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Familie Eatherton fühlt sich in Braunschweig sicher und wird nicht langweilig (auf den Fotos v.l.n.r.: Roman, Hund Thiago, Bodhi, im kleinen Bild Scott und seine Frau Courtney im Krankenhaus) Fotos: Scott Eatherton

„Die Kinder halten uns jeden Tag auf Trab“

16.04.2020

Unser Big Man Scott Eatherton und seine Frau Courtney haben sich Anfang April über weiteren Familienzuwachs gefreut: Am 1. April kam mit Roman Scott James auch ihr zweiter Sohn in Braunschweig zur Welt. In diesem Interview erzählt Scott u.a. wie er die Geburt und den gegenwärtigen, neuen Alltag in Zeiten des Corona-Virus mit den Kindern erlebt hat bzw. erlebt und wie es seiner Familie in den USA geht.


Scott, wie geht es dir und deiner Familie?

Wir haben bedingt durch die Corona-Krise sehr viel freie Zeit. Das ist für den Moment aber nicht so schlecht, weil ich meiner Frau Courtney so mehr mit unserem Baby helfen und ich grundsätzlich viel Zeit mit der Familie verbringen kann. Wir sind auch alle gesund, es geht uns gut. Erst gestern waren wir alle zusammen beim Arzt und der hat uns bestätigt, dass alles ok ist.

Ihr habt euer Baby am 1. April inmitten der Corona-Krise bekommen. Hat das die Situation rund um die Geburt schwieriger gestaltet?

Es war dieses Mal schon anders und auch etwas schwieriger, als bei der Geburt von unserem ersten Sohn Bodhi hier in Braunschweig. Wegen der Corona-Situation konnte ich nicht länger als eine Stunde am Stück im Krankenhaus bei Courtney sein und deshalb habe ich die Geburt leider auch verpasst. Es wurde mir gesagt, dass ich erst wieder ins Krankenhaus kommen dürfe, wenn die Wehen richtig stark sind. Courtney hat mich dann am ganz frühen Morgen angerufen als es so weit war. Ich bin sofort losgefahren. Aber als ich durch ihre Zimmertür im Krankenhaus kam, war das Baby schon da. Als Bodhi geboren wurde, war ich die ganze Zeit an Courtneys Seite und konnte ihr Unterstützung geben. Dieses Mal musste sie das leider alleine schaffen und das war für sie auch ein stückweit schwerer. Aber auch für mich war es komisch und ich war sehr überrascht, dass das Baby schon geboren war. Ich wäre gerne dabei gewesen, denn es ist ein schöner und emotionaler Moment. Aber es ist alles gut gegangen und das ist das Wichtigste. Wir hatten aber sonst keinerlei Probleme, die Versorgung war insgesamt sehr gut. Bodhi ist in demselben Krankenhaus zur Welt gekommen und wir haben uns damals wie heute sehr gut dort aufgehoben gefühlt.

Was überwiegt gerade bei euch: Gedanken über die unsichere Zukunft oder Glücksgefühle durch das Baby?

Um ehrlich zu sein, rückt die Geburt unseres zweiten Sohnes die unsichere Gesamtsituation ein wenig in den Hintergrund. Unsere Kinder und unser Hund beschäftigen uns sehr gut (lacht) und das ist nicht nur eine sehr schöne, sondern auch eine sehr gute Ablenkung zum gegenwärtigen durch negative Schlagzeilen geprägten Alltag. Unsere Kinder schenken uns so viel Freude und geben uns im Moment nicht so viel Gelegenheit, über all das ständig nachzudenken, was gerade in der Welt passiert. Natürlich sind wir darüber im Bilde, was vor sich geht und wir machen uns auch unsere Gedanken, wie es weitergehen wird. Aber unsere neue und aufregende Situation mit einem weiteren Kind macht es für uns schon insgesamt leichter, durch diese schwere Zeit zu kommen.

Wie sieht es denn bei deiner Familie in den USA aus? Ist die Situation dort sehr angespannt?

Unsere Familien leben zum Glück in Regionen, die noch nicht so stark vom Corona-Virus betroffen sind. Deshalb ist es dort noch nicht ganz so angespannt, wie zum Beispiel in New York. Wir sprechen regelmäßig mit ihnen und mein Vater geht auch zur Arbeit, weil die Situation es in Omaha (Nebraska), wo meine Eltern leben, noch zulässt. Aber natürlich sind alle wachsam und haben bereits entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.

Habt ihr vor, diesen Sommer noch zurück in die USA zu fliegen?

Ja, schon. Aber wir wollen noch ein bisschen abwarten, auch um zu gucken, wie sich die BBL entscheidet. Bis dahin hoffen wir auf eine Verbesserung und Beruhigung der Situation und dass dann gegebenenfalls das Fliegen zurück in die USA etwas sicherer und einfacher wird. Gegenwärtig fühlen wir uns noch nicht wohl bei dem Gedanken, mit einem Neugeborenen so eine Reise zu machen. Aber wir haben uns auch deshalb dazu entschieden für den Moment hierzubleiben, weil wir uns hier in Braunschweig sicher fühlen und glauben, dass in Deutschland sehr gut mit dieser schwierigen Situation rund um das Corona-Virus umgegangen wird. Aber es wäre trotzdem auch sehr schön, in ein paar Wochen Zeit bei unseren Familien zu Hause verbringen zu können.

Und was macht ihr bis dahin? Langeweile dürfte ja derzeit bei dir/euch trotz Spiel- und Trainingsunterbrechung nicht aufkommen, oder?

Das stimmt (lacht). Die Kinder brauchen gerade sehr viel Aufmerksamkeit und halten uns jeden Tag auf Trab. Mit Bodhi gehe ich zum Beispiel regelmäßig in den Prinzenpark und runter zum Fluss. Das Wetter war zuletzt sehr gut und hat immerhin die Möglichkeit für Spaziergänge geboten. Außerdem fährt Bodhi auch gerne Fahrrad, weshalb ich ihn auf einem Sitz hinten auf dem Rad häufiger durch die Gegend fahre. Natürlich fehlen mir die Workouts, das Training und alles drumherum. Aber das lässt die Situation derzeit leider nicht zu und ich glaube, dass ich damit weitestgehend klarkomme.

Vielen Dank, Scott und weiterhin alles Gute für dich und die Familie.


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