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Löwen treffen auf wiedererstarktes Bayreuth

08.11.2019

In der heimischen Volkswagen Halle sind unsere Löwen in dieser Saison bislang eine Macht, nun muss das Team von Headcoach Pete Strobl für einen Monat auf dieses Heimatgefühl verzichten. Die Löwen bestreiten drei Auswärtsspiele in Folge: Den Beginn macht am kommenden Sonntag, 10. November (Tip-Off: 15 Uhr), das Duell bei medi bayreuth. Während die Braunschweiger einen sehr guten Saisonstart hinlegten, finden auch die Bayreuther allmählich in die Spur: Nach wettbewerbsübergreifend sechs Niederlagen zum Auftakt konnte das Team zuletzt drei Siege in Folge einfahren. Das Spiel in der Oberfrankenhalle wird ab 14.45 Uhr live auf www.magentasport.de übertragen.


Nach einer inkonstanten Vorsaison, die für medi bayreuth auf dem 12. Tabellenrang endete, krempelten die Verantwortlichen nahezu den gesamten Kader um. Geblieben ist der deutsche Kern um die erfahrenen Bastian Doreth und Andreas Seiferth sowie den gebürtigen Braunschweiger Lukas Meisner. Seiferth stand nach überstandener Verletzung im vergangenen BBL-Spiel in Frankfurt erstmals auf dem Parkett und verhalf dem Korner-Team ebenso wie der kürzlich nachverpflichtete Rückkehrer Nate Linhart zum ersten Liga-Sieg in dieser Saison. „Linhart hat einen hohen Basketball-IQ und kennt die Philosophie sowie die Prinzipien von Raoul Korner, für den er immer guten Basketball spielt“, erklärt unser Coach Pete Strobl, warum der Point Forward prompt einen so starken Einstand (13 Punkte, 4 Assists) gab.

Neben Linhart vertraut Korner im Ballvortrag mit James Robinson (12,2 PpS) auf einen weiteren Schützling, der bereits zum zweiten Mal in der Wagnerstadt spielt. Den Großteil der offensiven Last tragen jedoch die US-amerikanischen Flügelspieler Bryce Alford (17,0 PpS) und James Woodard (14,2 PpS). Während Alford mit neun Dreierversuchen pro Partie die ligaweit meisten Würfe vom Perimeter nimmt und davon knapp 38 Prozent trifft, agiert Woodard in dieser Disziplin deutlich effektiver (48 Prozent) und besticht zudem mit guter Verteidigung.

Dass die Oberfranken länger auf den ersten Ligasieg warten mussten, lag sicherlich mit an der dünnen Besetzung im Frontcourt. Dort schwimmen sich nach der Rückkehr von Center Seiferth nun auch die Big Men Reid Travis und Evan Bruinsma frei. Kentucky-Absolvent Travis legte beim zweiten Erfolg im FIBA Europe Cup gegen APOEL Nikosia (112:68) am letzten Mittwoch starke 31 Punkte auf und zeigte wie Bruinsma auch in der BBL ansteigende Form.

„Bayreuth ist ein sehr gutes Team“, betont Pete Strobl und ergänzt: „Ein Auswärtsspiel ist immer eine Herausforderung.“ Diese dürfte für die Löwen vor allem darin bestehen, Bayreuth mit Aggressivität und Physis zu mehr Ballverlusten als im bisherigen Saisonverlauf zu zwingen (10,4 Ballverluste) und ihren Dreier (40 Prozent) eng zu verteidigen. In beiden Kategorien zählt das Korner-Team mit zu den besten Teams der BBL, wohingegen unsere Löwen laut Statistik im Rebounding und bei den Würfen in Korbnähe einen Vorteil haben sollten.

Trotz der erfolgreichen ersten Saisonwochen mahnt unser Trainer: „Wir haben noch nichts erreicht und weiterhin viel zu beweisen. Wir wollen zeigen, dass wir das, was wir trainieren, auf dem Parkett umsetzen können.“ In der Trainingswoche lag der Fokus auf dem allgemeinen „Feintuning“ und dem Verständnis, das Spiel zu lesen. „Wir sind bereit für das Spiel und bereit für ihre Plays“, sieht Coach Strobl seine Mannschaft vorbereitet auf die Partie in Bayreuth, wo die Braunschweiger seit dem 7. Oktober 2015 auf einen Sieg warten. Damals noch auf der Löwen-Trainerbank aktiv: Das heutige Bayreuther Trainer-Duo Raoul Korner und Lars Masell.


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