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Shaquille Hines zeigte erneut eine starke Leistung. Foto: Rauchensteiner

Löwen beenden Saison mit weiterer grandioser Leistung

26.05.2019

Unsere Löwen haben am Sonntag mit 77:87 (40:42) beim Titelverteidiger FC Bayern Basketball verloren und sind damit aus den Playoffs ausgeschieden (0:3). Aber unser Team um Frank Menz, der in seinem letzten Spiel für unsere Löwen als Headcoach an der Seitenlinie stand, zeigte erneut eine grandiose und Hochachtung verdienende Leistung. Ohne die verletzten Topscorer Scott Eatherton und DeAndre Lansdowne präsentierten sich unsere Löwen in dieser dritten Partie im Viertelfinale einmal mehr auf Augenhöhe mit dem Liga-Primus und schnupperten bis vier Minuten vor dem Ende an einem Sensationssieg. Da stand es 77:77, ehe die insgesamt stark von der Dreierlinie treffenden Löwen keinen weiteren Korb mehr erzielten. „Sie haben gezeigt, warum sie es verdient haben, in den Playoffs zu stehen. Besonders, wenn man bedenkt, dass ihre beiden besten Spieler gefehlt haben“, lauteten die anerkennenden Worte von Münchens Headcoach Dejan Radonjic nach dem Spiel, in dem Christian Sengfelder mit 18 Punkten und Shaquille Hines mit einem Double-Double (17 Punkte, 11 Rebounds) zu den Top-Performern gehörten.


Um diese erfolgreich Saison gemeinsam mit ihren Fans und Sponsoren ausklingen zu lassen, laden wir am kommenden Dienstag (28. Mai) ab 19 Uhr im Heinrich – Das Wirtshaus (Stadtpark, Jasperallee 42, 38102 Braunschweig) zum Saisonabschluss ein. 

Der Spielverlauf

Unsere Löwen brauchten wieder ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden. Die ersten Zähler markierte Joe Rahon in der 4. Minute – zu diesem Zeitpunkt hatten die Münchner bereits acht Punkte erzielt. Entscheidend in diesem ersten Viertel war aber die Dreierquote: Während das Menz-Team lediglich 17 Prozent vom Perimeter getroffen hatte, rauschten beim Titelfavoriten starke 78 Prozent (7/9) durch die Reuse. Und das war der wesentliche Grund, weshalb unsere Löwen mit einem Rückstand von 16:28 in den zweiten Spielabschnitt gingen. 

Das erschütterte unser Team aber nicht, sondern das Gegenteil war der Fall. Der starke Joe Rahon setzte seine Kollegen immer wieder in Szene und die wurden treffsicherer von der Dreierlinie. Nach einem 11:0-Lauf war unser Team auf 35:37 dran (16. Minute) und die Münchner, deren Dreierquote deutlich sank, hatten Probleme, sich gegen die gute Löwen-Verteidigung durchzusetzen. Sie erzielten in diesem Viertel nur 14 Punkte, die Löwen machten hingegen 24 Punkte und hatten sich zur Halbzeitpause zudem eine kleine Rebound-Überlegenheit erarbeitet. 

Beim Stand von 40:42 ging es zurück auf dem Parkett weiter und das Menz-Team nahm den Schwung aus dem zweiten Viertel mit. Aber auch die Gastgeber hatten wieder mehr Rhythmus und so kam es zu einem offensiven Schlagabtausch, in dem die Löwen sich souverän an der Freiwurflinie und weiterhin stark aus der Distanz zeigten. Sie versenkten sechs Dreier, blieben dadurch immer an ihrem Gegner dran und gingen in der 26. Minute durch den erneut auftrumpfenden Shaquille Hines sogar erstmals in Führung (61:59). Die Münchner wussten das mit ihrer individuellen Qualität zu kontern und erzielten sieben Punkte in Folge. Abschütteln konnten sie die Löwen aber nicht.

Mit 66:70 ging es ins letzte Viertel und die Löwen blieben weiterhin dran. Der kämpferische Christian Sengfelder und Hines hatten durch zwei Dreier das 74:75 erzielt und letztgenannter hatte danach sogar die erneute Führung auf der Hand. Die fiel nicht, dafür stellte BJ Blake aber in der 36. Minute wieder auf Ausgleich (77:77). Danach fiel bei unseren Löwen aber kein Korb mehr und der FC Bayern nutzte das: Ein Dreier des treffsicheren Petteri Koponen zum 77:85 aus Löwensicht bedeutete 87 Sekunden vor dem Ende die Vorentscheidung.

Viertel aus Löwensicht: 16:28, 24:14, 26:28, 11:17;

Trainerstimmen zum Spiel: 

Frank Menz (Basketball Löwen Brauns
chweig):„Glückwunsch zum Sieg und viel Erfolg für den restlichen Verlauf der Playoffs. Für uns war es großartig, hier dabei zu sein. Es war eine riesengroße Anerkennung für uns, gegen München zu spielen, weil wir uns während der Saison immer an Ihnen orientiert haben. Dass wir jetzt noch drei Spiele gegen sie machen konnten und alle knapp gestaltet haben, war super für uns. Keiner hatte Playoff-Erfahrung und jetzt sehen wir, was man braucht, um oben mitzuspielen. Für mich war es das letzte Spiel mit Braunschweig und dass wir so dagegen halten konnten, hat mich sehr gefreut und ist schon eine kleine Sensation.“

Dejan Radonjic (FC Bayern Basketball): „Erst einmal meinen Respekt an Braunschweig. Es waren drei richtig gute umkämpfte Spiele. Sie haben gezeigt, warum sie es verdient haben, in den Playoffs zu stehen. Besonders, wenn man bedenkt, dass ihre beiden besten Spieler gefehlt haben. Glückwunsch dazu an die ganze Mannschaft. Im ersten Viertel war noch alles gut, im zweiten Viertel haben wir dann schlecht verteidigt. Jetzt haben wir eine Woche Pause. Wir müssen nächste Woche nutzen, um alle nötigen Vorbereitungen auf den kommenden Gegner zu treffen. Danke auch nochmal an die Fans, sie waren großartig.“

Basketball Löwen Braunschweig:Nawrocki 9, Blake 16 (8 Rebounds), Bilski n.e., Figge, Klepeisz 6 (6 Assists), Sengfelder 18 (6 Rebounds), Kovacevic n.e., Hines 17 (11 Rebounds), Rahon 9 (8 Assists), Hübner n.e., Lagerpusch 2.

FC Bayern Basketball: Dangubic 7,Hobbs 4, King, Koponen 15 (3 Assists), Radosevic, Lucic 7 (7 Rebounds), Lo 11 (4 Assists), Djedovic 8, Amaize n.e., Barthel 16 (6 Rebounds, 3 Assists), Williams 8, Booker 11 (7 Rebounds).

Boxscore zum Spiel


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