (5 Rebounds), Releford 4 (7 Rebounds, 7 Assists), Lawson III 11 (6 Rebounds), Jallow 9 (5 Rebounds), Eatherton 18, Lagerpusch n.e..

MHP RIESEN Ludwigsburg:
Carrington 17 (8 Assists), Weiler-Babb 14 (5 Rebounds), Smith 7, Wohlfarth-Bottermann 6 (6 Rebounds), Wimbush ,4 Konga 7 (5 Rebounds), Knight 14 (5 Assists, 3 Ballgewinne), Caisin, Hukporti 2, Leissner 18 (5 Rebounds), von Fintel n.e., Brase 2.

Statistik zum Spiel


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