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Karim Jallow spielte mit viel Energie und führte die Löwen im 4. Viertel an. Foto: SoulClap Media

Die Weste bleibt weiß: Löwen gewinnen auch gegen Ulm!

05.10.2019

Stark! Nach zwei erfolgreichen Auswärtspartien haben unsere Löwen auch ihr erstes Heimspiel der easyCredit BBL-Saison 2019/20 gewonnen: Sie besiegten das EuroCup-Team ratiopharm ulm am Samstagabend vor ausverkaufter Kulisse in der Volkswagen Halle (3.615 Zuschauer) mit 94:88 (43:46) und begeisterten das Publikum mit einer kämpferischen und erneut geschlossenen Teamleistung. Insgesamt sechs Löwen punkteten in der bis in die Schlusssekunden spannenden und rasanten Partie zweistellig, darunter ragten Scott Eatherton (17 Punkte, 15 Rebounds) und Trevor Releford (17 Punkte, 10 Assists) je mit einem Double-Double heraus. Für die Gäste aus dem Süden war Center Grant Jerrett mit 23 Zählern am erfolgreichsten.


Das Spiel war sofort von hohem Tempo und gutem Offensiv-Rhythmus beider Teams geprägt. Vor allem Ulms Zoran Dragic und unser Center Scott Eatherton, der mehrfach mustergültig von Trevor Releford in Szene gesetzt wurde, waren gleich präsent und dominierten die Anfangsphase. Eatherton war es auch, der unsere Löwen zum 17:13 warf, doch danach geriet unser Team etwas ins Straucheln. Das lag vor allem an diversen Fouls, die es gegen sich gepfiffen bekam und die es in ihren Aktionen ein wenig unsicher werden ließen.

Zwischen der 7. und 10. Minute gelangen dem Strobl-Team nur noch zwei Punkte. Viertelübergreifend blieben unsere Löwen gar mehr als fünf Minuten ohne Korberfolg, was einen Ulmer 10:0-Lauf zum 21:31 aus Löwensicht zur Folge hatte (12. Minute). Tommy Klepeisz und Aleksandar Marelja waren es schließlich, die diesen Gäste-Run stoppten und dadurch den Schalter des Teams wieder umlegten. Zwar wollten die Dreier in dieser Partie nicht gut fallen, aber dafür kämpften sich unsere Löwen über ihre Verteidigung zurück ins Spiel, erzwangen gegnerische Stopps und waren in der 17. Minute auf 36:37 dran. Bis zur Halbzeit blieb es eng, in die beide Mannschaften beim Stand von 43:46 gingen.

Mit einem Dreier zum 43:49 eröffnete Ulms Tyler Harvey das dritte Viertel, aber die Löwen ließen sich davon nicht beeindrucken. Stattdessen arbeiteten sie jetzt stark beim Offensiv-Rebound, holten sich dadurch vermehrt zweite Chancen und hatten in der 24. Minute den Ausgleich erzielt (49:49). Abgesehen davon, dass sie in diesem Viertel erstmals das Rebound-Duell für sich entschieden, stand die Verteidigung auch weiterhin gut: Das Strobl-Team ließ in diesem Spielabschnitt nur 16 Ulmer Punkte zu, traf zudem auch erstmals besser aus dem Feld (Löwen: 45%, Ulm: 42%) und führte deshalb nach 30 Minuten verdient mit 66:62.

Getragen von der tollen Stimmung in der Volkswagen Halle zogen die Löwen angetrieben von Karim Jallow immer weiter weg. In der 34. Minute ließ Kostja Mushidi es per Dunk zum 79:66 krachen und Ulms Trainer Jaka Lakovic nahm eine Auszeit. Auf die reagierte sein Team um den auffälligen Grant Jerrett mit einem 9:0-Lauf (79:75) und gute 3 Minuten vor Spielende waren die Ulmer sogar auf 82:80 dran. Die Löwen blieben aber nervenstark und hatten in dieser packenden Phase die passenden Antworten: Zuerst traf der starke Trevor Releford einen Dreier zum 87:80 (38. Minute). Und als die Ulmer 33 Sekunden vor Schluss wieder ganz nah auf 87:86 verkürzt hatten, war es schließlich Kostja Mushidi, der bei 10 verbleibenden Sekunden eiskalt von der 6,75-Meterlinie zum 90:86 einnetzte und damit die umjubelte Entscheidung herbeiführte.

Viertel aus Löwensicht: 21:27, 22:19, 23:16, 28:26;

Trainerstimmen zum Spiel:

Pete Strobl
(Basketball Löwen Braunschweig): „Die Leute haben mich gefragt, ob das ein besonderes Spiel für mich ist, weil es gegen meinen alten Klub ging. Die Antwort ist: es war ein besonderes Spiel, weil es unser erstes Heimspiel war. Als junge Mannschaft müssen wir uns auf uns selbst konzentrieren. Wir haben viel Respekt vor einer Mannschaft wie Ulm. Aber wir haben gezeigt, dass wenn wir gut rebounden, gut miteinander spielen und gut verteidigen, dann haben wir auch die Chance, jedes Spiel zu gewinnen. Der Hauptgrund, warum wir heute gewonnen haben, ist, dass wir von Anfang an gekämpft haben. Auch wenn wir in so einem Spiel nicht so gut von außen treffen, so können wir ein Spiel über den Kampf drehen. Und das ist das Wichtigste.“

Jaka Lakovic (ratiopharm ulm): „Glückwunsch an Braunschweig zu dem Spiel und dem Sieg. Sie haben es verdient. Wir sind gut gestartet, haben aber aufgrund der Braunschweiger Aggressivität die Kontrolle über das Spiel verloren und so ging auch das Momentum an Braunschweig. In der zweiten Hälfte wollten wir unser Spiel aus der Defense heraus aufziehen. Wir haben aber viel zu viele Punkte bekommen, die 60-prozentige 2er-Trefferquote hat uns weh getan und 94 Gegenpunkte sind zu viel, wenn man auswärts gewinnen will. Wir müssen daraus lernen und uns aufs nächste Spiel konzentrieren.“

Basketball Löwen Braunschweig: Wank 2, Zeeb (3 Assists), Pwono, Klepeisz 16, Mushidi 14, Marelja 2, Releford 17 (10 Assists), Lawson III 10 (5 Ballgewinne), Jallow 16 (6 Rebounds), Eatherton 17 (15 Rebounds), Lagerpusch n.e..

ratiopharm ulm: Harvey 7, Hayes 2 (5 Assists), Dragic 18, Günther 6 (4 Assists), Philipps n.e., Jerrett 23 (5 Rebounds), Obst 20 (5 Assists, 3 Ballgewinne), Hinrichs 6 (7 Rebounds, 3 Assists), Ugrai n.e., Heckmann 2, Schilling 2 (5 Rebounds), Willis 2.

Statistik zum Spiel


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