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Karim Jallow ging als Kapitän voran, konnte aber nichts an der Niederlage ändern. Foto: SoulClap Media

Nach guter erster Halbzeit deutliche Niederlage zum Auftakt

08.11.2020

Unsere Löwen konnten ihren Pokalerfolg gegen das Top-Team EWE Baskets Oldenburg zum heutigen easyCredit BBL-Saisonauftakt nicht bestätigten und zeigten zwei verschiedene Gesichter. In der ersten Halbzeit boten beide Teams ein gutes, energiegeladenes und schwungvolles Spiel auf Augenhöhe, in dem es nach zwei Vierteln ausgeglichen 50:50 stand. Doch mit Beginn der zweiten Hälfte erhöhten die favorisierten EWE Baskets ihre defensive Intensität und unter diesem Verteidigungsdruck riss bei den Löwen der Faden. Die Mannschaft von Headcoach Pete Strobl beging offensiv, aber auch defensiv zunehmend mehr Fehler, während sich die Oldenburger in einen Rausch spielten und immer deutlicher absetzten. Schlussendlich verloren unsere Löwen diese Auftaktpartie vor leeren Rängen in der Volkswagen Halle deutlich mit 83:111. Karim Jallow zeigte eine sehr engagierte Leistung und kam auf 21 Punkte, Spielmacher James Robinson machte mit 13 Punkten und 8 Assists ebenfalls ein gutes Spiel für die Löwen. Allerdings konnte der zuletzt stark aufspielende Bryon Allen kaum Akzente setzen. Für die Gäste war der deutsche Center Martin Breunig mit 17 Punkten Topscorer, Forward Nathan Boothe steuerte ein Double-Double bei (13 Punkte, 10 Rebounds).


Unsere Löwen spielten von Beginn an mit viel Energie und attackierten entschlossen den Korb. Damit waren sie auch erfolgreich, trafen ihre Zweipunktewürfe bei guter 62-prozentiger Quote. Allerdings galten die guten Quoten auch für die Gäste, die zudem viele Fouls zogen und in diesem ersten Viertel bereits 11 von 12 Freiwürfen verwandelten. Insgesamt war es ein gutes, ausgeglichenes erstes Viertel, in dem der Score acht Mal einen Gleichstand anzeigte und das mit 25:28 aus Löwensicht endete.

Mit Beginn des zweiten Spielabschnitts konnten die Oldenburger auf 25:30 erhöhen. Die Löwen schlugen aber prompt zurück und holten sich über einen 8:0-Lauf die 35:32-Führung. Diese Braunschweiger Serie wurde von Oldenburgs Keith Hornsby nach einer Auszeit seines Headcoaches Mladen Drijencic gestoppt. Der Shooting Guard war allein für sieben Punkte in Folge verantwortlich und hatte so wieder das Spiel gedreht (35:39). Bis zur Halbzeit (50:50) war es dann die schon zuvor ausgeglichene Partie, in der der starke Karim Jallow es in der 18. Minute mit einem Monsterdunk richtig krachen ließ.

Den guten Schwung aus der ersten Hälfte konnten die Löwen zunächst mitnehmen und lagen nach zwei Minuten knapp mit 54:53 vorne. Allerdings zogen die EWE Baskets dann defensiv an und machten der Löwen-Offensive das Leben merklich schwerer: Das Strobl-Team verlor im dritten Viertel fünf Mal den Ball und mehrere offene Würfe wie auch Freiwürfe fielen nicht durch die Reuse. Fünf Minuten blieben sie ohne Korberfolg, während bei den Oldenburgern im Gegenzug alles klappte. Die steigerten sogar ihre zuvor schon guten Feldtrefferquoten von 52 auf 57 Prozent und lagen angeführt von Big Man Martin Breunig zwei Minuten vor dem Viertelende erstmals zweistellig in Führung (59:69).

Mit einem 10-Punkte-Rückstand (67:77) gingen die Löwen auch ins letzte Viertel, das sich an das vorherige anschloss. Das Strobl-Team fand nicht mehr in seinen Rhythmus, verlor gleich zu Beginn mehrfach den Ball, was die EWE Baskets umgehend bestraften. Die zogen zudem ein Foul nach dem anderen, standen permanent an der Freiwurflinie und setzen sich nach zwei unsportlichen Fouls gegen die Löwen unaufhaltsam ab. Schon in der 35. Minute betrug der Löwen-Rückstand bereits 20 Zähler (69:89) und spätestens da war das Spiel entschieden.

Trainerstimmen zum Spiel:

Pete Strobl (Basketball Löwen Braunschweig): Gratulation an Mladen Drijencic und seine Mannschaft. Oldenburg ist eine sehr gute Mannschaft, ein sehr gefährlicher Gegner. Das haben wir vorher gewusst. Wir wussten, dass Oldenburg an einem guten Tag auf einem anderen Niveau spielen kann, als im Pokal. Das haben sie heute besonders in der zweiten Halbzeit gezeigt. Wir waren gut vorbereitet. Wir sind mit viel Energie, Kampfgeist, Herz und Leidenschaft ins Spiel gekommen. Im dritten Viertel haben wir zwar gute Würfe bekommen, aber als junge Mannschaft Fehler in der Offensive und Defensive gemacht, so dass Oldenburg uns sofort bestrafen konnte. Da hat uns die Erfahrung gefehlt. Wir haben versucht, wieder ranzukommen. Natürlich bin ich enttäuscht vom Ergebnis, wir wollen mit Herz und Leidenschaft gewinnen, das hat nicht geklappt. Letztendlich ist Oldenburg eine sehr erfahrene Mannschaft und von ihnen können wir viel lernen.

Mladen Drijencic (EWE Baskets Oldenburg): Ich glaube, wir haben ein sehr gutes Spiel gesehen. Beide Mannschaft waren gut vorbereitet. Beide Mannschaften wollten mit einem Sieg in die Saison starten. Da war es ein ausgeglichenes Spiel. Meine Mannschaft hat in der ersten Halbzeit nicht das gezeigt, was sie normalerweise kann. Wir haben nicht mir der Intensität gespielt, wie wir es wollten. Wir haben es nicht geschafft, den Gegner durch unsere Defense zu Fehlern zu zwingen. Das ist uns dann aber in der zweiten Halbzeit gelungen. Aus der intensiven Defensive haben wir zu unserer guten Offensive gefunden. Wenn man die Effektivität von 141 sieht, dann sieht sieht man, wie viel Qualität in der zweiten Halbzeit und im ganzen Spiel steckte. Auch, dass wir einen Gegner auswärts in den letzten 20 Minuten 61:33 geschlagen haben, zeigt mit wie viel Qualität wir in der zweiten Hälfte gespielt haben.

Basketball Löwen: Wank, Koné, Zeeb, van Slooten 6, Allen 5, Meisner 9 (3 Assists), Robinson 13 (8 Assists), Mushidi 6, Göttsche, Peterka 10 (6 Rebounds), Schilling 13, Jallow 21.

EWE Baskets Oldenburg: Hobbs 8, Hornsby 13, Herrera 4, Tadda 8, Hollatz, Breunig 17, Agbakoko 2,  Paulding 13, Mahalbasic 14, Pressey 10 (5 Assists), Schwethelm 9, Boothe 13 (10 Rebounds).


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